BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / Retail-Investmentmarkt: gute ...
Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 12:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEine solche Anzahl konnte zuletzt in der ersten JahreshĂ€lfte 2022 registriert werden. Teil der Wahrheit ist allerdings auch, dass sich dies nicht im Investmentumsatz ablesen lĂ€sst, der mit rund 2,3 Mrd. EUR um knapp 21 % gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum nachgegeben hat. UrsĂ€chlich hierfĂŒr war ein sehr verhaltenes Marktgeschehen in den letzten drei Monaten (nur rund 892 Mio. EUR in Q2), wĂ€hrend die Retail-Sparte zu Jahresbeginn unterstrichen hat, dass auch QuartalsumsĂ€tze von fast 1,5 Mrd. EUR (rund 1,37 Mrd. EUR in Q1) durchaus möglich sind. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate
"Hierzu fehlten zuletzt jedoch die gröĂeren Umsatztreiber: Knapp 95 % aller Deals fielen im zweiten Quartal unter die 50-Mio.-EUR-Marke, gut 73 % der Investments sind sogar den Kategorien bis maximal 20 Mio. EUR zuzuordnen. Zu den gröĂten VerkĂ€ufen im laufenden Jahr gehörten im Portfoliosektor bisher der Verkauf des aus 37 LebensmittelmĂ€rkten bzw. Fachmarktzentren bestehenden Powerfoods-Portfolio und im Einzeldealsegment die Highstreet-Prestigeobjekte Alsterhaus in Hamburg, Alte Akademie in MĂŒnchen und das Shoppingcenter Höfe am BrĂŒhl in Leipzig", erlĂ€utert Christoph Scharf, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail Services.
Nicht zuletzt durch die vorgenannten Highstreet-Investments haben sowohl GeschĂ€fts- (gut 22 %) als auch KaufhĂ€user (rund 12 %) ein gestiegenes Ergebnis verbucht. Klar dominierend bleibt jedoch die Food- und Fachmarktsparte mit ĂŒber 51 % des Volumens und 58 % der Deals. Aber auch Shoppingcenter kommen auf einen guten Marktanteil von knapp 14 %.
A-Standorte in der Breite mit höheren UmsÀtzen
Die A-Standorte können im laufenden Jahr eine wesentlich lebhaftere Halbjahresbilanz verbuchen als noch 2025: Mit gut 895 Mio. EUR erreichen sie einen deutlich höheren Umsatz als im Vorjahreszeitraum (rund 335 Mio. EUR), der hauptsÀchlich von kleineren Investments getragen wurde. Insgesamt verzeichnen sogar alle Top-InvestmentmÀrkte in den ersten sechs Monaten gestiegene Resultate.
An die Spitze setzen sich hierbei die SĂŒd- bzw. Nord-Metropolen MĂŒnchen (229 Mio. EUR) und Hamburg (226 Mio. EUR) - getrieben durch die beiden Highstreet-Top-Deals der Alten Akademie und des Alsterhauses. Weitere nennenswerte UmsatzbeitrĂ€ge haben ebenfalls Berlin (167 Mio. EUR) und DĂŒsseldorf (165 Mio. EUR) generiert, wobei in der Hauptstadt die hier zu verortenden Assets des Powerfoods Portfolios die gröĂte Rolle spielten, wĂ€hrend in der nordrheinwestfĂ€lischen Landeshauptstadt immer wieder kleinere, oftmals luxusgeankerte Highstreet-Objekte zu vermelden sind. Die Standorte Frankfurt (59 Mio. EUR), Stuttgart
(42 Mio. EUR) und Köln (7 Mio. EUR) waren nur in geringem MaĂe am Gesamtergebnis beteiligt.
Bei den Netto-Spitzenrenditen haben sich im zweiten Quartal bei einzelnen Objektarten leichte VerÀnderungen abgezeichnet: So sind BaumÀrkte um 25 Basispunkte auf 6,20 % gestiegen und bei Shoppingcentern ging es um 10 Basispunkte auf 6,00 % nach oben. Ihre Werte halten konnten im Jahresverlauf dagegen einzelne SupermÀrkte/Discounter (4,90 %) und Fachmarktzentren (4,60 %).
Perspektiven
Auch wenn der Retail-Investmentmarkt im zweiten Quartal durch ein relativ verhaltenes Marktgeschehen geprĂ€gt war, stimmen nicht zuletzt die hohe Dealanzahl und die breite Umsatzverteilung ĂŒber die unterschiedlichen Objektsparten fĂŒr das dritte Quartal optimistisch. Dies zeigt sich auch im Assetklassenvergleich, wo der Einzelhandelssektor im Vergleich mit den beiden weiteren Top-Segmenten der BĂŒro- und Logistikobjekte unverĂ€ndert die meisten Transaktionen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt beisteuern kann.
Gerade vor dem Hintergrund, dass die nach wie vor bestehenden geopolitischen und finanzmarktgetriebenen Unsicherheiten in oft langwierigen VermarktungszeitrĂ€umen zum Ausdruck kommen, ist es nicht ungewöhnlich, wenn ein isoliert betrachtetes Quartalsergebnis eine geringere Dynamik entfaltet. In diesem Zusammenhang verbergen sich sowohl hinter den bereits laufenden als auch den jĂŒngst initiierten VermarktungsansĂ€tzen kurz- bis mittelfristig sehr gute Umsatzpotenziale. Dies gilt nicht zuletzt fĂŒr Food- und Fachmarkt-Investments, die mit aktuell mehr als 50 % Marktanteil auch in der zweiten JahreshĂ€lfte den Unterschied zwischen einer gesunkenen oder gestiegenen Gesamtbilanz ausmachen könnten. DarĂŒber hinaus stehen im Highstreet-Segment insbesondere GeschĂ€ftshĂ€user mit international renommierten Luxusankermietern immer wieder im Fokus.
"Bei der Entwicklung der Spitzenrenditen ist davon auszugehen, dass sich diese je nach Objektart, und Standort auch im dritten Quartal relativ heterogen prÀsentieren werden. Insgesamt sind jedoch gerade vor dem Hintergrund der bereits registrierten leichten Renditeanstiege nur marginale VerÀnderungen zu erwarten", so Christoph Scharf.
Link zum Marktbericht: https://ots.de/eJNLT5
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