Warken, Patienten

Warken: Patienten profitieren von mehr Steuerung

27.01.2026 - 16:04:44

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken setzt mit einer stĂ€rkeren Steuerung zu Facharztterminen auf eine bessere Orientierung und kĂŒrzere Wartezeiten fĂŒr Patientinnen und Patienten.

Sie profitierten von mehr Navigation und einer schnelleren Versorgung entsprechend der medizinischen Notwendigkeit, sagte die CDU-Politikerin nach einem AuftaktgesprĂ€ch fĂŒr eine geplante Reform mit Branchenvertretern in Berlin. KapazitĂ€ten der Ärztinnen und Ärzte könnten auch effizienter und gezielter eingesetzt werden.

Die schwarz-rote Koalition will ein verbindliches PrimĂ€rarztsystem einfĂŒhren, bei dem Patientinnen und Patienten in der Regel primĂ€r, also zuerst, in eine Hausarztpraxis gehen. Diese soll sie bei Bedarf - und mit einem Termin in einem bestimmten Zeitraum - an FachĂ€rzte ĂŒberweisen. Kommen soll außerdem eine online-gestĂŒtzte EinschĂ€tzung von Beschwerden noch vor Praxisbesuchen. Warken sagte, ein erster Gesetzentwurf solle bis zum Sommer erarbeitet werden. Greifen solle das neue System dann voraussichtlich 2028.

Kein neuer Flaschenhals

Der Chef der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte, es solle kein "Flaschenhalssystem" werden, das Menschen von der Versorgung fernhalte. Eine bessere Zuordnung von Patienten spare aber zumindest kurzfristig auch kein Geld. Die stellvertretende Chefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Stefanie Stoff-Ahnis sagte, der eigentliche Durchbruch werde durch eine Kopplung der digitalen ErsteinschĂ€tzung mit einer E-Überweisung und einer einheitlichen digitalen "Terminbörse" entstehen.

@ dpa.de