Daldrup, Söhne

Daldrup & Söhne: 100-Millionen-Ziel bis 2030

20.06.2026 - 11:13:08 | boerse-global.de

Daldrup & Söhne bestätigt Jahresziele und peilt bis 2030 eine Gesamtleistung von über 100 Millionen Euro an. Der Auftragsbestand sichert die Auslastung bis 2027.

Daldrup & Söhne: Ambitionierter Wachstumskurs zur 100-Millionen-Marke
Daldrup - Geothermisches Kraftwerk mit aufsteigendem Dampf vor dramatischem Himmel, symbolisch für Energieziele und Wachstum. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Botschaft ist klar: Daldrup & Söhne soll deutlich wachsen. Der Spezialist für Bohrtechnik und Geothermie hat auf seinem Kapitalmarkttag die Jahresziele bestätigt und gleichzeitig einen ambitionierten Blick nach vorne geworfen. Die Aktie reagierte am Freitag verhalten und schloss bei 21,70 Euro mit einem Minus von 1,81 Prozent.

Ziele: von 58 auf über 100 Millionen

Für 2026 rechnet das Management mit einer Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro. Das wären gut 13 Prozent mehr als die 51,1 Millionen aus 2025. Die EBIT-Marge soll zwischen 11,5 und 13,5 Prozent liegen – unter dem Vorjahreswert von 17,1 Prozent. Das Management selbst bezeichnet die Prognose als konservativ.

Mittelfristig peilt Daldrup eine Gesamtleistung von bis zu 75 Millionen Euro an. Das Fernziel: die 100-Millionen-Euro-Marke bis 2030. Möglich machen soll das eine hohe Marktnachfrage bei gleichzeitig begrenzten Bohrkapazitäten.

Auftragsbuch bis 2027 gefüllt

Ein wichtiger Trumpf: der Auftragsbestand. Ende März lag er bei rund 120 Millionen Euro. Das sichert die Auslastung bis weit in das Jahr 2027 hinein. Besonders im Fokus steht das Geothermie-Projekt in Pullach. Die Bohrarbeiten starten im dritten Quartal 2026 – mit Signalwirkung für das operative Geschäft ab 2027.

Hinzu kommt regulatorischer Rückenwind. Das Geothermie-Beschleunigungsgesetz vereinfacht Genehmigungsverfahren. Ein KfW-Förderkredit reduziert das Fündigkeitsrisiko für Investoren. Die Impulse treiben die Nachfrage und stützen Daldrups Geschäftsmodell.

Aktie mit Luft nach oben

Der Blick auf die Kursentwicklung zeigt Ambivalenz. Über zwölf Monate legte die Aktie um 76,42 Prozent zu. Vom 52-Wochen-Hoch bei 30,50 Euro aus dem Februar 2026 ist sie allerdings knapp 29 Prozent entfernt. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 22,96 Euro, also rund fünf Prozent über dem aktuellen Kurs. Der RSI von 48,3 signalisiert eine neutrale Marktverfassung. Vieles hängt jetzt an der Umsetzung der Bohrprojekte und der Frage, ob Daldrup die Margen trotz des expansiven Wachstums stabilisieren kann.

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