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12.12.2024 - 14:42:05Die Inflation hat im Euroraum deutlich nachgegeben und befindetsich im November mit 2,3 Prozent nur noch knapp oberhalb des mittelfristigenInflationsziels von 2 Prozent. BVR-PrĂ€sidentin Marija Kolak: "Die Geldpolitikhat die Inflation mit groĂem Erfolg eingedĂ€mmt und kann die Konjunktur mitsinkenden Leitzinsen unterstĂŒtzen. Eine gröĂere Zinssenkung um 50 Basispunkte,wie sie im Vorfeld der Entscheidung diskutiert wurde, wĂ€re angesichts derUnsicherheit ĂŒber die kommende Inflationsentwicklung ein zu groĂer Schrittgewesen."
Der kĂŒnftige zinspolitische Kurs der EZB sollte von den konjunkturellen Datenund dem globalen Umfeld bestimmt werden. Kolak: "Die Geldpolitik sollte imkommenden Jahr flexibel agieren. Weitere Zinssenkungen sind kein Automatismus,sondern hĂ€ngen davon ab, ob sich das Lohnwachstum im Euroraum verlangsamt undvom internationalen Umfeld keine neuen Inflationsgefahren ausgehen. DieEuropĂ€ische Zentralbank sollte, wenn nötig, auch einmal eine Zinspause einlegen.Eine nachhaltige Stabilisierung der Inflation in der NĂ€he des Zwei-Prozent-ZielsstĂ€rkt das Verbrauchervertrauen und trĂ€gt damit auch positiv zur konjunkturellenEntwicklung bei."
Die jĂŒngsten Zahlen zur Verbraucherpreisinflation zeigen nach EinschĂ€tzung desBVR, dass sich der AufwĂ€rtsdruck der Tariflöhne nur langsam beruhigt, was diePreise vor allem bei den Dienstleistungen nach oben treibt. Zuletzt sind dieDienstleistungspreise im November um 3,9 Prozent und damit weit oberhalb desZwei-Prozent-Inflationsziels gestiegen. ZusĂ€tzliche Inflationsgefahren könntensich aufgrund der Konflikte im Nahen Osten ergeben, wenn dies zu einemdeutlichen Anstieg der Ălpreise fĂŒhrt. Auch könnte die EinfĂŒhrung von Zölleninfolge der Handelspolitik des gewĂ€hlten US-PrĂ€sidenten Donald Trump dieInflation erhöhen, insbesondere wenn dies mit Gegenzöllen der EuropĂ€ischen Unionbeantwortet wĂŒrde.
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