China, MilitÀrmanöver

China setzt MilitÀrmanöver rund um Taiwan fort

30.12.2025 - 06:19:30

China hat sein großes MilitĂ€rmanöver rund um Taiwan am zweiten Tag mit weiteren Übungen fortgesetzt.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das chinesische MilitĂ€r berichtete, fĂŒhrte das zustĂ€ndige Ostkommando der Volksbefreiungsarmee Übungen nördlich und sĂŒdlich der Insel durch.

GeĂŒbt worden seien unter anderem EinsĂ€tze gegen Seeziele sowie Luftabwehr- und U-Boot-Abwehr, hieß es. Zum Einsatz kamen demnach Zerstörer, Fregatten sowie Kampf- und Bomberflugzeuge. Auch habe das MilitĂ€r SchieĂŸĂŒbungen mit scharfer Munition durchgefĂŒhrt.

Große Zahl chinesischer Flugzeuge und Drohnen

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Taipeh wurden bis Dienstagmorgen innerhalb eines Tages 130 EinsĂ€tze chinesischer MilitĂ€rflugzeuge und Drohnen rund um die Insel registriert. Das ist der zweithöchste Wert fĂŒr einen solchen Zeitraum. Nur im Oktober 2024 wurden wĂ€hrend des Manövers "Joint Sword 2024B" mit 153 FlĂŒgen noch mehr AktivitĂ€ten gezĂ€hlt.

ZusÀtzlich registrierte Taiwan 14 chinesische Kriegsschiffe, acht weitere staatliche Schiffe sowie einen Höhenballon.

China hatte das Manöver am Montag unter dem Codenamen "Mission Gerechtigkeit 2025" begonnen. Peking bezeichnete die Übungen als "ernste Warnung" an "separatistische KrĂ€fte".

Manöver folgt auf Zusage fĂŒr US-Waffenlieferungen

Seit 2022 hat China mehrfach große MilitĂ€rĂŒbungen dieser Art rund um Taiwan abgehalten. Beobachter sehen in dem aktuellen Manöver auch eine Reaktion auf jĂŒngst von den USA genehmigte Waffenlieferungen an Taiwan. Zugleich verschĂ€rften sich zuletzt die Spannungen mit Japan, nachdem die Regierung in Tokio erklĂ€rt hatte, die Sicherheit Taiwans sei eng mit der Sicherheit Japans und der Region verbunden.

China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets, obwohl die Insel eine von Peking unabhÀngige und demokratisch gewÀhlte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des MilitÀrs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen.

@ dpa.de