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Deutsche Telekom hebt Jahresprognose und plant höhere Dividende

13.11.2025 - 15:45:53

BONN - Die Deutsche Telekom DE0005557508 hat im dritten Quartal einmal mehr vom starken GeschÀft ihrer US-Tochter T-Mobile US US8725901040 profitiert.

(neu: Kursentwicklung aktualisiert, Entwicklung bei GlasfaseranschlĂŒssen)

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom DE0005557508 hat im dritten Quartal einmal mehr vom starken GeschĂ€ft ihrer US-Tochter T-Mobile US US8725901040 profitiert. Der Umsatz legte in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Plus lag dabei im Rahmen der Vorhersagen von Analysten. Zudem hob das Management die Jahresprognose erwartungsgemĂ€ĂŸ leicht an. Gebremst wurde das Wachstum bei dem in Euro ausgewiesenen Umsatz vom schwachen US-Dollar. Die Dividende soll fĂŒr 2025 von 0,90 Euro auf ein Rekordniveau von 1,00 Euro angehoben werden. Zudem plant das Management fĂŒr 2026 AktienrĂŒckkĂ€ufe in Höhe von bis zu 2 Milliarden Euro.

An der Börse legte die Aktie zu Handelsbeginn zunĂ€chst zu, kam im weiteren Verlauf aber vom bisherigen Tageshoch von 27,74 Euro wieder zurĂŒck und drehte ins Minus. Zuletzt notierte sie 1,2 Prozent tiefer bei 26,97 Euro. Im laufenden Jahr hat die Aktie rund fĂŒnf Prozent verloren.

FĂŒr Experte Paul Sidney vom Analysehaus Berenberg erfĂŒllten Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda AL) die Erwartungen, allerdings dank der bereits bekannten GeschĂ€ftsentwicklung in den USA. Wegen dieser hĂ€tten die Bonner auch den Ausblick angehoben. Die deutschen ServiceumsĂ€tze hĂ€tten hingegen enttĂ€uscht.

Akhil Dattani von JPMorgan verwies darauf, dass die Deutsche Telekom zwar auf dem Heimatmarkt schwĂ€cher als erwartet abgeschnitten habe. Dies sei aber grĂ¶ĂŸtenteils durch positive Überraschungen andernorts ausgeglichen worden.

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal um 1,5 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro, wie das im Dax DE0008469008 notierte Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Dabei belastete der schwache US-Dollar. Bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und VerkÀufe von Unternehmensteilen lag das Wachstum bei 3,3 Prozent. Bei den Service-UmsÀtzen - also ohne GerÀteverkÀufe gerechnet - lag das organische Wachstum bei 3,6 Prozent.

Mittlerweile macht die Deutsche Telekom ĂŒber drei Viertel ihrer UmsĂ€tze im Ausland, vor allem in den USA. Die US-Tochter T-Mobile US legte im dritten Quartal - wie bereits bekannt - krĂ€ftig zu.

Auf dem Heimatmarkt sank der Umsatz um 1,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, da zusĂ€tzliche Einnahmen rund um die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2024 diesmal nicht ausgeglichen werden konnten. Die Telekom gewann im dritten Quartal in Deutschland 314.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden unter den eigenen Marken. Die Service-UmsĂ€tze stiegen organisch leicht um 0,4 Prozent.

Das GeschĂ€ft mit BreitbandanschlĂŒssen war leicht rĂŒcklĂ€ufig, was auf einen starken Wettbewerb zurĂŒckzufĂŒhren sei. Bei den GlasfaseranschlĂŒssen verzeichnete die Telekom aber Fortschritte. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Kunden von "Fiber to the Home" (FTTH) bei der Telekom um 155.000 und damit so stark wie noch nie. "Man sieht, die Investitionen in Glasfaser sind richtig, [aber] die Monetarisierung ist noch immer zu langsam", sagte Finanzchef Christian Illek. Im TV-Segment konnten die Bonner etwas zulegen.

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda AL) legte auf Konzernebene um 0,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zu. Organisch lag das Wachstum hier bei 2,9 Prozent.

Unter dem Strich verbuchte die Deutsche Telekom einen bereinigten Gewinn von rund 2,7 Milliarden Euro - ein Plus von 14,3 Prozent. Analysten hatten hier mit weniger gerechnet. Ohne Bereinigung ging der Gewinn um 17,9 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro zurĂŒck. Als Grund fĂŒr die Differenz fĂŒhrte das Unternehmen einen positiven Effekt durch SondereinflĂŒsse ein Jahr zuvor an - diesmal belasteten diese. Der freie Zahlungsmittelfluss (Free Cashflow AL) ging im dritten Quartal um 9,2 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zurĂŒck.

FĂŒr das laufende Jahr erwartet das Management um Telekom-Chef Timotheus Höttges beim operativen Ergebnis nun zu konstanten Wechselkursen aus dem Vorjahr (1,08 Dollar je Euro) einen Wert von rund 45,3 Milliarden Euro, beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) von rund 20,1 Milliarden Euro. Bisher hatte der Dax-Konzern mehr als 45 Milliarden Euro operatives Ergebnis und mehr als 20 Milliarden Euro an Barmittelzufluss auf dem Zettel. Die wichtige US-Tochter T-Mobile US hatte ihren Ausblick zuvor leicht angehoben.

Allerdings ist bei den Zielen ein durchschnittlicher Wechselkurs von 1,08 Dollar je Euro aus dem Vorjahr unterstellt. Mittlerweile ist dieser deutlich gestiegen und liegt bei ĂŒber 1,15 Dollar. Bei der reinen Umrechnung der Zahlen aus dem US-GeschĂ€ft dĂŒrfte das also auf Jahressicht bremsend wirken.

@ dpa.de