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Chief Productivity Officer: Neues Top-Amt für KI und Mensch

10.02.2026 - 18:14:12

Immer mehr Unternehmen erwägen die Einführung eines Chief Productivity Officers, um KI-Potenziale zu heben und Mensch-Maschine-Symbiosen zu schaffen. Die Rolle ist jedoch umstritten.

Ein neuer Vorstandsposten soll die Lücke zwischen KI-Technologie und Mitarbeitern schließen – und so Produktivität und Geschäftserfolg maximieren. Der Chief Productivity Officer (CPO) könnte die Unternehmensführung revolutionieren.

Die rasante Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) zwingt Konzerne zum Umdenken. Immer mehr Unternehmen prüfen die Einführung eines Chief Productivity Officers (CPO). Diese neue Vorstandsposition soll die traditionellen Grenzen zwischen Personalwesen (HR) und Informationstechnologie (IT) einreißen. Ihr Ziel: Eine nahtlose Symbiose von Mensch und Maschine schaffen, um neue Produktivitätsreserven zu heben.

Warum ein CPO? KI beendet das Silo-Denken

Der Haupttreiber für den neuen Posten ist die Komplexität des modernen Arbeitsplatzes. KI und Automatisierung verändern Jobprofile in atemberaubendem Tempo. Bisher verwaltete die IT die Technologie-Plattformen, während HR für die Menschen zuständig war. Diese Trennung führt oft zu strategischen Fehlausrichtungen. Die Potenziale von KI bleiben ungenutzt.

„Die Ära von generativer KI macht diese Aufteilung unhaltbar“, sagt ein Branchenanalyst. Es brauche eine integrierte Führung, die Arbeitsabläufe so gestaltet, dass sie die Stärken von Mensch und KI optimal verbindet. Der CPO soll genau diese Lücke schließen. Seine Aufgabe: Vom getrennten Funktionsdenken hin zu einem ganzheitlichen System übergehen, das Mitarbeitererfahrung, digitale Tools, Qualifizierung und intelligente Automatisierung als Einheit betrachtet.

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Vom Verwalten zum Gestalten: Fokus auf Ergebnisse

Anders als klassische Vorstandsrollen ist der CPO von Haus aus cross-funktional aufgestellt. Sein Mandat ist es nicht, Abteilungen zu verwalten, sondern Ergebnisse zu steuern. Der Fokus verschiebt sich von Inputs wie Softwarebeschaffung oder Einstellungen hin zum gesamten System, das Geschäftserfolge produziert.

In der Praxis bedeutet das: Der CPO entwickelt Rahmenwerke und Analysen, um die Produktivität im gesamten Unternehmen zu messen und zu verbessern. Er identifiziert Aufgaben für die Automatisierung, treibt Umschulungsprogramme für die Zusammenarbeit mit KI voran und fördert eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung. Die Rolle dreht sich weniger um die Technologie selbst, sondern um ihren strategischen und ethischen Einsatz für Wachstum.

Debatte: Neuer Posten oder neue Denkweise?

Die Idee eines CPO gewinnt an Fahrt, doch ihre Umsetzung ist umstritten. Befürworter argumentieren, dass nur eine eigene Vorstandsposition die nötige Autorität und den Fokus bietet, um organisatorische Trägheit zu überwinden. Ohne einen dedizierten Verantwortlichen für das integrierte System bleibe die Verantwortung diffus, Ineffizienzen würden fortbestehen.

Kritiker halten dagegen: Ein neuer Titel sei kein Allheilmittel. Stattdessen brauche es eine engere strategische Partnerschaft zwischen dem Chief Human Resources Officer (CHRO) und dem Chief Information Officer (CIO). Wenn diese bereits effektiv zusammenarbeiteten, sei eine hybride Rolle überflüssig. Die Gefahr: Unter einem CPO könnten Entscheidungen zu techniklastig werden – oder die Technologie werde nie voll ausgeschöpft, weil das tiefe Systemverständnis fehlt. Der Kern der Debatte ist die strategische Notwendigkeit der Integration, unabhängig von der organisatorischen Lösung.

Teil eines größeren Trends: Die Spezialisierung der Chefetage

Der CPO ist Teil eines größeren Trends zur Spezialisierung in der Unternehmensführung. Als Antwort auf neue Geschäftsprioritäten entstanden in den letzten Jahren bereits Rollen wie der Chief AI Officer, Chief Data Officer oder Chief Sustainability Officer.

Die Nachfrage nach Führungskräften, die technologisches Know-how mit einem tiefen Verständnis menschlichen Verhaltens verbinden, wird weiter steigen. Ein effektiver CPO benötigt Expertise in Datenkompetenz, Verhaltenswissenschaft und strategischer Geschäftsausrichtung. Ob diese Funktion nun offiziell so heißt oder nicht: Sie wird für jedes Unternehmen, das in der digitalen Ära wettbewerbsfähig bleiben will, unverzichtbar.

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