China kritisiert EU-Anpassung bei Zöllen auf E-Autos scharf
21.08.2024 - 06:21:36Die Antisubventionsuntersuchung der EU stehe im Widerspruch zu den Regeln der Welthandelsorganisation und sei ein Akt des unlauteren Wettbewerbs unter dem Deckmantel des fairen Wettbewerbs, teilte das Handelsministerium in Peking mit. BrĂŒssel habe in der endgĂŒltigen Entscheidung die Ansichten Chinas nicht vollstĂ€ndig aufgenommen und beharre auf seinem falschen Vorgehen.
WĂ€hrend der Ermittlungen hatten Peking und die Autoindustrie laut dem Handelsministerium juristische Dokumente und Beweise vorgelegt, um sich gegen die unangemessenen Praktiken der EU zu verteidigen. Demnach hĂ€tten beide Seiten seit Juni in mehr als zehn Treffen zu dem Fall beraten. Die "falsche Vorgehensweise" der EU-Kommission werde die StabilitĂ€t der globalen Lieferkette in der Branche stören und die Interessen europĂ€ischer Verbraucher schĂ€digen, warnte die chinesische Behörde. Die EU sollte konkrete MaĂnahmen ergreifen, um einer Eskalation in dem Handelsstreit vorzubeugen.
Die Bekanntgabe der EU
Die EU hatte mitgeteilt, keine vorlĂ€ufigen Zusatzzölle auf chinesische E-Autos zu erheben. Eigentlich war vorgesehen, dass in bestimmten FĂ€llen rĂŒckwirkend hohe Ausgleichszölle von bis zu 37,6 Prozent gezahlt werden sollten, weil E-Autos aus China nach EU-Angaben unter anderem von wettbewerbsverzerrenden Subventionen profitieren. Zudem wurden die ZollsĂ€tze der Behörde zufolge leicht angepasst. In den meisten FĂ€llen sanken sie etwas.
Der EU-Kommission zufolge sind chinesische Elektroautos normalerweise rund 20 Prozent gĂŒnstiger als in der Union hergestellte Modelle. Laut der Kommission wĂŒrden aber die rechtlichen Voraussetzungen fĂŒr eine rĂŒckwirkende Erhebung von Zöllen nun nicht erfĂŒllt. Ob die Strafzölle tatsĂ€chlich kommen, soll bis Ende Oktober bekanntgegeben werden. Die Kommission muss diese Entscheidung unter den 27 EU-Staaten abstimmen lassen.

