Ăzdemir Ă€uĂert VerstĂ€ndnis fĂŒr Bauernproteste
08.01.2024 - 19:38:33"Dass viele Landwirtinnen und Landwirte immer noch sagen, das reicht ihnen nicht, kann ich nachvollziehen. Das ist ihr gutes Recht", sagte der GrĂŒnen-Politiker am Montag in Berlin. Andererseits sei es so, dass man angesichts der Probleme bei der Haushaltssanierung schwierige Kompromisse finden mĂŒsse. Er wĂŒrde es sich auch anders wĂŒnschen, aber so sei nun einmal die Haushaltslage, die er nicht Ă€ndern könne.
Ăzdemir verwies darauf, dass die PlĂ€ne auch nach Warnungen von seiner Seite korrigiert worden seien. Es sei gelungen, die Streichung der Kfz-Steuerbefreiung voll zurĂŒckzunehmen. Agrardiesel-VergĂŒnstigungen sollten zumindest in drei Schritten und nicht sofort zurĂŒckgenommen werden. Der Minister sprach sich dafĂŒr aus, nun auch Alternativen wie Biodiesel zu prĂŒfen und die Position der Bauern zu verbessern. Er denke etwa daran, wie man die Marktmacht der Landwirtschaft stĂ€rken könne. Ăzdemir warb auch erneut fĂŒr eine dauerhaft gesicherte Finanzierung fĂŒr einen Umbau der Tierhaltung zu höheren Standards.
Am Montag demonstrierten Tausende Landwirte, Bus- und Lastwagenfahrer in vielen Regionen Deutschlands. Sie blockierten Autobahnauffahrten und zogen mit Traktorkolonnen in die StĂ€dte. Ăzdemir dankte dem Bauernverband und anderen Organisationen, dass sie Versuche von rechts, die Proteste zu unterwandern, deutlich abgelehnt hĂ€tten. "Die Mehrheit der deutschen Landwirtinnen und Landwirte hat damit nichts zu tun, sondern vertritt ihre Anliegen mit demokratischen Mitteln." Ăzdemir wies Kritik der Union an der Ampel-Koalition zurĂŒck. In den vergangenen 40 Jahren seien die Agrarminister in 31 Jahren von CDU und CSU gestellt worden.

