Merz, Macron

Merz widerspricht Macron bei Bevorzugung von EU-Unternehmen

11.02.2026 - 20:02:51

Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt eine umfassende Bevorzugung europÀischer Produkte bei Verwendung öffentlicher Gelder zur StÀrkung der Wirtschaft des Kontinents ab.

Er setze sich fĂŒr einen Ansatz "Made with Europe" ("Mit Europa gemacht") ein, so Merz bei einem Gipfeltreffen mit Wirtschaftsvertretern und anderen Staats- und Regierungschefs in Antwerpen.

Der Bundeskanzler stellt sich damit gegen den französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron, der Quoten fĂŒr Produkte "Made in Europe" ("In Europa gemacht") einfĂŒhren will. Macron bemĂ€ngelte, dass Europa oft in nicht-europĂ€ische Lösungen investiere. Dazu fand er in der belgischen Hafenstadt deutliche Worte: "Wir sind verrĂŒckt."

"Made in Europe" könnte zu eng gefasst sein, mahnte Merz. EuropĂ€ische PrĂ€ferenzregeln mĂŒssten "klug" eingesetzt werden - nur fĂŒr kritische, strategische Sektoren und nur als letztes Mittel. "Und wir brauchen unsere Handelspartner, wir mĂŒssen sie einbeziehen", so der CDU-Politiker.

EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen zeigte sich offen fĂŒr den französischen Vorstoß, knĂŒpfte ihn aber auch an Bedingungen. Eine bevorzugte Behandlung europĂ€ischer Firmen mĂŒsse mit den industriellen PrioritĂ€ten in Einklang stehen und auf einer soliden wirtschaftlichen Analyse beruhen. PrĂ€sident Macron wirbt seit langem fĂŒr die eingebaute PrĂ€ferenz bei öffentlichen Investitionen, die auch als "Buy European" ("Kauf europĂ€isch") bekannt ist.

@ dpa.de

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