Merz, Europas

Merz will Europas Macht mit EU-Haushaltsreform stÀrken

14.05.2026 - 12:22:56 | dpa.de

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich fĂŒr eine "grundlegende Modernisierung" des EU-Haushalts ausgesprochen, um Europa als eigenstĂ€ndige Macht in einer Welt im Umbruch zu festigen.

In seiner Rede bei der Verleihung des Karlspreises an Mario Draghi in Aachen sprach er sich dafĂŒr aus, die mittelfristige Finanzplanung der EuropĂ€ischen Union mehr auf militĂ€rische und wirtschaftliche StĂ€rke auszurichten.

Klare Absage an neue Schulden

"Verschlankte Struktur, Investitionen in WettbewerbsfĂ€higkeit und Verteidigung, den Fokus auf europĂ€ische Mittel fĂŒr europĂ€ische Politik. All das ist nötig, weil die Mittel begrenzt sind", sagte Merz. Neuen Schulden erteilte er eine klare Absage. "Diesen Weg kann Deutschland schon aus verfassungsrechtlichen GrĂŒnden nicht mitgehen."

Der EU-Haushalt wird jeweils fĂŒr sieben Jahre festgelegt. Aktuell wird ĂŒber das Budget fĂŒr 2028 bis 2034 verhandelt, das nach einem Vorschlag der EuropĂ€ischen Kommission inflationsbereinigt 1,76 Billionen Euro umfassen soll. Deutschland trĂ€gt als grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der EU den mit Abstand grĂ¶ĂŸten Teil dazu bei.

Merz moniert, dass der Haushalt immer noch "geradezu planwirtschaftlich" fĂŒr sieben Jahre erstellt werde und ĂŒber zwei Drittel des Geldes "in Umverteilung und Subventionen" fließen wĂŒrden. Er will das Budget nun vor allem zur StĂ€rkung der europĂ€ischen SouverĂ€nitĂ€t in einer Welt nutzen, in der Großmachtpolitik von Staaten wie den USA, China und Russland eine bestimmende Rolle spielt.

"Europa hat sich aufgemacht, eine Macht zu werden"

Der Kanzler hatte sich schon bei frĂŒheren Reden dafĂŒr eingesetzt, dass die EU auf ihre eigene militĂ€rische und wirtschaftliche StĂ€rke setzen mĂŒsse. "Wir mĂŒssen selbstbewusst unsere eigenen Interessen definieren. Und wir mĂŒssen bereit sein, fĂŒr die Wahrung dieser Interessen auch etwas einzusetzen", sagte er nun in Aachen.

Europa sei aufgewacht und habe verstanden, dass es sich nur ĂŒber wirtschaftliche und sicherheitspolitische StĂ€rke in dieser Welt zu behaupten könne. "Europa hat sich aufgemacht, eine Macht zu werden, eine Macht, die den StĂŒrmen dieser neuen Zeit trotzt."

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