ROUNDUP, Bund

Bund und LĂ€nder vertagen Entscheidung zum Deutschlandticket

27.06.2025 - 15:51:54

Bund und LĂ€nder haben sich grundsĂ€tzlich fĂŒr den Erhalt des Deutschlandtickets ĂŒber das Jahr 2025 hinaus bereiterklĂ€rt, sind sich aber bei der Finanzierung noch nicht einig.

"Bund und LÀnder bekennen sich dazu", sagte die saarlÀndische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) nach einer Sonderkonferenz der Verkehrsminister in Berlin zu Zukunft des Fahrscheins. Auch der neue Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) habe, so Berg weiter, "gesagt, dass er auch weiter mit ihm Boot bleibt".

UnabhĂ€ngig von der generellen Einigung ist die finanzielle Ausgestaltung des Tickets zwischen Bund und LĂ€ndern weiter offen. Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und LĂ€ndern konnten sich nicht einigen. Knackpunkt bleibt, wie mögliche Mehrkosten fĂŒr die Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen. Auch ĂŒber den kĂŒnftigen Preis des Abos, der bisher bei 58 Euro pro Monat liegt, gab es kein Übereinkommen.

NĂ€chste Verhandlungsrunde im Herbst

"Wir LĂ€nder, wir stehen zum Deutschlandticket", sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) im Anschluss an die Sitzung. Über die 1,5 Milliarden Euro, die die LĂ€nder bisher zugesagt haben, könnten diese aber nicht mehr zahlen, betonte er. Bayern hat derzeit den Vorsitz in der Verkehrsministerkonferenz (VMK). Bernreiter verwies auf weitere Verhandlungen auf der nĂ€chsten regulĂ€ren VMK-Sitzung im Herbst in Straubing.

Das Deutschland-Abo gibt es seit Mai 2023; es ermöglicht seinen Inhaberinnen und Inhabern bundesweit Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr. Der Preis fĂŒr das Ticket hat sich im Januar um neun Euro auf 58 Euro pro Monat erhöht.

Finanziert wird das Angebot vor allem mit Mitteln von Bund und LĂ€ndern, die jeweils 1,5 Milliarden Euro zuschießen. Mehrkosten wurden bisher ĂŒber die Preissteigerung und ĂŒbriggebliebene Mittel aus dem Jahr 2023 abgedeckt. Doch fĂŒr die Zeit nach 2025 gibt es noch keine Regelung.

@ dpa.de