UnterstĂŒtzung fĂŒr Dobrindts PlĂ€ne zu aktiver Cyberabwehr
27.10.2025 - 15:49:49Dabei geht es um Attacken auf die Urheber von Cyberangriffen gegen Deutschland, wenn deren Server im Ausland stehen.
GrĂŒnen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sagte dem "Handelsblatt", man stehe dem Vorhaben offen gegenĂŒber, wenn es dem Minister "nun endlich ernst damit ist, eine kohĂ€rente und rechtsstaatliche IT-Sicherheitspolitik zu verfolgen". Die VorschlĂ€ge Dobrindts zeigten, dass die Bundesregierung beginne, "dynamischer und proaktiver die wachsenden Bedrohungslagen zu kontern".
Systeme manipulieren oder stören
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte auf Anfrage, bei der aktiven Cyberabwehr gehe es um intervenierende MaĂnahmen, mit denen ein Angriff gestoppt oder abgemildert werde. "Dabei werden die zum Angriff genutzten informationstechnischen Systeme oder deren Datenverkehre mit informationstechnischen Mitteln manipuliert oder gestört".
Es handele sich ausdrĂŒcklich nicht um digitale VergeltungsschlĂ€ge, bei denen die gesamte IT-Infrastruktur eines mutmaĂlichen Angreifers als Ziel betrachtet werde, sagte der Sprecher. Solche Angriffe werden umgangssprachlich auch als "Hackback" bezeichnet. Der Begriff "Hackback" werde von der Bundesregierung grundsĂ€tzlich nicht verwendet, erklĂ€rte der Sprecher. Er sei unprĂ€zise und unterstelle MaĂnahmen, die nach deutscher Rechtsordnung und auch völkerrechtlich nicht zulĂ€ssig seien.
Dobrindt sagte in einem "Handelsblatt"-Interview, er bereite zur Abwehr von Cyberangriffen aus dem Ausland eine GesetzesÀnderung vor, die er kommendes Jahr im Kabinett vorstellen wolle.

