Kartellamt: Preisaufschlag an Autobahntankstellen wÀchst
05.07.2024 - 11:26:08 | dpa.deDie PreisaufschlĂ€ge seien "in den letzten Wochen noch einmal deutlich gestiegen", sagte Kartellamt-PrĂ€sident Andreas Mundt. "Derzeit bezahlt man an der Autobahn fĂŒr Benzin und Diesel ĂŒber 40 Cent mehr pro Liter."
Vor allem bei Diesel ist der Preisabstand zuletzt deutlich gröĂer geworden. Hatte er im ersten Quartal noch um die 36 Cent pro Liter gelegen, waren es zuletzt etwa 41 Cent. Bei Superbenzin der Sorte E5 waren es im FrĂŒhjahr noch rund 39 Cent, inzwischen sind es knapp 42. Das Kartellamt rĂ€t Verbrauchern, Autobahntankstellen zu meiden und Tank-Apps zu nutzen. Der ADAC hatte sich kĂŒrzlich auf Basis einer eigenen, allerdings sehr viel kleineren Stichprobe Ă€hnlich geĂ€uĂert.
Scharfe Kritik kam von der Partei Die Linke. Deren Bundestagsabgeordneter Victor Perli warf den Betreibern vor, Autofahrer abzuzocken und forderte die Bundesregierung auf, die wachsenden PreisaufschlĂ€ge zu unterbinden. "Kurzfristig mit einer Deckelung der Preise", langfristig mĂŒssten die RaststĂ€tten wieder in den Besitz der öffentlichen Hand zurĂŒckkehren.
Unterschiede zwischen BundeslÀndern geringer
Die Preisunterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern waren laut Kartellamt dagegen etwas rĂŒcklĂ€ufig. Am 30. Juni lagen bei Diesel 6 Cent zwischen dem teuersten und dem billigsten Bundesland. Bei Benzin waren es 5 Cent. Einige ostdeutsche LĂ€nder gehörten weiter zu den teureren Regionen, hieĂ es.
FĂŒr die Unterschiede sieht man beim Kartellamt mehrere ErklĂ€rungsansĂ€tze. So seien die östlichen BundeslĂ€nder stĂ€rker vom Embargo auf russisches Ăl betroffen und die Raffinerien PCK und Leuna könnten noch nicht wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden. Zudem fielen auch die Importe fertiger Kraftstoffe aus Russland weg, die ebenfalls traditionell im Osten eine gröĂere Rolle gespielt hĂ€tten.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

