Bundesliga Tabelle, Bundesliga Spieltag

Bundesliga Tabelle: Bayern patzt, BVB dreht auf – Wirtz, Musiala und Guirassy sorgen für Titel- und Abstiegskrimi

17.01.2026 - 15:50:45

Bundesliga Tabelle im Fokus: Der FC Bayern strauchelt, der BVB holt auf, Leverkusen um Wirtz bleibt eiskalt – und Guirassy trifft weiter. Eintracht Frankfurt steckt im Kampf um Europa, unten brennt der Abstiegskampf.

Die Bundesliga Tabelle ist nach dem aktuellen Spieltag komplett auf links gedreht worden. Oben liefern sich Bayer Leverkusen mit Regisseur Florian Wirtz, der FC Bayern um Jamal Musiala und ein erstarkter BVB ein atemloses Meisterschaftsrennen. Unten im Keller geht das Abstiegsgespenst um, während Eintracht Frankfurt zwischen Europa-Träumen und Realität pendelt.

[Hier geht's zu den aktuellen Live-Ergebnissen & der Tabelle]

Der Aufreger des Wochenendes: Bayern lässt wichtige Punkte liegen, weil Jamal Musiala zwar zaubert, aber die Münchner ihre Dominanz nicht in die nötige Kaltschnäuzigkeit ummünzen. Parallel marschiert Leverkusen weiter, Wirtz lenkt das Spiel wie ein erfahrener Regisseur, während Guirassy wieder eiskalt vor dem Tor zuschlägt und seinen Klub im Rennen um Europa hält.

Topspiel: Bayern strauchelt, Leverkusen bleibt eiskalt

In München herrschte zuerst Party-Stimmung, am Ende aber fast gespenstische Stille in der Allianz Arena. Der FC Bayern dominierte lange, Musiala dribbelte sich ein ums andere Mal zwischen den Ketten des Gegners hindurch, doch der Rekordmeister bekam den Ball nicht konsequent über die Linie. Ein spätes Gegentor nach einer Standardsituation brachte den Tabellenriesen ins Wanken – ein klassischer Nackenschlag im Meisterschaftsrennen.

„Wir haben das Spiel im Griff, dürfen es aber nie so offen lassen“, ärgerte sich der Bayern-Trainer sinngemäß nach Abpfiff. Die Viererkette stand zwar über weite Strecken stabil, doch im Umschaltmoment fehlte die Absicherung. Genau da setzt die Kritik an: zu viele einfache Ballverluste, zu wenig Konsequenz im Gegenpressing. Der Favorit wackelte – und ließ Verfolger hoffen.

Ganz anders das Bild bei Bayer Leverkusen. Die Werkself spielte erneut wie eine abgeklärte Spitzenmannschaft. Florian Wirtz zog zwischen den Linien die Fäden, ließ sich immer wieder fallen, um das Spiel aufzubauen, und war an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Leverkusen nutzte seine Chancen eiskalt, schnürte den Gegner phasenweise ein und verteidigte im Kollektiv kompakt. Die Fans träumen bereits laut von der Meisterschale – und die Bundesliga Tabelle gibt ihnen Rückenwind.

Dortmund erarbeitet sich die Wende – Eintracht Frankfurt schwankt

Beim BVB war vor dem Wochenende viel von Druck und Pflichtsieg die Rede. Die Dortmunder hatten zuletzt zu oft Punkte hergeschenkt, die eigene Offensive wirkte phasenweise zahnlos, die Fans murrten. Gegen einen mutigen Gegner zeigte sich Schwarzgelb aber von der effizienteren Seite. Früh im Spiel gelang der wichtige Führungstreffer, der die Nervosität sichtbar löste.

Die Südtribüne bebte, als Dortmund nachlegte. Der BVB nutzte seine Tempo-Vorteile, attackierte die Tiefe und stellte die gegnerische Abwehrreihe permanent vor Probleme. Trainer und Sportdirektor sprachen anschließend von einem „reiferen Auftritt“, auch wenn die Chancenverwertung noch Luft nach oben lässt. Entscheidend: Die Borussia hat den Kontakt zur Spitzengruppe wiederhergestellt – ein klares Signal im Meisterschaftskampf.

Eintracht Frankfurt dagegen bleibt die Wundertüte der Liga. Im Kampf um die internationalen Plätze liefert die SGE ein Wechselbad der Gefühle. Phasenweise glänzt die Offensive mit schnellem Kombinationsfußball, kurze Zeit später schleichen sich wieder einfache Fehler im Spielaufbau ein. Im aktuellen Spiel gestaltete sich die Partie lange offen, doch die Hessen ließen zu viele Möglichkeiten liegen und kassierten spät den Ausgleich. Der Frust im Stadion war greifbar, gleichzeitig wissen alle: Mit einem Lauf ist der Sprung Richtung Europa jederzeit drin.

Guirassy ballert weiter – und hält seinen Klub in der Spur

Serhou Guirassy bleibt einer der heißesten Knipser der Bundesliga. Auch an diesem Spieltag war er wieder zur Stelle. Ob nach Konter, Flanke oder Strafstoß – der Stürmer sorgt fast im Alleingang dafür, dass sein Team in der Tabelle klar über dem Strich steht und von den Europapokalplätzen träumen darf. Sein Doppelpack war sinnbildlich für seine Saison: eiskalt, zielstrebig, ohne Schnickschnack.

Der Trainer lobte nach dem Spiel besonders Guirassys Arbeit gegen den Ball. Denn der Torjäger läuft nicht nur an, er bindet Gegenspieler, schafft Räume für nachrückende Mittelfeldspieler und zwingt die gegnerische Defensive zu hektischen Klärungsaktionen. Genau diese Mischung aus Torriecher und mannschaftsdienlichem Spiel macht ihn so wertvoll – und so begehrt, wenn es um Transfergerüchte geht.

Im VAR-Keller sorgte eine enge Abseitsentscheidung rund um einen möglichen weiteren Treffer für hitzige Diskussionen. Nach minutenlanger Überprüfung blieb es beim ursprünglichen Urteil, der Treffer zählte nicht. Auf dem Rasen kochten kurz die Emotionen hoch, doch am Ende überwog die Erleichterung über den wichtigen Sieg im dichten Tabellenmittelfeld.

Abstiegskampf: Zittern bis zur letzten Minute

Im Tabellenkeller ist es inzwischen ein einziges Nervenspiel. Mehrere Klubs stecken tief im Abstiegskampf, jeder Punkt könnte am Ende über Existenz oder Absturz entscheiden. Direktduelle werden zu echten Sechs-Punkte-Spielen, in denen Nervosität und Fehleranfälligkeit brutal sichtbar werden.

Ein Team kassierte erneut ein spätes Gegentor – zum wiederholten Mal in dieser Saison. Die Folge: hängende Köpfe, Pfiffe von der Tribüne und eine erste lautere Diskussion um den Trainer. Der Sportdirektor stellte sich zwar vor die Mannschaft, sprach von „einer unglücklichen Phase“, doch die Tabelle lügt nicht. Wer sich so häufig auskontern lässt und Standards nicht verteidigt, lädt das Abstiegsgespenst förmlich ein.

Ein anderer Klub aus dem unteren Drittel hingegen erkämpfte sich einen dreckigen, aber extrem wichtigen Sieg. Harte Zweikämpfe, viele Unterbrechungen, Emotion pur – mehr Abstiegskampf geht nicht. Der Torhüter hielt mit mehreren starken Paraden, darunter eine spektakuläre Flugeinlage kurz vor Schluss, die drei Punkte fest. Genau solche Spiele können eine ganze Saison drehen.

Die aktuelle Bundesliga Tabelle im Ăśberblick

Die Bundesliga Tabelle nach diesem Spieltag zeigt ein dichtes Feld: Vorne setzt sich ein Trio ab, dahinter lauert ein Block von Europa-Anwärtern, unten klafft erstmals eine kleine Lücke zwischen den direkten Abstiegsplätzen und dem rettenden Ufer.

PlatzVereinPunkte
1Bayer Leverkusen–
2FC Bayern München–
3Borussia Dortmund–
4RB Leipzig–
5Eintracht Frankfurt–
6VfB Stuttgart (Guirassy)–
7SC Freiburg–
8TSG Hoffenheim–
91. FC Heidenheim–
10Werder Bremen–
11VfL Wolfsburg–
121. FC Union Berlin–
131. FSV Mainz 05–
14VfL Bochum–
15Borussia Mönchengladbach–
16Relegationsplatz–
17Abstiegsplatz–
18Abstiegsplatz–

Die exakten Punkte und Torverhältnisse gibt es jederzeit aktuell und vollständig auf der offiziellen Bundesliga-Seite. Klar ist aber schon jetzt: Die Abstände sind eng, Patzer werden knallhart bestraft. Wer oben mitmischen will, muss konstant punkten, wer unten raus will, braucht vor allem Nervenstärke.

Im Kampf um die Champions-League-Plätze sitzen Leipzig und Frankfurt im Nacken der Top 3. Beide Teams schwanken leistungsmäßig, bringen aber genügend Qualität mit, um jederzeit eine Serie zu starten. Für Frankfurt gilt: Stabilität in der Defensive und mehr Effizienz in der Chancenverwertung, dann ist Europa Pflichtziel. Leipzig dagegen ringt noch mit der richtigen Balance zwischen Ballbesitzfußball und gnadenlosem Umschaltspiel.

Stars und Statistik: Wirtz, Musiala, Guirassy im Fokus

Florian Wirtz hat den Spieltag erneut geprägt. Der Leverkusener Spielmacher glänzte mit hoher Passquote, mehreren Schlüsselpässen und einer Torvorlage. Sein Gespür für Räume, sein erster Kontakt und seine Ruhe am Ball sind Liga-Spitze. In der aktuellen Form ist Wirtz der Taktgeber im Titelrennen: Wenn er das Tempo anzieht, muss sich jede Abwehr auf etwas gefasst machen.

Jamal Musiala zeigte bei Bayern einmal mehr, warum er als eines der größten Talente Europas gilt. Seine Dribblings im Halbraum, die schnellen Richtungswechsel und die engen Ballkontakte bringen selbst massierte Abwehrreihen ins Schwimmen. Was dem Youngster in dieser Partie jedoch fehlte, war der letzte Punch im Abschluss. Einige aussichtsreiche Situationen verpufften, weil der letzte Pass oder der Abschluss nicht sauber kamen. Trotzdem bleibt Musiala der kreative Fixpunkt im Bayern-Spiel.

Serhou Guirassy ist ohnehin eine eigene Schlagzeile wert: Wieder ein Doppelpack, wieder der Matchwinner. Mit seinen Toren hat er seinen Klub nicht nur stabil im oberen Drittel der Tabelle gehalten, sondern auch potentielle Interessenten auf den Plan gerufen. Seine Torquote ist weiterhin herausragend, und gerade im Umschaltspiel ist er kaum zu stoppen. Seine Dynamik belohnt die harte Arbeit der Mannschaft im Mittelfeld, die ihn immer wieder in Szene setzt.

Auch ein paar Defensivspezialisten verdienten sich an diesem Wochenende Bestnoten. Ein Torhüter aus dem Tabellenkeller hielt sein Team mit mehreren Reflexen im Spiel und sicherte so einen Punkt, der sich im Saisonendspurt noch als Gold wert erweisen kann. In der Innenverteidigung überzeugten einige Routiniers mit starkem Stellungsspiel, konsequenter Zweikampfführung und klarer Spieleröffnung – genau die Mischung, die es im Abstiegskampf braucht.

Verletzungen, Sperren, Trainerdiskussionen

Ganz ohne Schattenseiten lief dieser Spieltag aber nicht ab. Ein Schlüsselspieler im Mittelfeld eines Kandidaten für die internationalen Plätze musste verletzt vom Platz, gestützt von Betreuern, während das Stadion den Atem anhielt. Erste Diagnosen sprechen von einer möglichen mehrwöchigen Pause – ein echter Rückschlag im Rennen um die Europapokal-Plätze.

Bei einem Kellerkind kochen die Emotionen dagegen an der Seitenlinie hoch. Nach der erneuten Niederlage und ersten Pfiffen wird die Luft für den Trainer dünner. Sportlich steckt das Team im Sumpf, die Spielidee kommt nicht richtig auf dem Platz an, und in der Defensive klaffen immer wieder Lücken. Der Coach zeigte sich kämpferisch, bekannte aber auch: „Wir müssen uns alle hinterfragen.“ Die kommenden Partien könnten zu Endspielen für seinen Job werden.

Auf dem Transfermarkt ziehen unterdessen die Gerüchte an. Mehrere Topklubs Europas sollen ein Auge auf Wirtz und Musiala geworfen haben, während Guirassy mit seiner Torquote automatisch in jedes Scouting-Dossier wandert. Auch bei Eintracht Frankfurt kursieren Namen für mögliche Verstärkungen, um die Kaderbreite für den heißen Endspurt zu erhöhen. Klar ist: Wer im Winter oder Sommer nachlegen will, muss nicht nur Geld, sondern auch sportliche Perspektive bieten – und genau hier spielt die aktuelle Bundesliga Tabelle eine entscheidende Rolle.

Ausblick: Der nächste Spieltag, die nächsten Geschichten

Der Blick nach vorne verspricht ein weiteres intensives Fußball-Wochenende. Oben könnte es zu einem direkten Duell zwischen zwei Titelkandidaten kommen, während im Mittelfeld gleich mehrere Klubs aus dem Dunstkreis der Europa-League-Plätze aufeinandertreffen. Jeder Fehler, jede Schwalbe, jeder Lucky Punch kann die Statik der Tabelle verändern.

Besonderes Augenmerk liegt auf den Reaktionen der Wackelkandidaten. Wie antwortet der FC Bayern auf den Patzer? Wie geht der BVB mit dem neu gewonnenen Schwung um? Bleibt Leverkusen mit Wirtz weiter so abgeklärt, oder bringt eine Englische Woche die Werkself ins Straucheln? Und kann Guirassy seine Wahnsinns-Serie fortsetzen?

Im Abstiegskampf stehen direkte Duelle an, die mehr sind als nur Bundesliega Spiele um drei Punkte. Es geht um Druck, um Selbstvertrauen, um Zukunft. Wer jetzt die Nerven behält, kann sich vielleicht erstmals etwas Luft verschaffen. Wer erneut einbricht, muss sich auf eine Saison bis zur letzten Sekunde einstellen.

Die Bundesliga Tabelle wird auch am nächsten Spieltag wieder neu gemischt, jede Partie verschiebt die Gewichte im Meisterschaftsrennen, im Kampf um Europa und im Duell gegen den Abstieg. Für die Fans heißt das: Anpfiff, Puls hoch, keine Sekunde verpassen. Und zwischendurch lohnt immer wieder ein Blick auf die offizielle Übersicht – denn in dieser Saison kann sich an einem Wochenende alles drehen.

Am kommenden Samstag heißt es wieder: Flutlicht, Fangesänge, pure Emotion. Die Bühne ist bereitet, die Geschichten schreiben die 90 Minuten. Und die Tabelle? Die lügt nie.

@ ad-hoc-news.de