Russisches Vermögen: Lösung am 18. Dezember angestrebt
05.12.2025 - 22:26:24"Die besondere Betroffenheit Belgiens in der Frage einer Nutzbarmachung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte ist unbestreitbar und muss in jeder denkbaren Lösung so adressiert werden, dass alle europÀischen Staaten dasselbe Risiko tragen", sagte Merz nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius nach dem GesprÀch. An diesem hatte auch EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen teilgenommen.
Die drei seien sich einig gewesen, dass in der aktuellen geopolitischen Lage die Zeit drĂ€nge, hieĂ es. Sie hĂ€tten festgestellt, dass die finanzielle UnterstĂŒtzung der Ukraine von zentraler Bedeutung fĂŒr die Sicherheit Europas sei. Merz, De Wever und von der Leyen vereinbarten nach Angaben des Regierungssprechers, ihren Austausch mit dem Ziel fortzusetzen, bis zum EuropĂ€ischen Rat am 18. Dezember eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Der gröĂte Teil des russischen Vermögens lagert in Belgien
Merz und von der Leyen versuchen seit Wochen, De Wever davon zu ĂŒberzeugen, seinen Widerstand gegen einen Plan zur Nutzung von eingefrorenen Geldern der russischen Zentralbank fĂŒr die Ukraine aufzugeben. Der Belgier spielt dabei eine zentrale Rolle, weil mit etwa 185 Milliarden Euro ein GroĂteil der Vermögenswerte vom BrĂŒsseler Finanzinstitut Euroclear verwaltet wird.
De Wever lehnte den Plan bis zuletzt mit Verweis auf rechtliche und finanzielle Risiken ab. So fĂŒrchtet er um die Existenz von Euroclear und sieht auch die Gefahr, dass Russland Vergeltung gegen andere europĂ€ische Privatpersonen und Unternehmen ĂŒbt und etwa Enteignungen in Russland vornimmt.
Als Voraussetzungen dafĂŒr, dass Belgien ungeachtet der Gefahren doch mitmacht, hatte De Wever drei Bedingungen genannt. Demnach muss garantiert sein, dass eine Vergemeinschaftung aller möglichen Risiken erfolgt und ab dem ersten Moment der Umsetzung des Plans mĂŒssen ausreichend finanzielle Garantien bestehen, um potenziellen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

