Rekord, NeugrĂŒndungen

Rekord bei NeugrĂŒndungen von BĂ€ckereien

09.06.2026 - 06:11:54 | dpa.de

Das BĂ€ckerhandwerk hat im vergangenen Jahr so viele NeugrĂŒndungen wie nie zuvor registriert, der Branchenverband sieht die Betriebe dennoch unter erheblichem Druck.

2025 machten sich 448 BĂ€ckermeisterinnen und -meister selbststĂ€ndig, der Zentralverband des Deutschen BĂ€ckerhandwerks spricht von einem neuen Höchststand an NeugrĂŒndungen. Dennoch sank die Zahl der handwerklichen BĂ€ckereibetriebe um 2,8 Prozent auf 8.659 Unternehmen. Der Strukturwandel der Branche setze sich fort, wenn auch langsamer als in den Jahren zuvor, teilte der Verband mit.

Der Branchenumsatz stieg im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 18,14 Milliarden Euro. Die Zahl der BeschÀftigten hingegen sank um 1,4 Prozent auf 232.000.

Das BĂ€ckereihandwerk zeige sich trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen "widerstandsfĂ€hig", teilte der Verband weiter mit. PrĂ€sident Roland Ermer betonte zugleich, von Entwarnung könne keine Rede sein. Viele Betriebe arbeiteten am Limit und kĂ€mpften tĂ€glich mit gestiegenen Kosten und wachsender BĂŒrokratie.

Ermer beklagte unter anderem, dass die Handwerksbetriebe die gleichen Vorgaben erfĂŒllen mĂŒssten wie die Industrieunternehmen, die ihre Produkte ĂŒber SupermĂ€rkte vertreiben und mit denen die BĂ€ckereien konkurrieren. Eine zentrale Forderung des Verbandes ist die Aufhebung der BeschrĂ€nkung der Sonntagsarbeit. Die Drei-Stunden-Grenze beim Sonntagsbacken gehöre abgeschafft. "Wer frische Backwaren am Sonntag und Montagmorgen anbieten soll, muss sie auch herstellen dĂŒrfen", mahnte Ermer.

Nach dem Arbeitszeitgesetz dĂŒrfen BĂ€ckereien bisher an Sonn- und Feiertagen bis zu drei Stunden Backwaren herstellen und liefern. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, den sogenannte Ausnahmekatalog im Arbeitszeitgesetz fĂŒr Sonn- und FeiertagsbeschĂ€ftigung um das BĂ€ckereihandwerk zu erweitern. Dabei sollten hohe Standards im Arbeitsschutz gewahrt bleiben.

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