D-Wave: 217 Millionen für Quantum-Circuits-Technologie
13.05.2026 - 21:13:09 | boerse-global.deAuf den ersten Blick sehen die Q1-Zahlen von D-Wave Quantum ernüchternd aus. Wer genauer hinschaut, erkennt eine andere Geschichte.
Der Quartalsumsatz fiel auf 2,86 Millionen Dollar — ein Rückgang von rund 81 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Was dramatisch klingt, hat eine simple Erklärung: Im Vorjahreszeitraum hatte ein einmaliger Systemverkauf über 12,6 Millionen Dollar die Basis künstlich aufgebläht. Bereinigt um diesen Sondereffekt fällt der Vergleich deutlich weniger spektakulär aus. Der Verlust je Aktie lag bei 0,05 Dollar — besser als die erwarteten 0,08 Dollar.
Rekordbuchungen als eigentlicher Taktgeber
Was Analysten aufhorchen lässt, sind die Auftragseingänge. D-Wave meldete für Q1 Buchungen von 33,4 Millionen Dollar — ein Anstieg von knapp 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren ein 20-Millionen-Dollar-Systemvertrag mit der Florida Atlantic University und ein 10-Millionen-Dollar-Servicevertrag mit einem Fortune-100-Konzern. Der gesamte Auftragsbestand aus noch zu erfüllenden Kundenverpflichtungen summiert sich auf 42,4 Millionen Dollar.
Needham & Company hält an einem Kursziel von 40 Dollar fest und bekräftigte das "Buy"-Rating. Das entspräche gemessen am aktuellen Kurs von rund 18 Euro einem Aufwärtspotenzial von fast 79 Prozent. Insgesamt zählt D-Wave derzeit 14 Kaufempfehlungen.
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Übernahme verändert die Bilanz grundlegend
Ein strategisch bedeutsamer Schritt war der Abschluss der Quantum-Circuits-Akquisition im ersten Quartal. Die Transaktion fügte der Bilanz rund 217 Millionen Dollar an entwickelter Technologie und Markenrechten sowie 342,6 Millionen Dollar Goodwill hinzu. Die Bilanzsumme wuchs auf rund 1,2 Milliarden Dollar.
Die Übernahme soll D-Waves Entwicklung von Gate-Modell-Quantensystemen beschleunigen — als Ergänzung zur bestehenden Annealing-Technologie. Der technische Fahrplan sieht ein 1.000-Qubit-System bis 2028 und ein 10.000-Qubit-System bis 2030 vor. Den Punkt, an dem Quantensysteme klassische Computer bei kommerziellen Aufgaben übertreffen, peilt das Unternehmen für 2032 an.
Liquidität unter Druck
Die Expansion hat ihren Preis. Die liquiden Mittel sanken von 635 Millionen Dollar Ende 2025 auf 338 Millionen Dollar zum 31. März 2026 — hauptsächlich durch 250,8 Millionen Dollar akquisitionsbedingter Abflüsse und einen operativen Cash-Burn von 45 Millionen Dollar im Quartal.
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Institutionelle Investoren scheinen das einzupreisen. Die Royal Bank of Canada erhöhte ihre Position um knapp 60 Prozent auf rund 162.000 Aktien. Baird Financial Group stockte um zwölf Prozent auf. Die Aktie selbst notiert mit einem RSI von 36,8 im überverkauften Bereich und liegt rund 53 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch — ein Spiegelbild der hohen Volatilität in einem Sektor, der Geduld verlangt. Ob die Buchungsrekorde die Umsatzlücke in den kommenden Quartalen schließen, wird die entscheidende Messlatte für die Bewertung bleiben.
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