Söder: Vertrauensfrage wÀre falscher Weg
23.11.2025 - 19:17:06"Das wĂ€re der völlig falsche Ansatz. Vertrauensfragen sind ĂŒbrigens kein Element, Vertrauen zu stĂ€rken, sondern meistens die Vorstufe von Schlechteren", sagte Söder im ARD-"Bericht aus Berlin".
Er spreche sich auch gegen Spekulationen ĂŒber die Möglichkeit einer Minderheitsregierung aus, sagte Bayerns MinisterprĂ€sident. "Da muss doch jedem klar sein: Eine Minderheitsregierung ist die Vorstufe zu einer Neuwahl. Da hat man ĂŒberhaupt keine Chance, ĂŒberhaupt keine Mehrheit bekommt man", sagte Söder. Angesichts der Weltpolitik brauche es eine stabile Regierung in Deutschland.
"Und eines muss doch klar sein: Wenn es die zweite Regierung in Folge ist, die vorzeitig wĂ€hlen muss, weil sie nicht zum Ergebnis kommt, dann brauchen wir gar nichts mehr ĂŒber AfD und andere reden. Das ist eine Einladung zur MachtĂŒbernahme der Radikalen", warnte der CSU-Chef.
Mit der Vertrauensfrage kann sich der Bundeskanzler vergewissern, ob seine Politik vom Bundestag unterstĂŒtzt wird und ob er eine Mehrheit bekommt.
Söder: Alle mĂŒssen sich bewegen
Die schwarz-rote Koalition ringt aktuell um eine Einigung fĂŒr ein Rentenpaket. Die Junge Gruppe in der Unionsfraktion kritisiert wegen möglicher hoher Kosten das Reformpaket, das zum 1. Januar in Kraft treten soll. Ohne sie hĂ€tte die Koalition keine sichere Mehrheit bei einer Parlamentsabstimmung. Die Kritik richtet sich dagegen, dass das Rentenniveau - also das VerhĂ€ltnis zu Löhnen und GehĂ€ltern - nicht nur bis 2031 garantiert werden soll, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sondern danach auch als Ausgangspunkt fĂŒr die Neuberechnung des Rentenniveaus dienen soll. Die Sozialdemokraten lehnen Ănderungen aber ab.
Söder forderte alle Seiten zu einem Einlenken auf. "Am Ende werden sich alle etwas bewegen mĂŒssen. Das gilt auch fĂŒr die SPD. Auch die Ălteren in der Union werden das eine oder andere runterschlucken mĂŒssen, was ihnen vielleicht nicht so gefallen hat von den Jungen", sagte Söder.

