BMW, Aktie

BMW Aktie: Neue Klasse nimmt Form an

27.03.2026 - 06:45:18 | boerse-global.de

BMW startet die Serienfertigung des vollelektrischen i3 im August 2026 und testet humanoide Roboter in Leipzig. Die Transformation schreitet voran, während Zölle die Marge belasten.

BMW Aktie: Neue Klasse nimmt Form an - Foto: über boerse-global.de
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München rüstet auf. Ab August 2026 rollt im Stammwerk der erste vollelektrische BMW i3 vom Band — ein Modell, das für den Konzern strategisch kaum wichtiger sein könnte. Gleichzeitig testet BMW in Leipzig erstmals humanoide Roboter in der deutschen Fertigung. Zwei Signale, die zeigen, wie konkret der Transformationskurs inzwischen geworden ist.

Der neue i3 als Schlüsselmodell

Der 3er ist seit Jahrzehnten das volumenstärkste und margenträchtigste Modell der Marke. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den elektrischen Nachfolger. Der BMW i3 50 xDrive startet mit 469 PS, einem 800-Volt-Ladesystem und bis zu 400 kW Ladeleistung — unter Idealbedingungen sollen zehn Minuten Ladezeit für 400 Kilometer reichen. Die angegebene WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 900 Kilometern.

Derzeit laufen im Münchner Werk Vorserienfahrzeuge vom Band, parallel zu laufender Serienproduktion. Die ersten Kundenauslieferungen sind für Herbst 2026 geplant. Ab 2027 produziert das Stammwerk dann ausschließlich Elektrofahrzeuge — der Verbrenner-Abschied ist damit terminiert.

Der i3 soll zudem als Blaupause dienen: Bis 2027 will BMW die neue Plattformtechnologie in 40 Modelle und Modellupdates integrieren.

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Roboter übernehmen die Batteriemontage

In Leipzig läuft parallel ein Pilotprojekt mit dem humanoiden Roboter AEON des Herstellers Hexagon Robotics. Seit Dezember 2025 ist AEON im Werk im Einsatz, ab April folgt ein weiterer Testlauf — die vollständige Pilotphase soll im Sommer 2026 beginnen. Der Fokus liegt auf der Hochvolt-Batteriemontage, einem Bereich, in dem Präzision und Arbeitssicherheit besonders zählen. Stellenabbau ist laut BMW nicht geplant.

Erfahrungen mit humanoiden Robotern hat der Konzern bereits gesammelt: Im US-Werk Spartanburg unterstützte ein Figure-02-Roboter über zehn Monate die Produktion von mehr als 30.000 BMW X3 und bewegte dabei über 90.000 Bauteile.

Zölle belasten die Marge

Die operative Aufbruchstimmung trifft auf einen finanziellen Gegenwind. Für 2026 rechnet BMW mit einer Zollbelastung von rund 1,25 Prozentpunkten der EBIT-Marge im Automobilsegment — bereits nach Gegenmaßnahmen. Das spiegelt sich auch im Kursverlauf wider: Mit rund 78 Euro notiert die Aktie knapp 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Dezember 2025.

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Beim BEV-Absatz läuft es besser. 2025 verkaufte BMW weltweit 442.059 vollelektrische Fahrzeuge, ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jedes sechste ausgelieferte Fahrzeug war damit rein elektrisch. 2026 peilt der Konzern das zwei-millionste vollelektrische Fahrzeug seiner Geschichte an — ein Meilenstein, den der Anlauf des i3 in München maßgeblich mitprägen soll.

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