Betrüger geben sich als Staatsanwalt aus
24.01.2026 - 18:54:11Eine neue Phishing-Welle nutzt den Namen des kalifornischen Bezirksstaatsanwalts, um über gefälschte Nachrichten an Geld und Daten zu gelangen. Die Methode ist auch in Deutschland weit verbreitet.
Santa Barbara – Mit einer dreisten Masche ziehen Cyberkriminelle aktuell durch die USA: Sie geben sich in E-Mails und SMS als Bezirksstaatsanwalt John Savrnoch aus, um Geldkarten und persönliche Informationen zu erbeuten. Die Staatsanwaltschaft des Santa Barbara County warnte am Freitag dringend vor den betrügerischen Nachrichten. Sie sind so gestaltet, dass sie ein falsches Gefühl von Dringlichkeit und Vertrauen erzeugen.
Die Betrüger kontaktieren Bewohner und tun so, als kämen die Nachrichten von Savrnoch selbst. Sie fordern die Empfänger auf, Geschenkkarten zu kaufen oder eine „bequeme“ Telefonnummer für ein Folgetelefonat zu nennen. Selbst die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Jennifer Karapetian erhielt einen gefälschten Text – angeblich von ihrem Chef. Sie erkannte den Betrugsversuch und leitete die Nummer an die Ermittlungsbehörden weiter.
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So funktioniert der Anwalts-Betrug
Der Trick nutzt die Autorität einer staatlichen Strafverfolgungsbehörde aus, um Opfer unter Druck zu setzen. Die Kernmethode ist die Impersonation, also die Täuschung über die Identität. Die Nachrichten sind darauf ausgelegt, Handlungsdruck zu erzeugen – eine gängige psychologische Taktik, die Opfer dazu bringen soll, vorschnell zu handeln, ohne die Bitte zu hinterfragen.
Die Forderung nach Geschenkkarten ist kein Zufall. Diese sind als Zahlungsmittel nahezu unrückverfolgbar und unwiderruflich. Anders als bei Kreditkarten oder Überweisungen gibt es hier kaum Betrugsschutz. Die Weitergabe der Kartennummer und PIN ist wie die Übergabe von Bargeld. Die Bitte um eine Telefonnummer zielt darauf ab, Daten für weitere Betrugsversuche zu sammeln oder das Gespräch in eine direktere, mündliche Ebene zu lenken.
Amtliche Warnung und Schutz-Tipps
Die Staatsanwaltschaft reagierte mit einer klaren Warnung: „Wir werden Menschen niemals kontaktieren, um nach Geld oder Geschenkkarten zu fragen“, betonte Chefermittlerin Kristina Perkins. Zwar könne die Behörde Opfer oder Zeugen eines gemeldeten Verbrechens kontaktieren, um Informationen zu verifizieren, doch dies folge stets offiziellen Protokollen und schließe Zahlungsaufforderungen aus.
Die Behörden geben konkrete Ratschläge zum Schutz:
* Nicht antworten: Reagieren Sie niemals auf unerwünschte Nachrichten unbekannter Absender.
* Daten schützen: Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Details an Personen preis, die Sie nicht kennen.
* Zahlungsarten hinterfragen: Seien Sie äußerst misstrauisch bei Aufforderungen, Geld über unkonventionelle Wege wie Geschenkkarten, Western Union oder Kryptowährungen zu senden. Staatliche Stellen fordern so keine Zahlungen ein.
* Absender prüfen: Bei einer verdächtigen Nachricht von einer bekannten Person oder Organisation: Kontaktieren Sie diese über einen separaten, verifizierten Kanal, um die Bitte zu bestätigen.
Wer in Santa Barbara County betroffen ist, kann eine spezielle Hotline unter 805-568-2442 (für nicht dringende Fälle) anrufen. In dringenden Situationen sollte die örtliche Polizei verständigt werden.
Immer häufiger: Betrug mit staatlicher Identität
Impersonation-Betrug ist eine anhaltende und schädliche Form des Cybercrime. Kriminelle nutzen regelmäßig die Namen von Behörden wie dem US-Finanzamt IRS, der Sozialversicherungsbehörde oder lokalen Strafverfolgungsstellen, um Opfer einzuschüchtern. Oft geht es um angebliche Haftbefehle, Steuernachforderungen oder Probleme mit Amtspapieren, um schnelle Zahlungen zu erpressen.
Die Techniken werden immer raffinierter. Durch Spoofing können Betrüger offizielle Telefonnummern und E-Mail-Adressen imitieren. Die US-Bundespolizei FBI warnte kürzlich sogar vor Betrug mit KI-generierten Medien, die täuschend echte Notfälle vortäuschen. Diese technologische Entwicklung erfordert ständige Wachsamkeit.
Die beste Verteidigung bleibt Aufklärung und gesundes Misstrauen. Die Kernempfehlung lautet: Verlangsamen, kritisch hinterfragen und jede unerwartete oder dringende Bitte unabhängig überprüfen. Der schnelle Warnruf aus Santa Barbara zeigt: Im digitalen Zeitalter sind Vorsicht und Verifizierung der Schlüssel zur persönlichen Sicherheit.
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