Coinbase Aktie: Regulierung trifft Wachstumsfantasie
26.03.2026 - 15:25:18 | boerse-global.deZwei gegensätzliche Kräfte bestimmen diese Woche das Bild bei Coinbase. Einerseits hat ein Gesetzesentwurf aus Washington die Aktie unter Druck gesetzt. Andererseits zeigt eine große Institutionenbefragung, dass das langfristige Vertrauen in digitale Assets kaum gebrochen scheint.
Der CLARITY Act und seine Folgen
Auslöser des Kursrückgangs war ein Entwurf des sogenannten CLARITY Act, der Zinszahlungen auf Stablecoin-Guthaben verbieten würde — direkt, indirekt und in jeder Form, die wirtschaftlich einem Bankzins entspricht. Für Coinbase trifft das einen empfindlichen Nerv: Das Unternehmen verdient erheblich an seiner Partnerschaft mit dem Stablecoin USDC, dessen Umlaufmenge zuletzt auf über 80 Milliarden Dollar gestiegen ist. Die Stablecoin-Erlöse sprangen im vergangenen Jahr auf 1,34 Milliarden Dollar — nach 910 Millionen im Vorjahr.
Am Montag diskutierten Vertreter der Krypto-Industrie den neuen Kompromisstext in einer nicht-öffentlichen Sitzung auf dem Capitol Hill. Gleichzeitig verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs an demselben Tag Nettoabflüsse von 66,6 Millionen Dollar — ein Zeichen breiterer Risikoreduzierung institutioneller Anleger.
Analysten sehen Überreaktion
Nicht alle Marktteilnehmer teilen die Skepsis. Citi-Analyst Peter Christiansen hielt an seinem Kaufvotum und seinem Kursziel von 400 Dollar fest. Er bezeichnete Coinbase als „Beta-Spiel auf den CLARITY Act" — das Unternehmen profitiere langfristig von mehr regulatorischer Klarheit, auch wenn die kurzfristigen Schlagzeilen belastend wirken.
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Analysten von Bernstein argumentierten zudem, Händler verwechselten, wer Renditen erwirtschaftet und wer sie ausschüttet. Circle investiert USDC-Reserven in kurzfristige US-Staatsanleihen und erzielt so die Rendite — Coinbase und andere Plattformen leiten sie lediglich weiter. Relevant ist außerdem, dass der Gesetzesentwurf Belohnungen für konkrete Aktivitäten wie Zahlungsabwicklung, Handel oder Treueprogramme ausdrücklich erlaubt.
Institutionen bleiben optimistisch
Eine in dieser Woche veröffentlichte Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon unter 351 institutionellen Investoren — 96 Prozent davon mit mehr als einer Milliarde Dollar verwaltetem Vermögen — zeichnet ein anderes Bild: 73 Prozent planen, ihre Allokation in digitale Assets 2026 zu erhöhen. Der Anteil derer, die mehr als fünf Prozent ihres verwalteten Vermögens in Krypto halten wollen, stieg von 18 auf 29 Prozent. 61 Prozent der Befragten erwarten zudem, dass Tokenisierung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre erhebliche Auswirkungen auf Handel, Clearing und Abwicklung haben wird.
Zusätzlichen Rückhalt bietet der kürzlich gestartete provisionsfreie Aktien- und ETF-Handel für alle US-Nutzer, der die Erlösquellen des Unternehmens breiter aufstellt. Nach dem initialen Kursrückgang erholte sich die Aktie im Folgehandel um rund 3,5 Prozent — ein erstes Zeichen der Stabilisierung, auch wenn der Titel auf Jahressicht noch rund 24 Prozent im Minus liegt.
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Das Senate Banking Committee hat die Ausschussberatung des CLARITY Act für die zweite Aprilhälfte angesetzt. Wie die Stablecoin-Zinsregelung in diesem Prozess ausgestaltet wird, dürfte den Kurs in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.
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