Blackstone Aktie: Eigenkapital gegen Abflüsse
23.03.2026 - 07:35:14 | boerse-global.deBlackstone greift zu ungewöhnlichen Mitteln, um den Druck auf seinen Private Credit Fund (BCRED) zu mildern. Angesichts massiver Rückgabewünsche der Anleger im ersten Quartal 2026 investiert das Unternehmen nun eigenes Kapital. Damit reagiert der Finanzriese auf eine Welle von Auszahlungsanträgen, die das reguläre Limit des Fonds sprengten.
Ungewöhnliche Maßnahmen zur Stabilisierung
Normalerweise begrenzt der 82 Milliarden US-Dollar schwere Fonds die vierteljährlichen Rücknahmen auf fünf Prozent. Da die Anträge im laufenden Quartal jedoch 7,9 Prozent erreichten, hob der Vorstand das offizielle Angebot auf das Maximum von sieben Prozent an. Die verbleibende Lücke von etwa 400 Millionen US-Dollar schlossen Blackstone und seine Mitarbeiter durch direkte Investitionen in den Fonds.
Das Management betont, dass dieser Schritt nicht aus einem Mangel an Barmitteln resultiert. Ende 2025 verfügte der BCRED über mehr als acht Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Zudem flossen dem Fonds im ersten Quartal fast zwei Milliarden US-Dollar an neuen Geldern zu. Die direkte Beteiligung der Mitarbeiter soll die Struktur des Übernahmeangebots stützen und ein Signal der Stabilität an den Markt senden.
Stress im Private-Credit-Sektor
Die aktuelle Entwicklung spiegelt die angespannte Lage im gesamten Sektor für Privatkredite wider. Besonders Software- und KI-Unternehmen stehen unter Bewertungsdruck, was die Portfolios vieler Kreditgeber belastet. Einige Kredite in diesem Segment werden bereits unter der kritischen Marke von 80 Cent gehandelt, was auf drohende Ausfälle hindeutet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Blackstone?
Für den BCRED markierte der Februar 2026 mit einem Minus von 0,4 Prozent den ersten monatlichen Verlust seit über drei Jahren. Dennoch liegt die annualisierte Gesamtrendite seit Auflegung bei 9,5 Prozent. Die Blackstone-Aktie spiegelt die Unsicherheit im Sektor wider: Mit einem aktuellen Kurs von 95,49 Euro notiert das Papier seit Jahresbeginn knapp 30 Prozent im Minus.
Ausblick auf die Stabilität
Trotz der kurzfristigen Volatilität bleibt die langfristige Performance des Fonds ein Argument für das Management. Die Fähigkeit, die massiven Rückgabewünsche ohne Sperrung des Fonds zu bewältigen, unterscheidet Blackstone derzeit von einigen Wettbewerbern. Andere Branchengrößen mussten ähnliche Vehikel aufgrund des hohen Auszahlungsdrucks bereits komplett für Rücknahmen schließen.
Blackstone-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Blackstone-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten Blackstone-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Blackstone-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Blackstone: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Blackstone Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

