Bosch ordnet GeschÀft rund um Wasserstoff neu
20.02.2025 - 09:41:31Der Technologiekonzern konzentriert sich kĂŒnftig stĂ€rker auf die Technik fĂŒr die Wasserstoff-Erzeugung und das Angebot von Elektrolyse-Komponenten, wie das Unternehmen in Gerlingen bei Stuttgart mitteilte.
Die Technik und Serienentwicklung von Systemen zur dezentralen Energieversorgung auf Basis der Festoxid-Brennstoffzellentechnik (SOFC) werden eingestellt. In dem Bereich sind ĂŒberwiegend in Deutschland 550 Personen beschĂ€ftigt. FĂŒr sie sollen sozialvertrĂ€gliche Lösungen gesucht werden. Ein Teil der BeschĂ€ftigten könnte im Bereich der Elektrolyse unterkommen.
In den letzten zehn Jahren hatte Bosch gemeinsam mit Partnern die Festoxid-Brennstoffzellentechnologie fĂŒr Systeme zur dezentralen Energieversorgung weiterentwickelt. Der Markt habe sich in der jĂŒngeren Vergangenheit jedoch anders entwickelt als erwartet. Zum einen werden laut Mitteilung vor allem Systeme einer höheren Leistungsklasse mit CO2-Abscheidung nachgefragt, was die Rahmenbedingungen fĂŒr den wirtschaftlichen Betrieb deutlich anspruchsvoller macht. Zum anderen habe die Verstromung von Wasserstoff in Europa, insbesondere in Deutschland, noch nicht die erforderliche PrioritĂ€t. "Im Ergebnis entsteht weiterer Entwicklungsaufwand in den kommenden Jahren, der die Wirtschaftlichkeit signifikant reduziert."
Das Unternehmen kĂŒndigte zugleich an, dass es die Technologiepartnerschaft mit Ceres Power geordnet beenden will. Den vertraglichen Verpflichtungen komme man nach. Seit August 2018 hatten die Schwaben mit dem Unternehmen bei der Entwicklung von stationĂ€ren Brennstoffzellen und Brennstoffzellen-Stacks zusammengearbeitet.

