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ChemikalienhĂ€ndler Brenntag hebt Gewinnprognose fĂŒr 2026 erneut an

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 16:26 Uhr | dpa.de

(Kurs aktualisiert)ESSEN - Eine weiterhin gute Nachfrage stimmt den ChemikalienhĂ€ndler Brenntag DE000A1DAHH0 noch optimistischer fĂŒr das laufende Jahr.

(Kurs aktualisiert)

ESSEN (dpa-AFX) - Eine weiterhin gute Nachfrage stimmt den ChemikalienhĂ€ndler Brenntag DE000A1DAHH0 noch optimistischer fĂŒr das laufende Jahr. Nur wenige Wochen nach einer Erhöhung der Gewinnprognose traut sich die UnternehmensfĂŒhrung um Chef Jens Birgersson in der Tendenz noch mehr zu. Bei Anlegern an der Börse kam das gut an.

Konkret erwartet Brenntag laut Mitteilung vom Freitag "auf Grundlage des anhaltend positiven Starts in das dritte Quartal" fĂŒr 2026 nun einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro. Erst im Juni hatte der Dax DE0008469008-Konzern die Prognose auf 1,25 bis 1,40 Milliarden Euro angehoben. Analysten haben aktuell im Schnitt 1,38 Milliarden Euro auf dem Zettel.

Der Brenntag-Aktienkurs lag am Nachmittag nach einem festen Start leicht im Minus. Am Vormittag war er bis auf 66,68 Euro nach oben und damit auf den höchsten Stand seit MĂ€rz 2025 geschnellt. FĂŒr 2026 steht fĂŒr Brenntag ein Kursplus von fast einem Drittel zu Buche, wĂ€hrend der Dax gut 7 Prozent vorne liegt.

Wie ebenfalls seit Juni auf Basis vorlĂ€ufiger Resultate bekannt ist, dĂŒrfte das operative Ergebnis im zweiten Quartal "um die 450 Millionen Euro" liegen. Dies wĂ€re ein Plus von fast 35 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreswert. Die endgĂŒltigen Zahlen und Details zur GeschĂ€ftsentwicklung soll es am 12. August geben. Noch zu Jahresbeginn hatte Brenntag unter den Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten gelitten, Umsatz und operatives Ergebnis waren im ersten Quartal spĂŒrbar zurĂŒckgegangen. Doch in der Folge spielte der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus, durch die sonst rund ein FĂŒnftel des Weltölhandels lĂ€uft, einigen europĂ€ischen Chemiekonzernen sogar in die HĂ€nde.

Sie konnten weiterhin verlĂ€sslich liefern und teilweise sogar die Preise deutlich anheben, wĂ€hrend vor allem asiatische Anbieter wegen ihrer starken AbhĂ€ngigkeit von den Lieferungen aus Nahost unter den gestörten Logistikketten und VersorgungsengpĂ€ssen litten. Fraglich bleibt aber, wie lange der RĂŒckenwind durch diese Sonderkonjunktur anhĂ€lt.

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