Cyberkriminelle nutzen gefälschte Arzt-Mails für Ransomware
28.01.2026 - 06:02:12Eine neue Welle hochpersonalisierter Phishing-Angriffe zielt derzeit auf Verbraucher in Deutschland. Die Täter verschicken gefälschte Nachrichten, die angeblich von Arztpraxen, Krankenhäusern oder Versicherungen stammen. Ihr Ziel: sensible Daten stehlen und Ransomware verbreiten.
Die perfide Masche setzt auf emotionale Erpressung. E-Mails oder SMS mit angeblichen Laborergebnissen, anstehenden Operationen oder Problemen mit der elektronischen Patientenakte (ePA) sollen Panik erzeugen. Das Ergebnis: Empfänger klicken unüberlegt auf Links oder öffnen infizierte Anhänge.
KI macht Betrugsmails fast perfekt
Die Angreifer setzen auf eine neue Qualität der Fälschungen. Statt plumper Texte mit Rechtschreibfehlern nutzen sie KI-Werkzeuge, um professionelle Nachrichten zu generieren. Diese imitieren Logos, Layouts und sogar den Kommunikationsstil echter Institutionen.
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Oft wird künstliche Dringlichkeit erzeugt. Eine Nachricht behauptet etwa, ein Konto laufe bald ab oder Gesundheitsinformationen müssten sofort bestätigt werden. Klickt das Opfer, landet es auf einer gefälschten Website oder lädt sich Schadsoftware herunter.
Vom Klick zur verschlüsselten Festplatte
Die eingeschleuste Ransomware beginnt sofort, persönliche Dateien zu verschlüsseln. Fotos, dokumente und Videos werden unzugänglich. Anschließend erscheint eine Lösegeldforderung in Kryptowährung auf dem Bildschirm.
Die Folgen sind gravierend. Betroffene verlieren den Zugriff auf wichtige Daten und sehen sich oft mit einer zweiten Drohung konfrontiert: Bleibt die Zahlung aus, werden die gestohlenen Daten im Darknet veröffentlicht.
Warum der Gesundheitssektor so attraktiv ist
Für Cyberkriminelle sind medizinische Daten ein lukratives Ziel. Sie gehören zu den sensibelsten Informationen und erzielen hohe Preise in illegalen Onlinemärkten. Eine Studie von 2025 zeigte, dass bei Angriffen auf den Gesundheitssektor über 16,5 Millionen Patientendaten erbeutet wurden.
Krankenhäuser stehen unter besonderem Druck. Ein IT-Ausfall gefährdet direkt die Patientenversorgung und macht die Einrichtungen anfälliger für Erpressung. Angreifer zielen zunehmend auch auf Zulieferer, um sich über die Lieferkette Zugang zu verschaffen.
Digitalisierung öffnet neue Angriffswege
Die fortschreitende Vernetzung im Gesundheitswesen schafft Effizienz, aber auch neue Schwachstellen. Experten sehen eine Lücke zwischen dem Tempo der Digitalisierung und der oft unzureichenden Sicherheitsinfrastruktur.
Gleichzeitig professionalisiert sich die Angreiferseite. Modelle wie „Ransomware-as-a-Service“ (RaaS) senken die Einstiegshürden: Kriminelle Entwickler vermieten ihre Schadsoftware an andere Gruppen. Die EU reagiert mit einer Überarbeitung des Cybersecurity Acts, Deutschland setzt die NIS-2-Richtlinie um.
So schützen Sie sich vor den Betrugsmails
Sicherheitsexperten erwarten, dass die Angriffe noch zielgerichteter werden. Die Kombination aus Datenlecks, Social-Media-Informationen und KI macht individuelle Köder möglich. Diese grundlegenden Schutzmaßnahmen sind entscheidend:
- Misstrauen bei unerwarteten Nachrichten: Seien Sie skeptisch bei E-Mails oder SMS, die Sie nicht angefordert haben – selbst von bekannten Absendern.
- Links und Anhänge prüfen: Klicken Sie nicht voreilig. Verifizieren Sie den Absender genau und kontaktieren Sie die Organisation im Zweifel über offizielle Kanäle.
- Backups erstellen: Sichern Sie regelmäßig wichtige Daten auf externen Speichern. So sind Sie bei einem Angriff nicht erpressbar.
- Updates installieren: Halten Sie Betriebssystem und Programme stets aktuell, um Sicherheitslücken zu schließen.
- Starke Passwörter nutzen: Verwenden Sie komplexe, einzigartige Passwörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA), wo immer es möglich ist.
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