Merz, Trump

Merz zu Trump: Handelsvertrag mit der EU oder gar nicht

04.03.2026 - 05:21:26 | dpa.de

Bundeskanzler Friedrich Merz ist Drohungen von US-PrÀsident Donald Trump, die Wirtschaftsbeziehungen zu Spanien zu kappen, entschieden entgegengetreten.

"Ich habe ihm sehr deutlich gesagt: Du kannst hier keinen isolierten Vertrag mit Deutschland abschließen oder einen Vertrag mit ganz Europa, aber Spanien nicht. Hier sitzen wir alle zusammen in einem Boot", sagte der CDU-Politiker in den ARD-"Tagesthemen" nach einem Treffen mit Trump in Washington.

Trump hatte bei einer öffentlichen Begegnung mit Merz vor Journalisten scharfe Kritik an Madrid geĂŒbt. "Einige europĂ€ische LĂ€nder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten", sagte er mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. "Spanien hat tatsĂ€chlich gesagt, dass wir ihre StĂŒtzpunkte nicht nutzen dĂŒrfen." Als Reaktion darauf kĂŒndigte Trump an, er werde den Handel mit Spanien einstellen.

Mit Blick auf den US-Zollkonflikt mit der EU betonte Merz vor der Presse, dass Spanien Mitglied der EuropĂ€ischen Union sei: "Und als solches fĂŒhren wir Verhandlungen ĂŒber ein Zollabkommen mit den USA nur gemeinsam oder gar nicht", sagte er. Es gebe keinen Weg, Spanien besonders schlecht zu behandeln. Verhandlungen zum EU-Binnenmarkt fĂŒhrt die EU-Kommission im Namen aller 27 Mitglieder. Einzelne Mitgliedstaaten wie Deutschland können laut EU-VertrĂ€gen keine eigenstĂ€ndigen Handelsabkommen mit Drittstaaten wie den USA abschließen.

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