DĂ€nische Zeitung: Russland plant Sabotage in DĂ€nemark
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 06:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUnter den Zielen seien besonders Unternehmen in der Verteidigungsindustrie, die eine Verbindung zur militĂ€rischen Hilfe in der Ukraine hĂ€tten, sagte der Chef fĂŒr Spionageabwehr beim dĂ€nischen Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET, Emil GrĂŠsholm, der Zeitung.
"Das Hauptziel ist, konkrete Lieferungen fĂŒr die ukrainische Verteidigung zu stoppen", sagte GrĂŠsholm den Angaben zufolge. "Gleichzeitig soll uns Angst gemacht werden, damit wir die Ukrainer nicht mehr unterstĂŒtzen und unsere eigene VerteidigungsfĂ€higkeit nicht ausbauen."
In der Regel hĂ€lt sich der Nachrichtendienst bedeckt - nicht in diesem Fall: "Die Auswahl der Ziele und die Vorbereitungen sind so konkret, dass wir es fĂŒr notwendig halten, mit der Nachricht an die Ăffentlichkeit zu gehen, dass es sich um eine Bedrohung handelt, die ernst genommen werden muss", sagte GrĂŠsholm. "Berlingske" gegenĂŒber nannte er Brandstiftung als mögliches Ziel der russischen PlĂ€ne. Unternehmen in der RĂŒstungsindustrie seien aufgerufen, ihre SicherheitsmaĂnahmen zu verschĂ€rfen.
Russland versuche auĂerdem, "ganz gewöhnliche DĂ€nen" fĂŒr seine PlĂ€ne zu rekrutieren - oft, ohne dass diese wĂŒssten, dass sie fĂŒr Moskau arbeiteten. "Es kann darum gehen, Fotos oder Videos von Unternehmen oder Anlagen zu machen, die dann fĂŒr SabotageplĂ€ne genutzt werden können", sagte GrĂŠsholm. Er rief die DĂ€ninnen und DĂ€nen auf, misstrauisch zu sein, wenn sie mit solchen Anfragen konfrontiert wĂŒrden.
PET rechne damit, dass die Bedrohung "in Umfang und KomplexitĂ€t" weiter zunehme, hieĂ es. "Sie richtet sich gegen ukrainische RĂŒstungshersteller in DĂ€nemark", sagte GrĂŠsholm. "Aber wir können sehen, dass sich die Russen generell fĂŒr die RĂŒstungsindustrie in DĂ€nemark interessieren."
