Bio-Rad, Laboratories

Bio-Rad Laboratories Aktie: Elliott sorgt für Fantasie

29.06.2026 - 04:59:44 | boerse-global.de

Die Übernahme von Bio-Techne durch Merck treibt die Bio-Rad-Aktie an. Spekulationen auf weitere Deals und der Investor Elliott stützen die positive Stimmung.

Bio-Rad Aktie: Milliardendeal im Sektor beflügelt Kurse
Bio-Rad - Eine abstrakte, atmosphärische Szene, die den Biotechnologiesektor darstellt. Eine sterile Laborumgebung mit weichem Licht, das Innovation and Potenzial andeutet. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Merck-Übernahme von Bio-Techne schlägt Wellen. Seit einer Woche legt die Bio-Rad-Aktie ordentlich zu – plus 7,3 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 264 Euro.

Der Auslöser sitzt im Sektor. Merck KGaA kauft Bio-Techne für 11,3 Milliarden Dollar. Ein klares Signal: Diagnostik- und Forschungsfirmen sind begehrt. Anleger spekulieren nun auf weitere Übernahmen. Bio-Rad gilt als möglicher Kandidat. Kein Wunder: Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Labor- und Diagnostikprodukten.

Elliott als Brandbeschleuniger

Hinzu kommt ein alter Bekannter. Der aktivistische Investor Elliott Management hält einen nennenswerten Anteil an Bio-Rad. Das sorgt schon länger für Zündstoff. Elliots Fokus: die milliardenschwere Beteiligung an Sartorius. Die Aktienposition hat in der Vergangenheit immer wieder für Ergebnis-Schwankungen gesorgt. Viele Analysten sehen darin einen Hebel, um den Wert von Bio-Rad zu steigern. Elliott selbst hält zudem direkt Sartorius-Aktien – ein ungewöhnlicher Doppelzug.

Technisches Bild und Zahlen

Die Aktie liegt mit 264 Euro klar über ihren kurzfristigen Durchschnittslinien. Der 50-Tage-Schnitt steht bei 244 Euro, der 100-Tage-Schnitt bei 242 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch von 285,70 Euro fehlen noch rund 7,6 Prozent. Das Hoch datiert vom November 2025.

Die operativen Zahlen sind solide, aber nicht spektakulär. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 1,1 Prozent auf 592,1 Millionen Dollar. Der akademische Markt schwächelt, regionale Konflikte belasten. Dennoch: Bio-Rad erwirtschaftete 78 Millionen Dollar freien Cashflow und kaufte im Quartal 176.000 eigene Aktien zurück.

Die strategische Linie bleibt: Cashflow stärken, Rückkäufe fortsetzen, in neue Produkte investieren. Der globale Markt für Laborinstrumente wächst – ein gutes Umfeld. Ob Elliott darauf drängt, den Sartorius-Anteil zu versilbern, wird sich zeigen. Für Anleger bleibt das die spannendste Frage der kommenden Monate.

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