BImA, Wohnungen

BImA baut 44 bezahlbare Wohnungen an Berlins Friedrichstraße

05.02.2026 - 23:51:12

Der Bund verwandelt die ehemaligen Dreispitz-Passagen in Berlin in 44 neue preisgebundene Mietwohnungen und saniert 18 Bestandswohnungen. Das Projekt ist Teil der Wohnraumoffensive des Bundes.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) startet ein Wohnungsbauprojekt mitten in Berlin. Auf dem Areal der ehemaligen Dreispitz-Passagen entstehen 44 neue, bezahlbare Mietwohnungen. Zudem saniert der Bund 18 Bestandswohnungen. Das Projekt verwandelt eine lange vernachlässigte Gewerbefläche in dringend benötigten Wohnraum und setzt ein Zeichen gegen die Wohnungsknappheit.

Vom Laden-Leerstand zum Wohnquartier

Die Geschichte der Dreispitz-Passagen ist eine der verpassten Chancen. Kurz nach der Wiedervereinigung fertiggestellt, konnte sich das Einkaufszentrum an der prominenten Friedrichstraße nie durchsetzen. Massive Leerstände prägten das Bild. Mehrere Neubelebungsversuche scheiterten. Jetzt zieht der Eigentümer Bund, vertreten durch die BImA, die Reißleine: Statt weiterer Gewerbenutzung wird das Areal Teil der Wohnraumoffensive des Bundes.

Sozialer Wohnungsbau in Top-Lage

Das Vorhaben an der Friedrichstraße 130a setzt bewusst auf preisgebundene Mieten. In einer Stadt mit explodierenden Mieten ist die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in zentraler Lage ein starkes Signal. Experten werten es als wichtigen Schritt, die soziale Mischung in der Innenstadt zu erhalten und der Verdrängung entgegenzuwirken. Die neuen Wohnungen sollen Menschen ein Zuhause bieten, für die der angespannte Markt kaum Optionen bereithält.

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Der Bund als Bauherr der Daseinsvorsorge

Die Umnutzung ist ein Paradebeispiel für die Bundesstrategie. Die BImA agiert nicht als gewinnorientierter Investor, sondern als Akteur der Daseinsvorsorge. Im Rahmen der Wohnraumoffensive identifiziert der Bund eigene Liegenschaften, die sich für Wohnungsbau eignen. Dieser Ansatz ermöglicht Projekte an Standorten, die für private Entwickler oft nur im Luxussegment rentabel wären. Die BImA übernimmt die Rolle der Bauherrin und orientiert sich an den Bedürfnissen der Stadt.

Ein Mosaikstein gegen die Wohnungsnot

Das Projekt fügt sich in eine Welle von Bauaktivitäten in Berlin ein. Es zeigt: Neben großen Neubaugebieten am Stadtrand bergen Nachverdichtung und Umnutzung im Bestand enormes Potenzial. Die Revitalisierung der brachliegenden Passagen hat positive städtebauliche Effekte – sie wertet das Umfeld auf und belebt das Quartier. Analysten sehen in der Arbeit öffentlicher Akteure einen notwendigen Gegenpol zur rein marktwirtschaftlichen Entwicklung.

Mit der erfolgten Grundsteinlegung hat die sichtbare Bauphase begonnen. In den kommenden Jahren entsteht hier ein modernes Wohnhaus. Für Berlin ist es ein Hoffnungsschimmer, dass auch an prominenten Adressen Raum für bezahlbares Wohnen geschaffen werden kann. Das Projekt könnte zum Vorbild für ähnliche Problemimmobilien in ganz Deutschland werden.

@ boerse-global.de