Merz, GesprÀche

Merz sieht GesprÀche der EuropÀer mit Putin skeptisch

06.02.2026 - 12:37:14

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich skeptisch zu möglichen direkten GesprĂ€chen europĂ€ischer Staats- oder Regierungschefs mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin ĂŒber ein Ende des Ukraine-Kriegs geĂ€ußert.

Er erinnerte wĂ€hrend seiner Reise durch die Golfregion Abu Dhabi an einen Besuch des ungarischen MinisterprĂ€sidenten Viktor Orban in Moskau, dessen Ergebnis wenige Tage spĂ€ter "heftigste Bombardements bis hin zu einem Kinderkrankenhaus in Kiew" gewesen seien. "Ich möchte keine GesprĂ€che fĂŒhren, die zu solchen Ergebnissen fĂŒhren, sondern ich möchte alle GesprĂ€che unterstĂŒtzen, die dem Ziel dienen, diesen Krieg zu beenden", sagte Merz.

"Keine unabgestimmten Einzelmaßnahmen"

Die EuropĂ€er wĂŒrden sich - wenn ĂŒberhaupt - nur abgestimmt untereinander und mit der Ukraine und den USA in den Verhandlungsprozess einschalten, wenn es denn hilfreich wĂ€re. "Aber wir werden sicher keine unabgestimmten Einzelmaßnahmen ergreifen, die zum Gegenteil dessen fĂŒhren, was wir alle gemeinsam erreichen wollen", betonte Merz.

Die europÀische Seite wolle dazu beitragen, dass die derzeit laufenden GesprÀche zwischen der Ukraine, Russland und den USA erfolgreich verlaufen. Aber man werde "hier keine parallelen GesprÀchskanÀle öffnen".

Macrons Berater in Moskau

UnterhÀndler der Ukraine, Russlands und der USA hatten sich am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen. Die GesprÀche sollen nach dem Wunsch des ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj "in allernÀchster Zeit" fortgesetzt - wahrscheinlich in den USA. Die EuropÀer sind daran nicht beteiligt.

Macron selbst hatte sich zuletzt fĂŒr direkte GesprĂ€che der EuropĂ€er mit Putin ausgesprochen. Sein außenpolitischer Berater Emmanuel Bonne war diese Woche nach Moskau gereist. Merz sagte dazu: "Das ist mit uns eng abgestimmt gewesen. Wir haben darĂŒber schon seit lĂ€ngerer Zeit gesprochen."

@ dpa.de