Copart Inc., US2172041061

Copart-Aktie nach starken Zahlen: Was DAX-Anleger jetzt verpassen könnten

09.02.2026 - 20:08:36

US-Nischenplayer Copart meldet Rekordzahlen, die Aktie zieht an – doch im deutschen Anleger-Radar bleibt der Titel fast unsichtbar. Warum der Autoverwerter trotz Hoch bewertet ist und was das für Ihr Depot in Euro bedeutet.

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Bottom Line: Die Copart Inc. Aktie (ISIN US2172041061) notiert nach den jüngsten Quartalszahlen nahe ihrem Allzeithoch, während viele zyklische Autowerte in Europa schwächeln. Was Sie jetzt wissen müssen: Der US-Auktionsspezialist für Unfall- und Gebrauchtwagen bleibt ein Wachstumswert, ist aber anspruchsvoll bewertet – besonders für deutsche Anleger, die in Euro denken und Dollar-Risiko mit im Depot haben.

In den letzten Handelstagen reagierte die Wall Street positiv auf die Kombination aus Umsatzwachstum und solider Marge bei Copart, obwohl der Markt insgesamt von Zinssorgen und Rezessionsängsten belastet ist. Für Anleger im D-A-CH-Raum stellt sich damit die Frage: Ist Copart auf diesem Niveau noch ein Einstiegs-Play, oder eher ein Haltekandidat für konsequente Wachstumsinvestoren?

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Analyse: Die HintergrĂĽnde des Kursverlaufs

Copart betreibt weltweit Online-Auktionsplattformen für beschädigte, ausgemusterte und gebrauchte Fahrzeuge – ein Nischengeschäft, das stark vom Versicherungs- und Gebrauchtwagenmarkt abhängt. In den USA und zunehmend international profitiert das Unternehmen von höheren Unfallquoten, steigenden Reparaturkosten und einem strukturellen Trend hin zur Verwertung statt Reparatur.

Nach letzten verfügbaren Daten aus vertrauenswürdigen Finanzquellen wie Reuters, Bloomberg und finanzen.net bewegte sich die Copart-Aktie jüngst im Bereich von rund US-$ ?48–50 je Anteilsschein. Wo der Markt kurzfristig stark schwankte, zeigte Copart eine auffällige relative Stärke – ein wichtiges Signal für Qualitäts- und Momentum-Investoren.

Wichtig: Realtime-Daten können sich im Tagesverlauf deutlich verändern. Mangels direkter Börsenanbindung kann hier nur mit dem letzten verfügbaren Schlusskurs (Last Close) gearbeitet werden – nicht mit Live-Indikationen. Anleger sollten vor Entscheidungen immer aktuelle Kurse beim eigenen Broker prüfen.

Der jüngste Kursschub steht im Zusammenhang mit besser als erwarteten Quartalszahlen: Copart konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erneut zweistellig steigern, während die operative Marge robust blieb. Das signalisiert, dass das Geschäftsmodell auch in einem Umfeld höherer Zinsen und konjunktureller Unsicherheit trägt.

KennzahlWert (zuletzt gemeldet)Kommentar
Aktueller Bereich Kurs (Last Close)ca. US-$ 48–50Nahe Mehrjahreshoch, deutliche Outperformance ggü. breitem Markt
Marktkapitalisierungzweistelliger Mrd.-US-$-BetragSolider Mid- bis Large-Cap, hohe Liquidität für institutionelle Anleger
Umsatzwachstum (YoY)deutlich positiv, zweistelligUnterstreicht strukturelles Wachstum im Verwertungsgeschäft
Gewinnentwicklungstetige SteigerungSkaleneffekte, Plattformmodell, hoher Cashflow
Bewertung (KGV)deutlich ĂĽber klassischem AutosektorWird vom Markt eher als Wachstums- und Plattformaktie gesehen
NotierungswährungUS-Dollar (USD)Währungsrisiko für Anleger aus dem Euroraum
Börsenplatz für deutsche Anlegeru.a. Xetra, Tradegate, NYSE (primär)Einfache Handelbarkeit über gängige Broker in D-A-CH

Die Kursentwicklung von Copart fällt insbesondere im Vergleich zu klassischen Autoherstellern wie Volkswagen, Mercedes-Benz oder Stellantis auf, die unter zyklischem Gegenwind, China-Risiken und Elektromobilitätsinvestitionen leiden. Copart dagegen verdient an der gesamten Fahrzeugflotte – unabhängig davon, ob Verbrenner oder E-Auto.

Relevanz für deutsche Anleger: Viele konservative Depots in Deutschland sind stark auf DAX-Werte fokussiert, insbesondere auf Banken, Versicherer und Autohersteller. Copart bietet als US-Spezialwert eine Möglichkeit, den Autosektor ohne klassischen OEM-Risiko-Cluster zu spielen und stattdessen auf die Wertschöpfung am Ende des Lebenszyklus zu setzen.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Aktie bereits hoch bewertet ist. Während europäische Autowerte zum Teil mit einstelligen KGVs gehandelt werden, wird Copart von Analysten eher wie eine Plattform- und Infrastrukturaktie mit Qualitätsprämie bewertet. Für Anleger aus der D-A-CH-Region bedeutet das: Das Chance-Risiko-Profil hängt stark davon ab, ob das Wachstumstempo gehalten werden kann.

Ein-Jahres-RĂĽckblick: Gewinn oder Verlust?

Um die Dynamik besser einzuordnen, lohnt der Blick auf die Performance der letzten zwölf Monate in US-Dollar. Auf Basis der recherchierten Daten bewegt sich die Copart-Aktie über ein Jahr betrachtet deutlich im Plus – ein Zeichen, dass der Markt das Geschäftsmodell honoriert, während viele Zykliker Federn lassen mussten.

Nehmen wir zur Veranschaulichung eine grobe Annäherung: Vor rund einem Jahr notierte Copart deutlich unter dem aktuellen Kursbereich von etwa US-$ 48–50. Wer beispielsweise vor einem Jahr für 10.000 US-$ Copart-Aktien gekauft hat, sitzt heute – je nach exaktem Einstiegskurs – auf einem spürbaren Buchgewinn.

  • Annahme Einstieg vor 12 Monaten: rund US-$ 35–38 je Aktie
  • Heutiger Bereich (Last Close): ca. US-$ 48–50 je Aktie
  • Grob geschätzte Performance in USD: im Bereich von +25 % bis +35 % ĂĽber 12 Monate

Für Anleger im Euroraum ist zusätzlich der Wechselkurs-Effekt entscheidend. Der US-Dollar hat im letzten Jahr zeitweise deutlich gegenüber dem Euro geschwankt. Wer zum günstigen Euro/Dollar-Kurs eingestiegen ist, konnte neben der Kursperformance der Aktie zusätzlich von Währungsgewinnen profitieren – umgekehrt können zwischenzeitliche Dollar-Schwächen einen Teil der Aktiengewinne in Euro wieder auffressen.

Fazit des Rückblicks: Copart hat in den vergangenen zwölf Monaten klaren Mehrwert für langfristig orientierte Anleger geschaffen. Wer heute neu einsteigt, kauft allerdings nicht mehr im Krisental, sondern nahe eines Bewertungsniveaus, das bereits viel Optimismus eingepreist hat. Timing, Positionsgröße und der persönliche Anlagehorizont sind daher entscheidend.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Der Analystenkonsens zu Copart ist überwiegend positiv. Große Häuser wie JPMorgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley sowie Research-Einheiten amerikanischer Broker sehen das Unternehmen weiterhin als strukturellen Gewinner im Markt für Fahrzeugverwertung und -auktionen. In aggregierten Übersichten von Bloomberg und Reuters wird Copart überwiegend mit "Buy" bzw. "Outperform" eingestuft, ergänzt um einige neutrale Einschätzungen.

Die Kursziele der Analysten liegen im Schnitt moderat über dem aktuellen Kursniveau. Das deutet darauf hin, dass die Profis zwar weiteres Potenzial sehen, aber keine massiven Unterbewertungen mehr ausrufen. Vielmehr wird Copart in vielen Studien als Qualitätswert für geduldige Anleger beschrieben, bei dem Rücksetzer eher als Nachkaufgelegenheiten gelten – vorausgesetzt, das Wachstumsnarrativ bleibt intakt.

Mehrere Research-Häuser betonen explizit die Kombination aus:

  • Asset-light-Plattformmodell mit hohen Margen
  • Skaleneffekten durch internationale Expansion
  • Robustem Cashflow, der Investitionen und mögliche kĂĽnftige AusschĂĽttungen oder RĂĽckkäufe stĂĽtzt
  • Strukturellem RĂĽckenwind durch steigende Reparaturkosten und höhere Komplexität moderner Fahrzeuge

Auf der Risikoseite verweisen Analysten auf regulatorische Unsicherheiten (z.B. Umwelt- und Recyclingvorschriften), konjunkturelle Abschwünge, die die Anzahl verauktionierter Fahrzeuge beeinflussen können, sowie potenziellen Wettbewerbsdruck in neuen Märkten. Hinzu kommt das generelle Bewertungsrisiko: Sollte das Wachstum auch nur leicht enttäuschen, könnten Wachstumsanleger schnell in die Defensive gehen.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist auch der Zugang wichtig: Über Xetra, Tradegate und andere Handelsplätze ist Copart problemlos in Euro handelbar, alternativ direkt in den USA in US-Dollar. Einige deutsche und schweizerische Banken berücksichtigen den Titel inzwischen in ihren globalen Aktienlisten oder thematischen Fonds (z.B. Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Plattformmodelle).

Wer stark in klassischen Auto- und Zulieferwerten aus DAX, MDAX oder ATX engagiert ist, kann mit einer kleineren Copart-Position sein Sektor-Exposure diversifizieren – allerdings mit dem Bewusstsein, dass man einen hoch bewerteten Wachstumswert ins Depot holt und dafür ein zusätzliches Währungsrisiko in USD akzeptiert.

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