BHP, Aktie

BHP Aktie: Jansen-Projekt kostet 15 Milliarden Dollar

26.06.2026 - 06:29:02 | boerse-global.de

BHP-CEO Brandon Craig kündigt umfassende Führungsreform an. Milliardenabschreibung beim Kali-Projekt Jansen belastet das laufende Geschäftsjahr.

BHP Aktie: Neuer CEO Craig leitet radikalen Konzernumbau ein
BHP - Abstrakte Darstellung des Bergbausektors mit einer riesigen unterirdischen Kaverne und schimmernden Mineralvorkommen, die große Investitionen andeutet. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Bergbaugigant BHP stellt die Weichen für die Zukunft. Brandon Craig übernimmt den Chefposten von Mike Henry. Er baut die Führungsebene bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt im Juli 2026 um. Der neue Kurs soll die operative Aufsicht stärken und den Konzern wetterfest machen.

Neue Struktur in der Führung

Craig teilt die Leitung für den amerikanischen Kontinent auf. Jessica Farrell führt ab Juli das Nordamerika-Geschäft. Parallel dazu übernimmt sie interimistisch die Verantwortung für Südamerika. Edgar Basto besetzt ab September die neu geschaffene Position des Chief Enterprise Performance Officer. Geraldine Slattery leitet künftig die wichtige Kupfersparte in Südaustralien.

Milliardenlasten durch Projektverzögerungen

Das Jansen-Kali-Projekt in Kanada belastet die Bilanz schwer. Die Kosten stiegen massiv auf rund 15 Milliarden US-Dollar an. Ursprünglich kalkulierte der Konzern mit etwa 10 Milliarden Dollar. Die Produktion der zweiten Phase verzögert sich bis in das Jahr 2031.

BHP erwartet deshalb eine Abschreibung in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar. Diese Belastung trifft das Ergebnis des Geschäftsjahres 2026. Hinzu kommen drohende Streiks im australischen Port Hedland. Dort verhandelt das Management im Juli über neue Lohntarife für den wichtigen Eisenerz-Export.

Marktdruck und Rechtsrisiken

Die Aktie notiert derzeit bei 35,57 Euro. In der vergangenen Woche verlor das Papier rund drei Prozent an Wert. Damit vergrößert sich der Abstand zum Jahreshoch auf fast zwölf Prozent.

Der langwierige Rechtsstreit um den Dammbruch in Brasilien bleibt ein Risikofaktor. Die Klägergruppe in Großbritannien sicherte sich 150 Millionen US-Dollar an neuen Prozessgeldern. Ein britisches Gericht stellte die Haftung von BHP bereits fest. Nun geht es um die konkrete Höhe der Schadensersatzzahlungen.

Im Juli starten die Tarifverhandlungen in Port Hedland. Ein Streik an diesem zentralen Exporthafen würde die Eisenerz-Lieferungen empfindlich stören.

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