Cybersicherheit, Bedrohung

Cybersicherheit: KI verstĂ€rkt Bedrohung fĂŒr Verbraucher

15.09.2025 - 21:31:01

Deutsche Verbraucher erlitten 2024 MilliardenschĂ€den durch KI-gestĂŒtzten Online-Betrug. Experten empfehlen Passwort-Manager, Zwei-Faktor-Authentifizierung und kritischen Umgang mit Smart-Home-GerĂ€ten.

Die digitale Bedrohung erreicht eine neue Dimension. WĂ€hrend Cyberkriminelle zunehmend auf KĂŒnstliche Intelligenz setzen, verloren deutsche Nutzer 2024 Milliarden durch Online-Betrug. Sicherheitsexperten schlagen Alarm und fordern grundlegende VerhaltensĂ€nderungen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein in den USA betrug der Schaden durch Online-Betrug im vergangenen Jahr ĂŒber 10,5 Milliarden Euro – ein dramatischer Anstieg gegenĂŒber dem Vorjahr. E-Mail bleibt dabei das bevorzugte Werkzeug der BetrĂŒger.

Was macht die aktuelle Bedrohungslage so gefĂ€hrlich? KI-gestĂŒtzte Angriffe erreichen eine QualitĂ€t, die selbst erfahrene Nutzer tĂ€uschen kann. Die Zeit der offensichtlichen Rechtschreibfehler in Phishing-Mails ist vorbei.

Passwort-Revolution: Mehr als nur Buchstaben und Zahlen

Die Grundregeln haben sich verschĂ€rft. Ein sicheres Passwort benötigt mindestens zwölf Zeichen und kombiniert Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen. Entscheidend: FĂŒr jeden Account ein eigenes Passwort.

Passwort-Manager werden vom Luxus zur Notwendigkeit. Diese Tools generieren und speichern komplexe Kennwörter automatisch. Die Investition lohnt sich – denn wer kann sich schon Dutzende verschiedene Passwörter merken?

Doch selbst das stĂ€rkste Passwort reicht nicht mehr aus. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bildet die zweite Verteidigungslinie. Dabei bestĂ€tigt eine zusĂ€tzliche App oder SMS-Code jede Anmeldung. Sicherheitsexperten empfehlen Authentifizierung-Apps gegenĂŒber SMS-Codes – diese lassen sich schwerer abfangen.

KI macht BetrĂŒger gefĂ€hrlicher denn je

KĂŒnstliche Intelligenz revolutioniert nicht nur ehrliche GeschĂ€fte, sondern auch kriminelle Machenschaften. Moderne Phishing-Attacken nutzen persönliche Informationen aus sozialen Netzwerken fĂŒr maßgeschneiderte Betrugsversuche.

Besonders perfide: Deepfake-Technologie erzeugt tĂ€uschend echte Audio- und Videobotschaften. BetrĂŒger geben sich als Familienmitglieder oder Chefs aus und fordern Geldtransfers oder sensible Daten.

Der Schutz beginnt mit gesunder Skepsis. Unaufgeforderte Nachrichten, die schnelles Handeln verlangen, sollten stets ĂŒber einen separaten Kanal verifiziert werden. Beim Surfen zeigt das Schloss-Symbol in der Adresszeile eine sichere Verbindung an.

Smart Home: Einfallstor fĂŒr Hacker

Jeder vernetzte KĂŒhlschrank, jede WLAN-Kamera wird zum potenziellen Sicherheitsrisiko. Studien belegen: Smart-Home-GerĂ€te erleben tĂ€glich Angriffe. Die Standard-Passwörter der Hersteller bilden dabei das schwĂ€chste Glied.

Die Lösung: Sofortiger Passwort-Wechsel nach der Installation. RegelmĂ€ĂŸige Firmware-Updates schließen bekannte SicherheitslĂŒcken. Profis empfehlen ein separates GĂ€ste-WLAN fĂŒr Smart-GerĂ€te – so bleiben Computer und Smartphones geschĂŒtzt.

Öffentliche WLAN-Netze bergen zusĂ€tzliche Risiken. Online-Banking sollte hier tabu sein. VPN-Dienste verschlĂŒsseln den gesamten Datenverkehr und machen Abhörversuche zunichte.
Anzeige: Übrigens: Viele Android-Nutzer ĂŒbersehen ein paar einfache Schutzmaßnahmen – gerade bei WhatsApp, Online-Shopping und Banking. Ein kostenloser Ratgeber zeigt Schritt fĂŒr Schritt, wie Sie Ihr Android ohne teure Zusatz-Apps absichern – inklusive Checklisten fĂŒr Updates, App-Berechtigungen und sichere Netzwerke. Jetzt das kostenlose Sicherheitspaket fĂŒr Android sichern

Social Media: Goldgrube fĂŒr Kriminelle

Facebook, Instagram und Co. sammeln unfreiwillig Daten fĂŒr Cyberkriminelle. VollstĂ€ndige Geburtsdaten, Wohnadressen oder UrlaubsplĂ€ne erleichtern IdentitĂ€tsdiebstahl erheblich.

Die PrivatsphĂ€re-Einstellungen verdienen regelmĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfung. Wer darf Posts sehen? Welche Apps haben noch Zugriff auf das Profil? Suchmaschinen sollten nicht auf persönliche Profile verweisen können.

Selbst harmlose Fotos verraten mehr als gewollt. Hausnummern, Autokennzeichen oder Arbeitsplatz-Details im Hintergrund liefern Kriminellen wertvolle Informationen.

Neue Gesetze verstĂ€rken Schutzmaßnahmen

Die Politik reagiert auf die wachsende Bedrohung. Großbritanniens Online-Sicherheitsgesetz verpflichtet Plattformen erstmals zu aktivem Nutzerschutz. In den USA diskutiert der Kongress Ă€hnliche Regelungen, besonders fĂŒr den Schutz MinderjĂ€hriger.

Gleichzeitig entstehen Datenschutz-orientierte Alternativen zu den großen Tech-Konzernen. Diese Plattformen setzen auf Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung und minimale Datensammlung – ein Trend, der sich 2025 verstĂ€rken dĂŒrfte.
Anzeige: FĂŒr alle, die beim Chatten mehr PrivatsphĂ€re wollen: Ein kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie in wenigen Minuten sicher zu Telegram wechseln, Ihre Nummer verbergen und geheime, Ende?zu?Ende?verschlĂŒsselte Chats nutzen. Schritt?fĂŒr?Schritt erklĂ€rt – ideal auch fĂŒr Einsteiger. Kostenlosen Telegram-Guide herunterladen

Die Zukunft der Online-Sicherheit liegt in drei SÀulen: strengere Gesetze, nutzerfreundlichere Technologie und vor allem aufgeklÀrte Verbraucher, die digitale Risiken erkennen und vermeiden können.

@ boerse-global.de