DAK-Report, Psychische

DAK-Report: Psychische Krise bei Jugendlichen spitzt sich zu

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Neue Studien zeigen dramatische Zunahme von Angststörungen und Depressionen bei Jugendlichen, besonders bei MĂ€dchen. Die Folgen fĂŒr Gesellschaft und Arbeitswelt sind erheblich.

DAK-Report: Psychische Krise bei Jugendlichen spitzt sich zu - Foto: ĂŒber boerse-global.de
DAK-Report: Psychische Krise bei Jugendlichen spitzt sich zu - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Angststörungen und Depressionen bei Jugendlichen in Hessen erreichen dramatische HöchststĂ€nde. Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit, der diese Woche veröffentlicht wurde. Die Probleme verfestigen sich zunehmend – ein alarmierendes Signal, das eine bundesweite Krise widerspiegelt.

Besonders betroffen sind MÀdchen zwischen 15 und 17 Jahren. Bei ihnen stieg die Zahl diagnostizierter Angststörungen seit 2019 um rund 76 Prozent. Im Jahr 2024 waren bereits 71 von 1.000 DAK-versicherten MÀdchen dieser Altersgruppe deswegen in Behandlung. Noch erschreckender: Chronische, also dauerhaft behandelte Angststörungen, nahmen bei jugendlichen MÀdchen um 182 Prozent zu.

Doppeldiagnosen explodieren

Die Jugendlichen leiden hÀufig unter mehreren psychischen Erkrankungen gleichzeitig. Diese sogenannten KomorbiditÀten haben stark zugenommen. Die Zahl der MÀdchen, die parallel an Angststörungen und Depressionen litten, schnellte seit 2019 um 114 Prozent in die Höhe.

Anzeige

Der zunehmende Leistungsdruck in Ausbildung und Alltag erfordert neue Strategien, um die eigene psychische Gesundheit langfristig zu schĂŒtzen. Dieser kostenlose Guide bietet konkrete Sofortmaßnahmen, mit denen Sie Stress reduzieren und Ihre persönliche Balance wiederfinden. Gratis E-Book: Stressfrei produktiv herunterladen

Mit diesen Werten liegt Hessen ĂŒber dem Bundesdurchschnitt. Das Bundesland zĂ€hlt zu den fĂŒnd Regionen mit den höchsten Fallzahlen bei psychischen Belastungen junger Frauen. Experten beobachten geschlechtsspezifische BewĂ€ltigungsstrategien: WĂ€hrend sich weibliche Jugendliche oft in soziale Medien zurĂŒckziehen, neigen mĂ€nnliche Gleichaltrige eher zu exzessivem Gaming.

Bundesweiter Trend zu Depressionen

Die Krise beschrÀnkt sich nicht auf Hessen oder Jugendliche. Eine Hochrechnung der KaufmÀnnischen Krankenkasse (KKH) von Anfang der Woche untermauert den besorgniserregenden Trend. Bundesweit leiden rund 4,2 Millionen Menschen an wiederkehrenden Depressionen.

Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl dieser Diagnosen um fast 50 Prozent. Besonders dramatisch fĂ€llt der Anstieg bei den 18- bis 20-JĂ€hrigen aus: Hier haben sich die FĂ€lle zwischen 2014 und 2024 mehr als verdoppelt – ein Plus von gut 118 Prozent. Frauen sind insgesamt etwa doppelt so hĂ€ufig betroffen wie MĂ€nner.

Psychische Leiden legen Arbeitswelt lahm

Die Folgen fĂŒr die Gesellschaft und Wirtschaft sind massiv. Psychische Erkrankungen sind mittlerweile die zweithĂ€ufigste Ursache fĂŒr ArbeitsausfĂ€lle. Das belegt ein DAK-Gesundheitsreport aus dem Januar. Die Fehltage aufgrund seelischer Leiden nahmen demnach im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent zu.

Was treibt diese Entwicklung an? Experten sehen eine toxische Mischung aus Leistungsdruck, den Nachwirkungen der Pandemie-Isolation und der stĂ€ndigen Konfrontation mit globalen Krisen. Die DAK-Landeschefin und der Landesvorsitzende der Kinder- und JugendĂ€rzte fordern als Konsequenz eine Offensive fĂŒr mentale Gesundheit an Schulen.

Wann wird Stress zur Krankheit?

Doch wo endet alltĂ€glicher Stress und wo beginnt eine behandlungsbedĂŒrftige Krise? Anhaltende Niedergeschlagenheit, sozialer RĂŒckzug oder Schlafstörungen ĂŒber mehrere Wochen können Warnsignale sein. Auch Konzentrationsschwierigkeiten, stĂ€ndiges GrĂŒbeln und der Verlust von Interessen sind typische Anzeichen.

Anzeige

HĂ€ufige Begleiterscheinungen von langanhaltender mentaler Belastung sind nachlassender Fokus und Konzentrationsschwierigkeiten im Alltag. Mit diesen elf einfachen Routinen und einem Selbsttest stĂ€rken Sie Ihre mentale Fitness und fördern Ihr GedĂ€chtnis nachhaltig. Kostenlosen Report „Gehirntraining leicht gemacht“ sichern

Wenn solche Symptome den Alltag stark beeintrĂ€chtigen, raten Experten zum Arztbesuch. Der Hausarzt kann eine erste EinschĂ€tzung geben und an FachĂ€rzte oder Psychotherapeuten ĂŒberweisen. Zunehmend kommen auch digitale Gesundheitsanwendungen zum Einsatz, die als App auf Rezept verordnet werden können.

Initiativen des Bundesministeriums fĂŒr Arbeit und Soziales arbeiten derweil daran, die psychische Gesundheit in der Arbeitswelt zu stĂ€rken. Die BewĂ€ltigung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe bleibt eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68672279 |