Deutschland hÀlt 2025 Klimaziele ein - aber nur knapp
14.03.2026 - 14:05:16 | dpa.deDie Fortschritte bei der Reduktion des Treibhausgas-AusstoĂes seien zu gering, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Deutschland hielt nach den Daten des Umweltbundesamts (UBA) im vergangenen Jahr seine Klimaziele zwar ein - aber nur knapp. Der RĂŒckgang klimaschĂ€dlicher Emissionen habe sich verlangsamt, teilte das Amt mit.
Nach den UBA-Daten sank der AusstoĂ an Treibhausgasen 2025 um 0,1 Prozent gegenĂŒber 2024. Die gesamten Emissionen lagen bei 648,9 Millionen Tonnen sogenannter CO2-Ăquivalente. Damit wurde die nach dem Klimaschutzgesetz zulĂ€ssige Gesamtmenge um rund 12,8 Millionen Tonnen unterschritten.
Ziel 2030
Seit 1990 habe Deutschland damit seine Treibhausgasemissionen um 48 Prozent reduziert, heiĂt es im UBA-Bericht. Das gesetzliche Ziel, den AusstoĂ bis 2030 um 65 Prozent gegenĂŒber 1990 zu reduzieren, bleibe nach der aktuellen Projektion erreichbar. DafĂŒr brauche es allerdings zusĂ€tzliche KlimaschutzmaĂnahmen. Die Bundesregierung will Ende MĂ€rz ein Klimaschutzprogramm vorstellen. Die UBA-Berechnungen werden nun von einem Expertenrat fĂŒr Klimafragen, einem unabhĂ€ngigen Wissenschaftler-Gremium, ĂŒberprĂŒft. Es legt spĂ€ter einen eigenen Bericht vor.
Sorgenkinder GebÀude und Verkehr
In den einzelnen Sektoren ergibt sich ein gemischtes Bild. In der Industrie sanken 2025 aufgrund der schwachen Konjunktur die Emissionen. Das UBA nannte als wesentlichen Grund geringere Produktionsmengen in energieintensiven Branchen und den sinkenden Einsatz fossiler EnergietrĂ€ger wie Kohle, Ăl und Gas. Nahezu unverĂ€ndert blieben die Emissionen in der Energiewirtschaft und der Landwirtschaft.
GroĂen Handlungsbedarf sieht das Umweltbundesamt im Verkehr und bei GebĂ€uden. In beiden Sektoren stiegen die Emissionen sogar, Klimaziele wurden erneut verfehlt. Trotz eines stetig wachsenden Bestands an Elektroautos sei 2025 der Absatz fossiler Kraftstoffe verglichen mit dem Vorjahr gestiegen.
Im GebĂ€udesektor sei die Steigerung der Emissionen vor allem auf die kĂŒhlere Witterung in der Heizperiode zurĂŒckzufĂŒhren, heiĂt es. Das Tempo beim Umstieg auf klimafreundliche Energien sei noch zu niedrig.
Droht "KlimalĂŒcke" durch Reform?
Union und SPD wollen das von der Ampel und maĂgeblich vom frĂŒheren Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) vorangetriebene GebĂ€udeenergiegesetz grundlegend reformieren. Zentrale Vorgaben des "Heizungsgesetzes" sollen gekippt werden. Eckpunkte fĂŒr eine Reform sehen vor, dass der Einbau von Gas- und Ălheizungen weiter möglich sein soll, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden.
UmweltverbĂ€nde warnen vor RĂŒckschritten beim Klimaschutz. In einer Studie des Ăko-Instituts hieĂ es, die geplanten Ănderungen fĂŒhrten zu deutlich höheren Treibhausgasemissionen im GebĂ€udesektor.
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