Drohender, Engpass

Drohender Engpass bei weiteren Antibiotika

24.01.2026 - 17:57:12 | dpa.de

Das Bundesgesundheitsministerium reagiert auf einen drohenden Engpass beim Nachschub bestimmter Antibiotika.

Es gab im Bundesanzeiger einen Versorgungsmangel bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin bekannt, die mit Spritzen verabreicht werden. Eine solche offizielle Feststellung erlaubt befristet Abweichungen von Zulassungsvorgaben, um ein leichteres Ausweichen auf importierte Produkte zu ermöglichen.

Hintergrund sind aktuelle Informationen, dass die noch vorhandenen BestÀnde in absehbarer Zeit vollstÀndig aufgebraucht sein werden, wie eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage erlÀuterte. Mit der Bekanntmachung eines Versorgungsmangels könnten nun etwa PrÀparate aus dem Ausland eingesetzt werden, die keine deutschen Kennzeichnungen haben. Damit könne auch nach Abverkauf des Restbestandes die Versorgung gewÀhrleistet werden.

Bei den betroffenen Arzneimitteln handelt es sich laut Ministerium um ein Antibiotikum, das etwa zur Langzeitbehandlung von Streptokokken-Infektionen angewendet wird, um rheumatische HerzentzĂŒndungen zu verhindern.

Eine kritischere Liefersituation gibt es bereits bei den Antibiotika-Wirkstoffen Cefuroxim, Clindamycin, Cotrimoxazol und Erythromycin. Das Ministerium hatte dazu ebenfalls einen Versorgungsmangel festgestellt. Solche FĂ€lle sind generell selten. Seit 2015 kam dies nach amtlichen Angaben weniger als 20-mal vor.

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