Boliden, Aktie

Boliden Ab Aktie: Gewinn vervierfacht sich

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 10:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Boliden verzeichnet im zweiten Quartal einen vervierfachten Nettogewinn und hÀlt trotz operativer Herausforderungen an den Jahreszielen fest.

Boliden Aktie: Gewinnsprung dank hoher Metallpreise im Q2 2026
Abstrakte Darstellung der Bergbau- und Metallindustrie mit warmem goldenem Licht, das Wachstum und positive finanzielle Leistung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Steigende Metallpreise haben bei Boliden im zweiten Quartal 2026 mehr wettgemacht als so mancher erwartet hĂ€tte. Trotz eines Erdbebens in der Garpenberg-Mine und eines schleppenden Anlaufs der Odda-Erweiterung meldet der schwedische Bergbaukonzern einen krĂ€ftigen Gewinnsprung — und hĂ€lt an seinen Jahreszielen fest.

Metallpreise tragen den Quartalsgewinn

Der Umsatz kletterte auf 25,73 Milliarden schwedische Kronen, nach 22,29 Milliarden im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis stieg auf 3,19 Milliarden Kronen von zuvor 1,09 Milliarden — bereinigt um die Neubewertung der ProzessbestĂ€nde verdoppelte sich der operative Gewinn auf 2,87 Milliarden Kronen. Der Nettogewinn zog auf 2,22 Milliarden Kronen an, der Gewinn je Aktie stieg auf 7,81 Kronen von 2,02 Kronen im Vorjahr.

Höhere Kupfer- und Zinkpreise sowie krĂ€ftige Notierungen bei Edelmetallen trieben das Ergebnis. Die 2025 ĂŒbernommenen Minen Somincor und Zinkgruvan lieferten einen soliden Beitrag und glichen die schwĂ€chere Entwicklung in Garpenberg aus, wo die Produktion nach dem seismischen Ereignis im MĂ€rz plangemĂ€ĂŸ wieder anlief. In Aitik verbesserte sich das Mahlvolumen, wĂ€hrend der Ausbau des ZinkhĂŒttenwerks Odda langsamer voranschreitet als ursprĂŒnglich geplant.

Geopolitische Spannungen trieben die Kosten fĂŒr Energie, Transport und Chemikalien nach oben. Der freie Cashflow blieb mit minus 2,11 Milliarden Kronen negativ, verbesserte sich aber deutlich gegenĂŒber den minus 12,35 Milliarden Kronen im Vorjahresquartal — der Ausbau der LagerbestĂ€nde belastete weiterhin.

Jahresziele bleiben nahezu unverÀndert

Beim Ausblick zeigt sich Boliden kaum verunsichert. Die geplante Investitionssumme von 15,5 Milliarden Kronen fĂŒr 2026 bleibt bestehen, ebenso die Erzgehalte und ProduktionsschĂ€tzungen fĂŒr nahezu alle Minen. Einzige Ausnahme ist Tara: Dort senkt der Konzern die erwartete Mahlmenge um 0,2 Millionen auf 1,6 Millionen Tonnen.

Auch die Wartungskosten in den SchmelzhĂŒtten bleiben mit insgesamt 450 Millionen Kronen fĂŒr das Gesamtjahr im Rahmen der bisherigen Planung, verteilt auf jeweils 50 Millionen Kronen im dritten und vierten Quartal. Boliden schloss den Handelstag mit 505,80 Kronen um 0,28 Prozent im Plus. Die vollstĂ€ndige Prognose fĂŒr 2027 will das Unternehmen am 8. Dezember vorlegen — fĂŒr Garpenberg wird dabei bereits jetzt ein Mahlvolumen von 2,3 Millionen Tonnen in Aussicht gestellt.

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