Darksword, Daten

Darksword: iPhone-Malware klaut Daten beim Webseiten-Besuch

21.03.2026 - 05:09:29 | boerse-global.de

Die Schadsoftware Darksword infiziert iPhones lautlos ĂŒber manipulierte Webseiten und stiehlt persönliche Daten sowie Krypto-ZugĂ€nge. Betroffen sind Millionen GerĂ€te mit Ă€lteren iOS-Versionen.

Darksword: iPhone-Malware klaut Daten beim Webseiten-Besuch - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Darksword: iPhone-Malware klaut Daten beim Webseiten-Besuch - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Sicherheitsforscher decken eine hochgefĂ€hrliche iPhone-Schadsoftware auf. „Darksword“ infiziert GerĂ€te lautlos beim Besuch manipulierter Webseiten – ohne Klick auf Links. Die Malware stiehlt binnen Minuten persönliche Daten und Krypto-ZugĂ€nge.

Unsichtbarer Angriff durch sechs SicherheitslĂŒcken

Die Experten von Google, Lookout und iVerify fanden heraus, dass Darksword eine Kette von sechs Schwachstellen in iOS und dem Safari-Browser WebKit ausnutzt. Darunter waren auch bisher unbekannte Zero-Day-LĂŒcken. Der Infektionsweg ist tĂŒckisch: Nutzer mĂŒssen nur eine prĂ€parierte Webseite aufrufen. Ein verstecktes Skript fĂŒhrt dann den Schadcode aus und bricht aus dem Browser aus.

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Die Angreifer nutzten gehackte, legitime Seiten oder tĂ€uschend echte Kopien. In der Ukraine wurden Regierungsseiten manipuliert, in Saudi-Arabien eine gefĂ€lschte Snapchat-Seite. FĂŒr das Opfer bleibt der gesamte Vorgang unsichtbar.

Schneller Raubzug nach Daten und Kryptogeld

Einmal auf dem GerÀt, lÀdt Darksword weitere Module nach. Diese durchsuchen das iPhone systematisch nach wertvollen Informationen. Erbeutet werden SMS, Chats, Anruflisten, Passwörter, Fotos, Gesundheitsdaten und StandortverlÀufe.

Besonders im Fokus stehen aber KryptowĂ€hrungen. Die Malware sucht gezielt nach Apps wie Coinbase, Binance oder Metamask, um an digitale Wallets zu gelangen. Der Datendiebstahl lĂ€uft in Sekunden ab. Anschließend löscht sich die Schadsoftware selbst, um Spuren zu verwischen.

Millionen GerĂ€te betroffen – Wer steckt dahinter?

Laut SchĂ€tzungen sind weltweit rund 270 Millionen iPhones potenziell gefĂ€hrdet. Diese laufen noch mit den anfĂ€lligen iOS-Versionen 18.4 bis 18.7. Die Angriffe wurden bis November 2025 zurĂŒckverfolgt und konzentrierten sich auf Nutzer in der Ukraine, Saudi-Arabien, der TĂŒrkei und Malaysia.

Hinter den Attacken vermuten die Forscher verschiedene Akteure. Die EinsĂ€tze in der Ukraine werden einer mutmaßlich russischen Spionagegruppe zugeschrieben. In anderen Regionen könnten kommerzielle Überwachungsfirmen die Technologie an ihre Kunden verkauft haben.

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So schĂŒtzen Sie Ihr iPhone

Apple hat bereits reagiert. Die SicherheitslĂŒcken wurden mit den Updates iOS 26.3 und spĂ€ter geschlossen. Auch fĂŒr Ă€ltere GerĂ€te stellte das Unternehmen Notfall-Patches bereit.

Nutzer, die ihr Betriebssystem aktuell halten, sind geschĂŒtzt. Der optionale „Lockdown Mode“ wehrt die Angriffe ebenfalls ab. Die klare Empfehlung der Sicherheitsexperten: PrĂŒfen Sie umgehend die Systemeinstellungen und installieren Sie alle verfĂŒgbaren Updates sofort.

Ein beunruhigender Trend am iOS-Markt

Darksword ist bereits der zweite hochkomplexe Angriff dieser Art binnen weniger Wochen. Das zeigt: Hochwirksame Hacking-Werkzeuge, einst Geheimdienstvorbehalten, sind heute auch fĂŒr kriminelle Gruppen verfĂŒgbar.

Die professionelle Architektur der Malware beweist, mit welchen Ressourcen Cyberkriminelle heute arbeiten. FĂŒr Nutzer verschwimmen die Grenzen zwischen gezielter Spionage und massenhafter KriminalitĂ€t. Die einfache Infektion per Webseiten-Besuch macht automatische Updates zur ĂŒberlebenswichtigen Notwendigkeit.

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