BlueBotics überbrückt mit SmartPass die Lücke zwischen AGV und AMR
07.04.2026 - 00:09:27 | boerse-global.deDas Schweizer Unternehmen revolutioniert die Intralogistik: Mit einer neuen Softwarefunktion vereint es die starre Effizienz klassischer Förderfahrzeuge mit der Flexibilität moderner Roboter. Die Technologie ist ab sofort verfügbar.
Während sich die globale Logistikbranche auf die Messe MODEX 2026 in Atlanta vorbereitet, festigt BlueBotics seine Führungsposition im Markt für mobile Roboter. Nach dem erfolgreichen Launch der Software SmartPass auf der LogiMAT Ende März rollt der Schweizer Pionier für autonome Navigation nun eine Serie technischer Updates aus. Sie überbrücken die operative Lücke zwischen herkömmlichen fahrerlosen Transportsystemen (AGV) und autonomen mobilen Robotern (AMR).
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Der Fokus liegt auf der sofortigen Verfügbarkeit von SmartPass für das weltweite Netzwerk der OEM-Partner. Branchenanalysten sehen darin einen Paradigmenwechsel für das Management von Störungen und Fahrzeugflotten in Industriebetrieben. Die Integration fortschrittlicher Navigationssoftware wie der Autonomous Navigation Technology (ANT) von BlueBotics wird zum Schlüsseltreiber für die Transformation von Hochlast-Umgebungen – von klassischen Lagern bis zu komplexen Flughafen-Bodendiensten.
Die technische Revolution: Flexibilität ohne Chaos
Jahrelang stand die Industrie vor der Wahl: die starre, aber effiziente Routenführung von AGVs oder die flexible, oft unberechenbare Natur von AMRs. Die neue SmartPass-Funktion löst dieses Dilemma. Sie ergänzt den standardmäßigen virtuellen Pfadfolge-Modus der ANT-Navigation mit intelligenter, konfigurierbarer Hindernisvermeidung.
Technisch bedeutet das: Die Fahrzeuge halten sich meist an ihre hoch effizienten virtuellen Pfade. Nur bei erkannten Hindernissen führen sie pragmatische Ausweichmanöver durch. Im Gegensatz zu traditionellen AMRs, die oft unvorhersehbare Routen nehmen, wählt ein ANT-Fahrzeug mit SmartPass stets den kürzesten Weg um ein Hindernis – innerhalb vordefinierter Grenzen.
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„Dieser Ansatz stellt sicher, dass die leistungsstarken Verkehrsmanagement-Funktionen des ANT-Servers auch während Ausweichmanövern greifen“, erklärt ein Branchenexperte. Diese systematische Bewegung verhindert die Deadlocks, die in frei navigierenden AMR-Flotten häufig vorkommen, wenn Roboter sich in engen Gassen gegenseitig blockieren. Die Technologie ist jetzt für alle Fahrzeugtypen verfügbar, inklusive automatisierter Gabelstapler.
VDA 5050: Der Schlüssel für gemischte Flotten
Parallel treibt BlueBotics die Einführung des Interoperabilitäts-Standards VDA 5050 voran. Dieser deutsche Standard der Automobilindustrie ermöglicht es dem ANT-Server, gemischte Flotten zu orchestrieren – bestehend aus eigenen „ANT-driven“ Fahrzeugen und kompatiblen Robotern anderer Hersteller.
Live-Demos auf der LogiMAT zeigten bereits Fahrzeuge von Herstellern wie Nipper, Pramac und Oppent, die nahtlos unter einem einzigen Managementsystem arbeiten. Für Großunternehmen, die oft einen Flickenteppich aus Roboterlösungen nutzen, ist dies ein Meilenstein. Die zentrale Steuerung von über 100 verschiedenen Fahrzeugmodellen reduziert die Komplexität von Automatisierungsprojekten erheblich und verbessert die Rendite.
Der ANT-Server bietet zudem verbesserte Missionsplanung und Simulations-Tools. Betreiber können so komplexe Logistikflüsse virtuell testen, bevor sie physisch umgesetzt werden. Weltweit sind bereits über 5.000 ANT-gesteuerte Fahrzeuge im Einsatz.
Strategische Stärke durch die Zapi Group
Das Wachstum von BlueBotics ist eng mit der Zugehörigkeit zur Zapi Group verknüpft, einem Global Player für Elektrifizierung. Diese Synergie zeigt sich besonders in Nischenmärkten wie der Flughafenlogistik. Angesichts chronischen Personalmangels steigt die Nachfrage nach autonomen Gepäckförderern und Bodengeräten bis 2035 voraussichtlich stark.
Die integrierte Strategie der Gruppe kombiniert die Navigationssoftware von BlueBotics mit Motion Controllern, Elektromotoren und Ladegeräten. Diese „Alles-aus-einer-Hand“-Lösung soll OEMs helfen, die Markteinführung neuer Fahrzeuge zu beschleunigen. Ein Vorzeigeprojekt ist die Partnerschaft mit Pramac für die X-ACT-Linie mobiler Logistikroboter.
Zusätzliche Sicherheit in gemischten Umgebungen – mit Menschen und Robotern – bringt eine Kooperation mit Ubiquicom. Die integrierte „Proximity Third Eye“-Technologie ist eine mehrstufige Kollisionsvermeidungslösung, die in Echtzeit Hindernisse erkennt.
Blick auf die MODEX: Standardisierung als Zukunftsthema
In der Woche ab dem 13. April 2026 wird BlueBotics auf der MODEX in Atlanta eine Reihe von Seminaren abhalten. Im Fokus stehen die dringendsten Herausforderungen der Branche: die Standardisierung von Flottenmanagern und Best Practices für die Hindernisvermeidung. Ein Highlight ist ein gemeinsames Seminar mit dem Industrieführer Kohler am 14. April zur Skalierung autonomer Flotten in großen Fabriken.
Bereits eine Woche später, am 21. und 22. April, folgt die fünfte „Future of Electrification“-Konferenz der Zapi Group. Die virtuelle Veranstaltung wird tausende Fachleute zusammenbringen, um den Übergang zu vollelektrischen, autonomen Betrieben zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt auf Praxisberichten und der Integration KI-gestützter Datenanalysen in das Flottenmanagement.
Die Industrieautomatisierung tritt in eine reifere Phase ein. Der Fokus verschiebt sich von Einzelhardware zu integrierten, softwaregetriebenen Ökosystemen. Funktionen wie SmartPass und das Bekenntnis zu Interoperabilitäts-Standards zeigen: Die Zukunft liegt in flexiblen, aber hochkontrollierten autonomen Systemen. Das Ziel der Betreiber ist klar: maximaler Durchsatz bei minimaler Ausfallzeit, unterstützt durch Navigationstechnologie, die ebenso präzise wie anpassungsfähig ist. Mit seiner ANT-Suite ist BlueBotics gut aufgestellt, diesen Wandel anzuführen.
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