Merz macht NordlĂ€ndern Hoffnung auf mehr Geld fĂŒr HĂ€fen
04.11.2025 - 12:16:03"Wir wollen versuchen, hier mehr zu tun, damit die Hafeninfrastruktur gut ausgebaut wird. Denn die SeehĂ€fen sind fĂŒr Deutschlands Exportwirtschaft von wirklich existenzieller Bedeutung", sagte Merz nach einem Treffen mit der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Die gemeinsame Sitzung war Teil des Antrittsbesuchs des Kanzlers in Schwerin.
Dabei hatte MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) nach eigenen Worten noch einmal die Notwendigkeit zusĂ€tzlicher Bundeshilfen fĂŒr die HĂ€fen betont. Die bislang zugesagten Mittel in Höhe von jĂ€hrlich 38 Millionen Euro reichten lĂ€ngst nicht aus. "Die norddeutschen BundeslĂ€nder sind strukturell wichtig fĂŒr ganz Deutschland und wir haben den Kanzler noch einmal gebeten, zu schauen, wie aus dem Sondervermögen des Bundes, aus den 300 Milliarden, noch mal die Finanzierung der HĂ€fen erhöht werden kann", sagte Schwesig.
Konkrete Zusagen vom Kanzler bekam sie indes nicht. "Ich nehme diese Bitte mit und versuche eine Lösung in Berlin zu erzielen", sagte Merz. Er rĂ€umte allerdings ein, dass die Hafeninfrastruktur in Deutschland "vielleicht ein bisschen zu sehr im Schatten des StraĂenverkehrs und des Luftverkehrs gestanden" habe.
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe und der Deutsche Gewerkschaftsbund hatten den Bund jĂŒngst aufgefordert, jĂ€hrlich 500 Millionen Euro fĂŒr die Unterhaltung, Modernisierung und Digitalisierung der HĂ€fen bereitzustellen. Der Investitionsbedarf wurde mit rund 15 Milliarden Euro veranschlagt.

