KfW / Bilanz 2024: KfW geht finanziell gestÀrkt in das Jahr 2025
03.04.2025 - 10:03:23Bilanz 2024: KfW geht finanziell gestÀrkt in das Jahr 2025Frankfurt am Main (ots) -
- Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels: KfW bestens gerĂŒstet, um Bundesregierung bei der StĂ€rkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu unterstĂŒtzen- Finanzielle SoliditĂ€t eröffnet SpielrĂ€ume - Kernkapitalquote im Jahr 2024 auf 30,2 Prozent gestiegen- Gewinn von 1,4 Milliarden Euro trotz deutlich erhöhtem Einsatz von Eigenmitteln in der Förderung; Erwirtschaftetes Ergebnis auf 2,1 Milliarden Euro gestiegen
Die KfW ist finanziell stark aufgestellt aus dem GeschĂ€ftsjahr 2024 gegangen undgut gerĂŒstet, um der neuen Bundesregierung bei der Umsetzung ihrerWachstumsplĂ€ne fĂŒr Deutschland zur Seite zu stehen. Das sagte Stefan Wintels,Vorstandsvorsitzender der KfW, bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. "Dieneue Bundesregierung hat sich viel vorgenommen, um den WirtschaftsstandortDeutschland zu stĂ€rken. Die KfW hat groĂes Know-how bei zahlreichen Themen, diedie Bundesregierung als Zukunftsfelder identifiziert hat. Dieses können wirsofort einbringen", sagte Wintels. "Das GeschĂ€ftsjahr 2024 hat erneut gezeigt:Die KfW hat eine groĂe finanzielle Schlagkraft. Diese wollen wir fĂŒr dieStĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit und Resilienz Deutschlands einsetzen."
Im vergangenen Jahr machte der KfW-Konzern einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro.Er lag zwar leicht unter dem Wert des Vorjahres von 1,6 Milliarden Euro, ererreichte damit aber den Durchschnitt der vergangenen fĂŒnf Jahre.
Die KfW setzte 2024 im FördergeschĂ€ft rund 500 Millionen Euro eigene Mittel ein,um die Konditionen ihrer Förderung weiter zu verbessern. Dies ist der höchsteWert seit ĂŒber zehn Jahren. Schwerpunkte lagen in der Förderung von Mittelstand,Digitalisierung und Umwelt. Im laufenden und in den kommenden Jahren plant dieKfW, eigene Mittel mindestens in dieser GröĂenordnung einzusetzen.
Vor Abzug dieses Förderaufwands, der Steuern sowie der IFRS-Effekte lag dasErwirtschaftete Ergebnis der KfW bei 2,1 Milliarden Euro und damit 11,4 ProzentĂŒber dem Vorjahreswert (1,9 Milliarden Euro).
Seine RisikotragfĂ€higkeit hat der KfW-Konzern weiter gestĂ€rkt. Dieaufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten lagen zum Jahresende 2024 fĂŒr dieGesamtkapitalquote bei 30,3 Prozent sowie fĂŒr die (harte) Kernkapitalquote bei30,2 Prozent. Durch die Umsetzung der CRR III (Capital Requirements RegulationIII) in EU-Recht per 1. Januar 2025 reduzieren sich die Eigenkapitalquoten umrund 2,0 Prozentpunkte (Kapitalquoten per Ende Februar 2025: 28,1 Prozent). Nachwie vor bewegen sich die Eigenkapitalquoten auf einem sehr hohen Niveau.
FördergeschÀft legte 2024 leicht zu
Das Jahr 2024 war fĂŒr die KfW ein erneut starkes Förderjahr. DasNeugeschĂ€ftsvolumen ĂŒbertraf mit 112,8 Milliarden Euro knapp das Niveau desVorjahres (2023: 111,3 Milliarden Euro). Das InlĂ€ndische FördergeschĂ€ftinsgesamt legte leicht zu auf 79,0 Milliarden Euro (2023: 77,1 Milliarden Euro).Dabei stieg das GeschĂ€ftsvolumen in den Segmenten Private Kunden (22,4Milliarden Euro gegenĂŒber 18,8 Milliarden Euro) sowie Individualfinanzierung undĂffentliche Kunden (41,6 Milliarden Euro gegenĂŒber 35,9 Milliarden Euro) an. Inder Mittelstandsbank dagegen gab es einen zum Teil auch konjunkturell bedingtenRĂŒckgang auf 13,4 Milliarden Euro (2023: 20,4 Milliarden Euro).
Die Zusagen der KfW Capital fĂŒr Start-ups und junge, innovativeTechnologieunternehmen in Deutschland beliefen sich auf 1,6 Milliarden Euro(Vorjahr: 2,1 Milliarden Euro wegen Einmaleffekten).
Das GeschÀftsfeld Export- und Projektfinanzierung erreichte mit Neuzusagen inHöhe von 23,9 Milliarden Euro (2023: 24,2 Milliarden Euro) nahezu den Rekordwertdes Vorjahres.
Die Förderung der Entwicklungs- und SchwellenlÀnder insgesamt erreichte einZusagevolumen in Höhe von 10,3 Milliarden Euro (2023: 10,9 Milliarden Euro). Aufdie KfW Entwicklungsbank entfielen knapp 7,8 Milliarden Euro (2023: 9,0Milliarden Euro).
Die KfW-Tochter DEG als Partnerin privater Unternehmen in Entwicklungs- undSchwellenlĂ€ndern konnte ihr Rekordvolumen des Vorjahres noch einmal steigern.Sie setzte fĂŒr private Investitionen in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern unterglobal herausfordernden Bedingungen 2,5 Milliarden Euro aus Eigenmitteln ein(2023: 1,9 Milliarden Euro).
"Gerade in turbulenten Zeiten und trotz rĂŒckgĂ€ngiger Haushaltsmittel setzen wiralles daran, unsere PartnerlĂ€nder dabei zu unterstĂŒtzen, wirtschaftlichePerspektiven aufzubauen, Klima und Umwelt zu schĂŒtzen, Armut und Hunger zubekĂ€mpfen und Frieden zu sichern. Die Exportnation Deutschland setzt auchweiterhin auf globale Vernetzung", so Stefan Wintels.
Guter Start ins Jahr 2025: NeugeschÀft per 28. Februar 2025 bei 11,2 MilliardenEuro
Das NeugeschĂ€ft der KfW startete mit 11,2 Milliarden Euro per Ende Februar insJahr 2025 (Vorjahr: 10,9 Milliarden Euro). PrimĂ€r verantwortlich fĂŒr die leichteSteigerung war das InlĂ€ndische FördergeschĂ€ft mit einem Neuzusagevolumen in Höhevon 7,6 Milliarden Euro (02/2024: 6,9 Milliarden Euro). Der höhere Wert als imVorjahr resultiert maĂgeblich aus einer gestiegenen Nachfrage nach Programmender Mittelstandsbank.Vor allem das Programm "Erneuerbare Energien Standard",welches eine zinsgĂŒnstige Finanzierung von Vorhaben zur Nutzung erneuerbarerEnergien zur Strom- und WĂ€rmeerzeugung ermöglicht, wird in Folge des zum 1.Januar 2025 gesunkenen EU-Referenzzinssatzes wieder stĂ€rker nachgefragt.
Privatkunden interessierten sich in den ersten zwei Monaten des Jahres besondersstark fĂŒr die "Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG)" inklusive derHeizungsförderung.
In der Export- und Projektfinanzierung betrug das Zusagevolumen per Ende Februarsehr gute 3,2 Milliarden Euro, was angesichts des durch wenige groĂvolumigeEinzelgeschĂ€fte geprĂ€gten GeschĂ€ftsmodells nur leicht unter dem Vergleichswertaus dem Vorjahr (3,8 Milliarden Euro) liegt.
Die Förderung der Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder lag bei 307 Millionen Euro(02/2024: 339 Millionen Euro). FĂŒr die GeschĂ€ftsentwicklung in diesem Bereicherwartet die KfW wie in den Vorjahren eine deutlich dynamischereGeschĂ€ftsentwicklung im Jahresverlauf. Unter anderem gingen 7 Millionen EuroĂŒber die NABNI-FazilitĂ€t, eine Initiative zur Förderung des Friedens im NahenOsten, nach Syrien. Syrische Nichtregierungsorganisationen können Projektmittelbeantragen und zum Beispiel Energie- und Wasserinfrastruktur wiederaufbauen.
Konzernergebnis im Detail:
Der Gewinndes KfW-Konzerns lag bei 1.402 Millionen Euro (2023: 1.559 MillionenEuro). "Der leichte GewinnrĂŒckgang ist maĂgeblich darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dassdie KfW deutlich mehr Eigenmittel in der Förderung eingesetzt hat. Diesen Pfadwerden wir weitergehen, denn als KfW sind wir uns gerade in diesen Zeitenunserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst", sagte KfW-FinanzvorstandBernd Loewen.
Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Bewertungen) vor Förderaufwanderreichte 1.917 Millionen Euro und ĂŒbertraf damit den bereits gutenVorjahreswert (2023: 1.797 Millionen Euro). Der ZinsĂŒberschuss (vorFörderaufwand), der mit 2.900 Millionen Euro ebenfalls ĂŒber dem Vorjahreswertvon 2.738 Millionen Euro lag, bleibt die wesentliche Ertragsquelle. Die positiveEntwicklung ist vor allem auf die höheren ErtrĂ€ge bei der Eigenmittelverzinsung,die weiterhin sehr guten Refinanzierungsmöglichkeiten sowie die erfolgreicheWachstumsstrategie der Export- und Projektfinanzierung zurĂŒckzufĂŒhren.
Das Provisionsergebnis (vor Förderaufwand) ĂŒbertraf mit 675 Millionen Euro denVorjahreswert (2023: 606 Millionen Euro). Dieser Anstieg war maĂgeblich durchErtrĂ€ge aus der DurchfĂŒhrung der Förderprogramme des Bundes sowie der Abwicklungder GeschĂ€fte der Finanziellen Zusammenarbeit geprĂ€gt. Der Verwaltungsaufwand(vor Förderaufwand) stieg auf 1.658 Millionen Euro (2023: 1.547 Millionen Euro).Dies war auf die allgemeine Preissteigerung, TarifabschlĂŒsse sowie maĂgeblichauf einen weiteren Personalaufbau zur DurchfĂŒhrung der Förderprodukte fĂŒr denBund zurĂŒckzufĂŒhren. Die Cost-Income-Ratio (vor Förderaufwand) blieb aufgrundder höheren operativen ErtrĂ€ge mit 46 Prozent konstant.
Dank der positiven Ertragsentwicklung 2024 konnte der Förderaufwand - also derEinsatz von Eigenmitteln fĂŒr die Förderung - signifikant auf 504 Millionen Euro(2023: 371 Millionen Euro) ausgeweitet werden. Dies ist vor allem auf das wiedergestiegene Zinsniveau und damit verbundene Anziehen der Nachfrage nachzinsverbilligten Krediten zurĂŒckzufĂŒhren. Die Zinsverbilligungsleistungenstiegen deutlich auf 406 Millionen Euro (2023: 282 Millionen Euro). DarĂŒberhinaus enthĂ€lt der Förderaufwand 70 Millionen Euro fĂŒr kĂŒnftigeInvestitionszuschĂŒsse, die die KfW zur UnterstĂŒtzung des Programms"ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit" (ERP = European Recovery Program)gewĂ€hren wird. Dies ist vertraglich mit dem Bund vereinbart worden.
Das positive Bewertungsergebnis wurde durch die erfreuliche Entwicklung desBeteiligungsportfolios sowie die weiterhin gute und stabile Risikolage imKreditbuch des KfW-Konzerns geprÀgt.
Das Risikovorsorgeergebnis im KreditgeschĂ€ft in Höhe von insgesamt +39 MillionenEuro (2023: +165 Millionen Euro) resultierte insbesondere aus der Auflösungpauschaler Kreditrisikovorsorge und aus EingĂ€ngen auf abgeschriebeneForderungen, die die niedrigen Nettoaufwendungen fĂŒr leistungsgestörte Kreditemehr als ausgleichen konnten.
Das Beteiligungsportfolio konnte mit einem Nettoertrag in Höhe von 149 MillionenEuro zu dem positiven Bewertungsergebnis beitragen, nachdem im Vorjahr nochBelastungen in Höhe von 101 Millionen Euro zu verzeichnen waren. UrsĂ€chlichhierfĂŒr waren im Wesentlichen positive wechselkursinduzierte Effekte aus denBeteiligungen und Fonds der DEG. Das ebenfalls positive Beteiligungsergebnis derKfW Capital profitierte von den verbesserten Rahmenbedingungen imVenture-Capital-Markt.
Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu Sicherungszweckeneingesetzt werden, leisteten mit 48 Millionen Euro einen deutlich rĂŒcklĂ€ufigen,aber weiterhin positiven Ergebnisbeitrag (2023: 203 Millionen Euro).
Die Bilanzsumme sank um 15,4 Milliarden Euro auf 545,4 Milliarden Euro (2023:560,7 Milliarden Euro). Diese Entwicklung ist vor allem auf eine im Jahr 2024abnehmende LiquiditĂ€tshaltung sowie auf den RĂŒckgang der Nettokreditforderungen- insbesondere infolge von Tilgungen im Corona-Sonderprogramm und einerreduzierten Inanspruchnahme der fĂŒr den Bund durchgefĂŒhrten MaĂnahmen fĂŒr dieEnergieversorger - zurĂŒckzufĂŒhren.
KfW veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht auf freiwilliger Basis
Erstmals veröffentlicht der KfW-Konzern den nach den Vorgaben der EuropeanSustainability Reporting Standards (ESRS) erstellten Nachhaltigkeitsbericht als"Zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht" im Finanzbericht. Viele groĂeeuropĂ€ische Unternehmen und Banken mĂŒssen die anspruchsvollen Standards bereitsseit dem GeschĂ€ftsjahr 2024 verpflichtend anwenden. Der KfW-Konzern tut diesallerdings auf freiwilliger Basis und möchte damit dem eigenen Anspruch - auchgegenĂŒber seinen Stakeholdern und der Ăffentlichkeit - gerecht werden,transparent ĂŒber fĂŒr den Konzern wesentliche Nachhaltigkeitsthemen zu berichten.
KfW GeschÀftsbericht online: http://www.kfw.de/berichtsportal
Informationen zur Pressekonferenz: Digitale Pressemappe Bilanzpressekonferenz2025 (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Pressetermine/Bilanzpressekonferenz/Bilanzpressekonferenz.html)
Bilanzkennzahlen (in Mrd. EUR) 31.12.2024 31.12.2023Bilanzsumme 545,4 560,7Bilanzielles Eigenkapital 39,6 38,1GeschÀftsvolumen 713,3 724,4
Erfolgskennzahlen (in Mio. EUR) 01.01.2024 - 01.01.2023 - 31.12.2024 31.12.2023Betriebsergebnis vor Bewertungen(vor Förderaufwand) 1.917 1.797Förderaufwand 504 371Konzerngewinn 1.402 1.559Konzerngewinn vor IFRS-Effektenaus SicherungszusammenhÀngen 1.354 1.347
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen (in %) 1) 31.12.2024 31.12.2023(Harte) Kernkapitalquote 30,2 27,9Gesamtkapitalquote 30,3 27,9
1) Die angegebenen Kapitalquoten berĂŒcksichtigen die gem. Art. 26 (2) CRRanrechenbaren Zwischenergebnisse, die von den jeweiligen Jahresergebnissen gem.IFRS abweichen.
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 FrankfurtKonzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,Tel. +49 69 7431 41336E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6004949OTS: KfW

