Novo Nordisk enttÀuscht mit Studie
24.11.2025 - 15:25:06 | dpa.deDie zulassungsrelevante Phase-III-Studie Evoke zu Semaglutid in oraler Darreichungsform habe im Vergleich zu Placebo keine statistisch signifikante Verlangsamung des Fortschreitens der Alzheimer-Krankheit gezeigt, teilte der dÀnische Pharmariese am Montag mit.
Die Hoffnung auf einen Erfolg von Rybelsus, also der Semaglutid-Tablette, sei zwar nicht allzu hoch gewesen, schrieb Michael Leuchten vom Investmenthaus Jefferies. Der Misserfolg nehme aber den Optimisten ein mögliches Argument, am Ball zu bleiben. Die Umsatzaussichten bis 2027 wĂŒrden heftig debattiert, schrieb er. Es drohten nun weiter sinkende Bewertungen.
Der Aktienkurs von Novo Nordisk brach nach den Neuigkeiten um zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2021 ein. Die Talfahrt der Papiere beschleunigte sich damit wieder.
So blickt die UnternehmensfĂŒhrung seit Anfang November wegen unverĂ€ndert schwieriger GeschĂ€fte mit Diabetesmitteln und Gewichtssenkern noch vorsichtiger auf das laufende Jahr. Zudem kĂŒrzte das Management um den erst seit Anfang August amtierenden Chef Maziar Mike Doustdar seine InvestitionsplĂ€ne. Die DĂ€nen ringen seit geraumer Zeit mit der zunehmenden Konkurrenz durch den US-Hersteller Lilly US5324571083. Auf dem wichtigen US-Markt machen ihnen zudem von Apotheken hergestellte billige Kopien das Leben schwer.
Seit Jahresbeginn hat der Aktienkurs des einst wertvollsten Unternehmens Europas an der Börse mittlerweile um 56 Prozent nachgegeben, nachdem er dank des anfÀnglichen Hypes um Abnehmmedikamente immens gestiegen war. Im Vergleich zum Rekordhoch von Mitte 2024, als die Aktie mehr als 1000 dÀnische Kronen gekostet hatte, sind fast drei Viertel dahin.
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