EQS-News: Commerzbank erzielt Rekordergebnis im ersten Halbjahr 2026 - Ausblick bestätigt (deutsch)
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 07:00 Uhr | dpa.deCommerzbank erzielt Rekordergebnis im ersten Halbjahr 2026 - Ausblick bestätigt
EQS-News: Commerzbank Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
Commerzbank erzielt Rekordergebnis im ersten Halbjahr 2026 - Ausblick
bestätigt
06.08.2026 / 07:00 CET/CEST
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* Operatives Ergebnis in H1 2026 um 14 % auf 2,7 Mrd. Euro gesteigert - 17
% Zuwachs in Q2 auf 1,4 Mrd. Euro
* Nettoergebnis in H1 erreicht mit 1,8 Mrd. Euro neuen Rekord, davon 898
Mio. Euro in Q2
* Erträge in H1 um 7 % auf 6,5 Mrd. Euro und in Q2 um 9 % auf 3,3 Mrd.
Euro erhöht
* Provisionsüberschuss in H1 um 8 % auf 2,2 Mrd. Euro gesteigert - Plus
von 7 % in Q2 auf 1,1 Mrd. Euro
* Zinsüberschuss in H1 mit 4,1 Mrd. Euro und in Q2 mit 2,1 Mrd. Euro trotz
Zinssenkungen nahezu stabil
* Cost-Income-Ratio inkl. Pflichtbeiträgen in H1 auf 53 % gesenkt - ohne
Pflichtbeiträge auf 50 % verbessert
* Q2-Risikoergebnis mit minus 202 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen -
NPE-Quote weiter bei 1,1 %
* Nettoeigenkapitalrendite auf starke 12,6 % in H1 und 12,5 % in Q2
gesteigert
* Nächster Aktienrückkauf über bis zu 1,2 Mrd. Euro geplant und von EZB
bereits genehmigt - solide
CET-1-Quote von 14,4 %
* Ausblick für Gesamtjahr und Ziele der Strategie "Momentum 2030"
bestätigt
Die Commerzbank hat ihre Serie von Rekordergebnissen in der ersten
Jahreshälfte 2026 fortgesetzt. Das Operative Ergebnis stieg im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 14 % auf den Höchststand von 2,7 Mrd. Euro. Auch das
Nettoergebnis erreichte mit 1,8 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert, ebenso wie
die Nettoeigenkapitalrendite mit 12,6 %. Die Erträge erhöhten sich in den
ersten sechs Monaten dieses Jahres um 7 % auf 6,5 Mrd. Euro. Dazu trug
maßgeblich die weiter dynamische Entwicklung des Provisionsüberschusses bei,
der um 8 % zulegte. Auch der Zinsüberschuss lag trotz deutlich gesunkener
Zinsen in Polen fast stabil auf Vorjahresniveau. Die Cost-Income-Ratio
inklusive Pflichtbeiträgen verbesserte sich um rund 3 Prozentpunkte auf 53 %
(ohne Pflichtbeiträge: 50 %) und lag damit auf der Zielmarke für das
Gesamtjahr. Das Risikoergebnis bewegte sich im Halbjahr mit minus 344 Mio.
Euro im Rahmen der Erwartungen.
"Wir haben im ersten Halbjahr wieder ein Rekordergebnis erzielt. Das zeigt,
welche Kraft in unserem Geschäftsmodell steckt. Mit unserer Strategie
,Momentum 2030' schaffen wir verlässlich Wert für alle Stakeholder. Wir
wachsen profitabel, investieren und beweisen Tag für Tag die Stärke unseres
Kundengeschäfts. Auf dieser Grundlage planen wir den nächsten
Aktienrückkauf", sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank.
Im Juli beantragte die Commerzbank den nächsten Aktienrückkauf über bis zu
1,2 Mrd. Euro. Die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt
bereits vor. Sobald auch die Finanzagentur ihre Zustimmung erteilt hat, wird
die Bank die nächsten Schritte einleiten. Für das Geschäftsjahr 2026 plant
die Bank, erneut 100 % ihres Nettoergebnisses nach Abzug von
Additional-Tier-1-(AT-1-)Kuponzahlungen und vor außerordentlichen
Einmalposten an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Ausgehend
von ihrem Nettogewinnziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro strebt die Bank für
das Geschäftsjahr 2026 demnach eine Kapitalrückgabe von rund 3,2 Mrd. Euro
an. Dabei setzt sie weiterhin auf eine Kombination aus Aktienrückkäufen und
Dividendenzahlung, wobei der Anteil der Dividende auf mindestens 50 %
steigen soll.
Auf ihrem Transformationskurs hat die Commerzbank im ersten Halbjahr 2026
weitere wesentliche Fortschritte erzielt und die Umsetzung ihrer Strategie
"Momentum 2030" konsequent vorangetrieben. Ein zentraler Hebel ist dabei der
zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz (KI): Die Zahl der laufenden
KI-Anwendungen wurde in der gesamten Bank weiter erhöht und trägt bereits zu
schnelleren Prozessen, einem höheren Automatisierungsgrad und nachhaltigen
Effizienzsteigerungen bei. So wurden etwa flächendeckend die KI-Assistenten
Microsoft Copilot und Google Gemini eingeführt sowie durch effizientere
Abläufe unter anderem mehr Kapazitäten in die qualifizierte Kundenberatung
umgeleitet. Ihre Mitarbeitenden qualifiziert die Bank zudem über ihre eigene
"AI Academy", damit diese die Vorteile von KI noch stärker im Arbeitsalltag
integrieren und nutzen können. Parallel dazu setzt die Commerzbank die
Modernisierung und Vereinfachung ihrer technologischen Infrastruktur
konsequent fort. Allein im ersten Halbjahr schaltete die Bank in diesem
Zusammenhang 10 % ihrer IT-Systeme ab.
Führende Position im Kundengeschäft weiter gefestigt
Im Kundengeschäft bestätigte die Bank ihre führende Position eindrucksvoll.
Beim diesjährigen "FINANCE"-Banken-Survey, der die Kundenzufriedenheit und
Produktqualität im deutschen Firmenkundengeschäft misst, erreichte die
Commerzbank neun erste Plätze. Damit erhielt sie von repräsentativ befragten
Finanzentscheidern deutscher Unternehmen mehr Auszeichnungen als jede andere
Bank. Die Erfolge als "Beste Bank für Firmenkunden" und "Beste
Mittelstandsbank" belegen die tiefe Verankerung der Commerzbank in der
deutschen Wirtschaft. Das starke Abschneiden der Commerzbank, die auch in
den Bereichen Kreditvergabe, Cash-Management, Handels- und
Exportfinanzierung, Kundenservice, Digitalisierung sowie Beratung bei
nachhaltigen Finanzierungen/ESG den ersten Platz belegt, unterstreicht die
hohe Produktqualität und Beratungskompetenz der Bank. Bei den "Euromoney"
Awards for Excellence, die die strategische Entwicklung von Banken in den
Fokus nehmen, wurde die Commerzbank als "Germany's Best Bank" und "Germany's
Best Bank for Large Corporates" ausgezeichnet. Damit würdigte "Euromoney"
die Positionierung der Commerzbank im deutschen Markt und ihre Strategie
"Momentum 2030".
Auch unter den Privat- und Unternehmerkunden ist die Zufriedenheit hoch, was
Ausdruck in einer Reihe verschiedener Auszeichnungen fand. Bereits zum
neunten Mal in Folge seit 2018 wurde die Commerzbank vom "EURuro"-Magazin als
"Beste Filialbank" und die Marke comdirect als "Beste Bank" und "Beste
Direktbank" ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt die Commerzbank von "EURuro
am Sonntag" die Auszeichnung für das "Beste Premium-Girokonto für kleine und
mittlere Unternehmen (KMU)" und unterstreicht damit ihre starke Position im
Unternehmerkundengeschäft.
Die strategischen Initiativen des Segments Privat- und Unternehmerkunden
(PUK) entwickelten sich sehr erfolgreich. Im Brokerage-Geschäft von
comdirect wurden allein im ersten Halbjahr 2026 rund 21 Millionen Trades
ausgeführt und damit 5 % mehr als im bereits starken Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig stiegen die Assets under Management in der Vermögensverwaltung
der Commerzbank um 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 25 Mrd.
Euro. Dabei wurden mehr als 90 % der Mandatsneuabschlüsse über die neue
digitale Strecke vorgenommen. Die positive Entwicklung dieser
Wachstumsbereiche trug maßgeblich dazu bei, dass der Provisionsüberschuss
des Segments in Deutschland im ersten Halbjahr um 10 % zulegte. Auch das
weiterentwickelte Betreuungsmodell im Segment PUK, das mehr Zeit für
qualifizierte Beratung schafft, wirkte sich positiv auf die Erträge aus.
Wertschaffende Lösung mit UniCredit nur durch konstruktiven Austausch
möglich
Zum beendeten Übernahmeangebot der UniCredit, dessen Annahmequote am 8. Juli
bekannt gegeben wurde, sagte Bettina Orlopp: "Auch wenn die UniCredit über
eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über
wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden. Das ist ein klarer
Gestaltungsauftrag für beide Seiten. Dafür braucht es ein gemeinsames
Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder."
Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal: Provisionsüberschuss legte weiter
deutlich zu
Die Commerzbank steigerte ihre Erträge im zweiten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres um 9 % auf 3.299 Mio. Euro (Q2 2025: 3.019 Mio. Euro). Mit
einem Wachstum um 7 % auf 1.076 Mio. Euro (Q2 2025: 1.004 Mio. Euro) trug
dazu maßgeblich der Provisionsüberschuss bei - getragen von einem starken
Wertpapiergeschäft sowie höheren Beiträgen aus Anleiheemissionen. Den
Zinsüberschuss hielt die Bank mit 2.059 Mio. Euro stabil auf dem Niveau des
Vorjahresquartals (Q2 2025: 2.062 Mio. Euro). Gestiegene Beiträge aus beiden
Kundensegmenten glichen die Auswirkungen deutlich gesunkener Zinsen in Polen
aus. Positiv auf die Erträge wirkten ebenfalls die deutlich gesunkenen
Vorsorgen für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei der polnischen
Tochter mBank. Die Erträge der Commerzbank fielen auch ohne diesen
Sondereffekt 6 % höher aus als im Vorjahresquartal.
Die Gesamtkosten des Konzerns beliefen sich im zweiten Quartal auf 1.730
Mio. Euro (Q2 2025: 1.674 Mio. Euro). Den größten Anteil daran hatten die
Verwaltungsaufwendungen, die um knapp 4 % auf 1.673 Mio. Euro zunahmen (Q2
2025: 1.616 Mio. Euro). Der Anstieg ist vor allem auf höhere Investitionen,
unter anderem in KI- und Digitalisierungsprojekte, allgemeine
Gehaltsanpassungen sowie verstärkte Rekrutierungsaktivitäten an den Shoring-
und Sourcing-Standorten der Commerzbank zurückzuführen. Hinzu kamen
Aufwendungen für das Mitarbeiteraktienprogramm. Die Verwaltungsaufwendungen
der polnischen Tochter mBank erhöhten sich infolge der Investitionen in ihr
anhaltendes Wachstum. Bereinigt um die mBank stiegen die Kosten im Konzern
im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf 1.453 Mio. Euro (Q2 2025: 1.417
Mio. Euro). Der Kostenanstieg wurde durch das aktive Kostenmanagement der
Commerzbank begrenzt. Darüber hinaus spiegelt die Entwicklung im
Jahresvergleich eine bewertungsbedingt niedrigere variable Vergütung wider.
Im Vorjahresquartal war zudem eine vorgezogene Abschreibung auf immaterielle
Vermögenswerte enthalten. Mit ihrem konsequenten Kostenmanagement
verbesserte die Bank ihre Cost-Income-Ratio einschließlich Pflichtbeiträgen
um 3 Prozentpunkte auf 52 % (Q2 2025: 55 %). Ohne Pflichtbeiträge lag die
Cost-Income-Ratio bei 51 %, nach 54 % im Vorjahresquartal. Auf
Halbjahressicht stiegen die Kosten um knapp 2 % auf 3.449 Mio. Euro (H1
2025: 3.396 Mio. Euro). Die Cost-Income-Ratio sank auf 53 % inklusive
Pflichtbeiträgen (H1 2025: 56 %) und auf 50 % ohne Pflichtbeiträge (H1 2025:
53 %).
Das Risikoergebnis lag im zweiten Quartal bei minus 202 Mio. Euro (Q1 2026:
minus 142 Mio. Euro; Q2 2025: minus 176 Mio. Euro). Die
Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) lag unverändert bei 1,1 % (Q1
2026: 1,1 %; Q2 2025: 1,1 %). Die anhaltend hohe Qualität des Kreditbuches
belegt die Widerstandsfähigkeit der Bank in einem weiterhin herausfordernden
wirtschaftlichen Umfeld.
Die Commerzbank erhöhte ihr Operatives Ergebnis im zweiten Quartal um rund
17 % auf einen Rekordwert von 1.367 Mio. Euro (Q2 2025: 1.169 Mio. Euro).
Das Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten verbesserte die Bank
ebenfalls deutlich auf 898 Mio. Euro (Q2 2025: 462 Mio. Euro). Der starke
Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal ist neben der guten
Geschäftsentwicklung auch auf die Restrukturierungsaufwendungen
zurückzuführen, die im zweiten Quartal 2025 für die Transformation gebucht
wurden. Zusammen mit dem starken Jahresauftakt im ersten Quartal erzielte
die Bank zur Jahresmitte Rekordergebnisse: Das Operative Ergebnis stieg im
ersten Halbjahr um rund 14 % auf 2.725 Mio. Euro (H1 2025: 2.396 Mio. Euro).
Auch das Nettoergebnis war das beste in der Geschichte der Bank: Es stieg um
rund 40 % auf 1.810 Mio. Euro (H1 2025: 1.296 Mio. Euro).
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank lag zum 30. Juni 2026 bei
14,4 % (31. März 2026: 14,5 %; 30. Juni 2025: 14,6 %). Der Abstand zur
regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle), die derzeit bei rund 10,3
% liegt, war mit 409 Basispunkten weiter komfortabel.
Ihre Profitabilität steigerte die Commerzbank weiter. Die
Nettoeigenkapitalrendite (Netto RoTE) verbesserte sich im zweiten Quartal
auf 12,5 % (Q2 2025: 5,8 %; ohne Restrukturierungsaufwendungen 10,7 %). Zum
Halbjahr erreichte sie mit 12,6 % einen neuen historischen Bestwert (H1
2025: 8,5 %; ohne Restrukturierungsaufwendungen 11,1 %). Für das Gesamtjahr
strebt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an.
"Die starke finanzielle Performance unterstreicht die hohe Ertragskraft
unserer Bank", sagte Finanzvorstand Carsten Schmitt. "Das dynamische
Wachstum des Provisionsüberschusses und unser striktes Kostenmanagement
zahlen sich aus. Die Nettoeigenkapitalrendite von 12,6 % im ersten Halbjahr
ist ein Rekord. Wir sind auf Kurs, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu
erreichen."
Entwicklung der Segmente: Kreditvolumen bei Firmenkunden auf 123 Mrd. Euro
erhöht
Das Firmenkundensegment steigerte seine Erträge im zweiten Quartal des
Jahres um 5 % auf 1.232 Mio. Euro (Q2 2025: 1.169 Mio. Euro). Wesentlicher
Treiber war der Zinsüberschuss, der infolge der anhaltend hohen
Kreditnachfrage um 7 % auf 660 Mio. Euro zunahm (Q2 2025: 615 Mio. Euro).
Das durchschnittliche Kreditvolumen erhöhte sich im zweiten Quartal über
alle Kundengruppen hinweg um 16 % auf 123 Mrd. Euro (Q2 2025: 106 Mrd.
Euro). Maßgeblich hierfür waren Investitionen deutscher und internationaler
Firmenkunden im Ausland. Der Provisionsüberschuss legte um rund 6 % auf 376
Mio. Euro zu (Q2 2025: 355 Mio. Euro). Dabei setzte das Kapitalmarktgeschäft
seine starke Entwicklung fort und profitierte insbesondere von höheren
Beiträgen aus dem Anleiheemissionsgeschäft. Darüber hinaus trug der
deutliche Ertragsanstieg im Zahlungsverkehr sowie im Garantiegeschäft zum
Wachstum des Provisionsüberschusses bei. Trotz eines höheren
Risikoergebnisses lag das Operative Ergebnis des Segments mit 490 Mio. Euro
nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q2 2025: 494 Mio. Euro). Auf
Halbjahressicht führte das gestiegene Risikoergebnis zu einem leichten
Rückgang des Operativen Ergebnisses auf 1.057 Mio. Euro (H1 2025: 1.097 Mio.
Euro).
Das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland
erwirtschaftete Erträge von 1.260 Mio. Euro und damit 12 % mehr als im
Vorjahresquartal (Q2 2025: 1.125 Mio. Euro). Wachstumstreiber waren der
Zins- und Provisionsüberschuss gleichermaßen. Der Zinsüberschuss legte um
rund 10 % zu auf 650 Mio. Euro (Q2 2025: 593 Mio. Euro). Ausschlaggebend
hierfür waren ein erfolgreiches Einlagenmanagement sowie höhere Beiträge aus
dem Replikationsportfolio. Der Provisionsüberschuss stieg ebenfalls, um rund
11 %, auf 571 Mio. Euro (Q2 2025: 517 Mio. Euro). Die Erträge aus dem
Wertpapiergeschäft wuchsen volumen- und transaktionsbedingt um
rund 15 %. Dabei setzte das Brokerage-Geschäft der comdirect seine starke
Performance fort. Auch die Nettozuflüsse im Wertpapiergeschäft entwickelten
sich erneut sehr positiv. Darüber hinaus profitierte der Zahlungsverkehr
insbesondere von der Einführung des neuen Preismodells für Girokonten im
Juni 2025.
Das Wertpapiervolumen erhöhte sich per Ende Juni deutlich um 39 Mrd. Euro
auf 285 Mrd. Euro (Q2 2025: 247 Mrd. Euro). Das durchschnittliche
Kreditvolumen blieb mit 125 Mrd. Euro im zweiten Quartal insgesamt stabil
(Q2 2025: 126 Mrd. Euro). Das Baufinanzierungsvolumen, das den größten
Anteil daran hat, lag mit 96 Mrd. Euro ebenfalls nahezu auf dem Niveau des
Vorjahresquartals (Q2 2025: 97 Mrd. Euro). Unter dem Strich verbesserte sich
das Operative Ergebnis von PUK Deutschland um mehr als zwei Drittel auf 438
Mio. Euro (Q2 2025: 257 Mio. Euro). Neben der starken Entwicklung im
operativen Geschäft war der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auch auf eine
vorgezogene Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen, die
die Bank im zweiten Quartal 2025 vorgenommen hatte. Im ersten Halbjahr
erhöhte sich das Operative Ergebnis um rund 31 % auf 896 Mio. Euro (H1 2025:
686 Mio. Euro).
Die polnische Tochter mBank verzeichnete im zweiten Quartal ein Ertragsplus
von 15 % auf 672 Mio. Euro (Q2 2025: 585 Mio. Euro). Dazu trugen vor allem
die gesunkenen Vorsorgen für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei,
die mit 29 Mio. Euro deutlich unter den Belastungen im Vorjahresquartal
lagen (Q2 2025: 128 Mio. Euro). Die Kundenaktivität blieb weiterhin hoch.
Der Provisionsüberschuss lag mit 137 Mio. Euro leicht unter dem
Vorjahresniveau (Q2 2025: 140 Mio. Euro), das von einem einmaligen Effekt
aus einer Versicherungskooperation profitiert hatte. Bereinigt um diesen
Effekt erhöhte sich der Provisionsüberschuss um 5 %. Gleichzeitig setzte
sich das starke Wachstum mit jeweils zweistelliger Rate bei Einlagen und
Krediten fort. Die signifikanten Zinssenkungen in Polen belasteten jedoch
den Zinsüberschuss, der auf 533 Mio. Euro zurückging (Q2 2025: 587 Mio.
Euro). Positive Effekte aus Zinsabsicherungsinstrumenten, die im
Fair-Value-Ergebnis ausgewiesen werden, konnten den Rückgang vollständig
kompensieren. Insgesamt erzielte die mBank ein Operatives Ergebnis von 365
Mio. Euro, was einem Anstieg von 22 % im Vergleich zum Vorjahresquartal
entspricht (Q2 2025: 300 Mio. Euro). Für das erste Halbjahr steht ein Plus
von 38 % auf 694 Mio. Euro zu Buche (H1 2025: 503 Mio. Euro).
Ausblick für 2026 und Ziele bis zum Jahr 2030 bestätigt
Nach dem ersten Halbjahr ist die Commerzbank voll auf Kurs, ihr Gewinnziel
von mindestens 3,4 Mrd. Euro im Gesamtjahr zu erreichen. Den Zinsüberschuss
erwartet die Bank unverändert bei rund 8,6 Mrd. Euro. Für den
Provisionsüberschuss strebt sie weiterhin ein Wachstum von rund 7 % an.
Insgesamt erwartet die Commerzbank Erträge in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro
im Gesamtjahr. Bei den Kosten rechnet sie mit rund 7 Mrd. Euro und plant mit
einer Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträgen von rund 53 %. Ohne
Pflichtbeiträge entspricht dies einer Cost-Income-Ratio von 51 %. Das
Risikoergebnis sieht die Bank trotz des schwierigen Umfeldes weiterhin bei
rund 850 Mio. Euro. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank zum Jahresende
unverändert bei mehr als 14 %. Unter dem Strich strebt die Bank eine
Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an. Neben dem Ausblick für das Jahr
bestätigt die Bank auch ihre am 8. Mai dieses Jahres kommunizierten Ziele
der Strategie "Momentum 2030".
Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen
in Mio. Q2 Q2 Q2 2026 vs. Q1 H1 H1 H1 2026 vs.
Euro 2026 2025 Q2 2025 (in 2026 2026 2025 H1 2025 (in
%) %)
Zinsüber- 2.059 2.062 - 0,1 2.047 4.106 4.133 - 0,6
schuss
Provisions- 1.076 1.004 + 7,2 1.102 2.178 2.015 + 8,1
überschuss
Fair-Va- 54 - 38 33 87 - 25
lue-Ergeb-
nis1
Sonstige 110 - 8 36 146 - 32
Erträge
Erträge 3.299 3.019 + 9,3 3.219 6.518 6.092 + 7,0
Erträge 3.307 3.087 + 7,2 3.200 6.508 6.211 + 4,8
ohne
Sonderef-
fekte
Risikoer- - 202 - 176 - 14,5 - 142 - 344 - 300 - 14,7
gebnis
Verwal- 1.673 1.616 + 3,5 1.594 3.267 3.234 + 1,0
tungsauf-
wendungen
Pflichtbei- 57 58 - 1,5 125 182 162 + 12,4
träge
Operatives 1.367 1.169 + 16,9 1.358 2.725 2.396 + 13,8
Ergebnis
Restruktu- 493 1 1 534
rierungs-
aufwendun-
gen
Ergebnis 1.367 676 1.357 2.724 1.862 + 46,3
vor
Steuern
Steuern 388 150 373 762 456 + 67,2
Minderhei- 81 64 + 27,2 71 152 110 + 38,3
ten
Konzerner- 898 462 + 94,2 913 1.810 1.296 + 39,6
gebnis2
Cost-Inco- 50,7 53,5 49,5 50,1 53,1
me-Ratio
exkl.
Pflichtbei-
träge (%)
Cost-Inco- 52,4 55,4 53,4 52,9 55,8
me-Ratio
inkl.
Pflichtbei-
trägen (%)
Operativer 17,2 14,4 17,1 17,1 14,6
RoTE (%)
Netto-RoTE 12,5 5,8 12,7 12,6 8,5
(%)
Netto-RoE 11,9 5,5 12,1 11,9 8,1
(%)
CET-13-Quo- 14,4 14,6 14,5 14,4 14,6
te (%)
Leverage 4,3 4,3 4,3 4,3 4,3
Ratio
Bilanzsum- 619 582 603 619 582
me (Mrd.
Euro)
1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares
Konzernergebnis.
3 Die Berücksichtigung von Zwischengewinnen im CET 1 steht im Einklang mit
dem Ziel einer Ausschüttungsquote von 100 % und bedarf der Zustimmung der
EZB.
Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:
* 9.00 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu
den Ergebnissen des zweiten Quartals 2026 ("listen-only", in englischer
Sprache)
* 10.30 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Journalistinnen und
Journalisten zu den Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2026 (in
deutscher Sprache; registrieren Sie sich bitte etwa 15 Minuten vor
Beginn)
Die Unterlagen zum Geschäftsergebnis des zweiten Quartals sowie des ersten
Halbjahres 2026 können ab etwa 7.00 Uhr im Internet abgerufen werden.
Pressekontakt
Erik Nebel +49 69 9353-45712
Svea Junge +49 69 9353-45691
Kontakt für Investoren
Ansgar Herkert +49 69 9353-47706
Ute Sandner +49 69 9353-47708
Über die Commerzbank
Mit ihren beiden Geschäftssegmenten - Firmenkunden sowie Privat- und
Unternehmerkunden - bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes
Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die führende Bank im
Firmenkundengeschäft in Deutschland und für den deutschen Mittelstand sowie
starke Partnerin von rund 24.000 Firmenkundenverbünden und begleitet mit
einem Anteil von rund 30 % den deutschen Außenhandel. Mit einer Präsenz in
mehr als 40 Ländern ist die Commerzbank überall dort vertreten, wo ihre
Mittelstandskunden, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden sie
benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem
Geschäftsbezug zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowie Unternehmen
aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr
als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der führenden Banken für
Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank
bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und
Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im
Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit.
Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr
alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen für das Sparen, Anlegen
und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A.
ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und
Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und
der Slowakei.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt
es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben.
Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete
zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne
und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine
Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen
Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen
und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf
aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands.
Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und
unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von
jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen
ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die
Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen
Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge
erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die
Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten,
insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der
mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften,
die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des
Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und
Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen
sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur
an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht
verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft
gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um
Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser
Mitteilung eintreten.
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