Coinbase Aktie: Weißes Haus contra Bankenlobby
09.04.2026 - 15:32:57 | boerse-global.deDas Weiße Haus hat sich in einem der wichtigsten Gesetzgebungsstreitigkeiten der US-Kryptobranche auf die Seite der Exchanges gestellt. Ein Bericht des Wirtschaftsberaterrats (CEA) vom Mittwoch widerlegt direkt das Kernargument der Bankenlobby gegen Stablecoin-Renditen — und trifft damit den Nerv einer Debatte, die für Coinbase Milliarden auf dem Spiel stellt.
Was die CEA-Analyse bedeutet
Banken hatten argumentiert, Stablecoin-Renditen würden Einlagen abziehen und die Kreditvergabe an Haushalte und Kleinunternehmen schwächen. Die CEA-Analyse entkräftet das: Ein Verbot solcher Renditen würde die Kreditschöpfung lediglich um rund 2,1 Milliarden Dollar erhöhen — das entspricht etwa 0,02 Prozent aller Bankkredite in den USA. Gleichzeitig beziffert der Bericht die gesellschaftlichen Wohlfahrtsverluste eines Verbots auf rund 800 Millionen Dollar.
Coinbases Chefjurist Paul Grewal reagierte prompt. Auf X schrieb er, die angesehensten Ökonomen der Regierung hätten keinen Beleg dafür gefunden, dass Stablecoin-Rewards eine Einlagenflucht auslösen.
Eine Milliarden-Einnahmequelle im Visier
Der Grund für Coinbases Engagement in dieser Debatte ist handfest. Im Gesamtjahr 2025 erzielte das Unternehmen 1,35 Milliarden Dollar mit Stablecoins — knapp 20 Prozent seines Gesamtumsatzes. Im vierten Quartal 2025 erreichte dieser Bereich mit 364 Millionen Dollar einen Rekordwert, gestützt durch einen USDC-Bestand von durchschnittlich 17,8 Milliarden Dollar in Coinbase-Produkten.
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Das Geschäftsmodell basiert darauf, einen Teil der Zinserträge aus USDC-Reserven als Rewards an Nutzer weiterzugeben. Coinbase teilt die Erlöse aus USDC hälftig mit Circle Internet Group. Genau diese Struktur würde der aktuelle Entwurf des CLARITY Act vom 23. März unterbinden — direkt, indirekt und auch für wirtschaftlich gleichwertige Konstruktionen.
Coinbase hat dem Senat bereits zum zweiten Mal mitgeteilt, den aktuellen Gesetzentwurf in dieser Form nicht unterstützen zu können.
Gesetzgebung als Kurskatalysator
Der Senat kehrt am 13. April aus der Osterpause zurück. Der Markup im Bankenausschuss ist für die zweite Aprilhälfte geplant. Verpasst der CLARITY Act dieses Zeitfenster, dürfte eine Verabschiedung frühestens 2027 realistisch sein. BitMEX-CEO Stephan Lutz bezeichnete eine Einigung als „praktisch unvermeidlich"; Berichte vom Monatsanfang zitierten Senatoren, die eine grundsätzliche Einigung über die strittige Formulierung signalisierten.
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Das Kursumfeld bleibt schwierig. Die EPS-Konsensschätzungen für 2026 und 2027 wurden in den vergangenen 30 Tagen um 41 beziehungsweise 33 Prozent gesenkt, nachdem die Q1-2026-Guidance den Markterwartungen um 27 Prozent verfehlte. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 25 Prozent verloren. Ob der CEA-Rückenwind im April-Markup in konkrete Gesetzgebung mündet, entscheidet darüber, ob Coinbase seine wichtigste Wachstumseinnahmequelle verteidigen kann.
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