Bund verlĂ€ngert Treuhand ĂŒber Rosneft-Anteile an Raffinerie PCK
08.09.2025 - 17:34:03Die Treuhandverwaltung wird bis zum 10. MÀrz 2026 verlÀngert, wie das Ministerium in Berlin mitteilte.
Damit behalte die Bundesnetzagentur weiterhin die Kontrolle ĂŒber Rosneft Deutschland und damit auch ĂŒber den jeweiligen Anteil an der PCK Schwedt sowie den Raffinerien MiRo in Karlsruhe und Bayernoil in Vohburg (Bayern). Die Anordnung zur VerlĂ€ngerung der Treuhandverwaltung gewĂ€hrleiste insbesondere die Versorgung der BundeslĂ€nder Berlin und Brandenburg und sichere den Standort Schwedt.
Weiter hieà es, Rosneft Russland habe dargelegt, dass ein Verkauf von Rosneft Deutschland aktiv betrieben werde. "Ein Verkauf wÀre der rechtssicherste und somit auch schnellste Weg, um Investitionen in die Raffinerien zu ermöglichen und die Standorte in Deutschland zu sichern."
PCK gehört mehrheitlich Rosneft-Tochterfirmen
Die Brandenburger Landesregierung wertete die VerlĂ€ngerung positiv. "Unser Ziel bleibt eine dauerhafte Sicherung der PCK Schwedt. DafĂŒr ist die VerlĂ€ngerung der TreuhĂ€nderschaft in der aktuellen Lage die richtige Entscheidung", teilte Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) mit. "Sie gibt den BeschĂ€ftigten und der Uckermark die nötige Sicherheit."
Die Raffinerie PCK versorgt weite Teile des Nordostens und Berlin unter anderem mit Sprit, Heizöl und Kerosin. Sie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine stellte der Bund die Rosneft-Töchter unter Treuhandverwaltung, er hat die Kontrolle. Die damalige Bundesregierung entschied auch, auf russisches Pipeline-Ăl zu verzichten, das die PCK jahrzehntelang versorgte. Die Raffinerie musste sich andere Bezugsquellen suchen.
Die Treuhandverwaltung wurde bisher fĂŒr jeweils ein halbes Jahr angeordnet, sie wĂ€re ohne VerlĂ€ngerung am Mittwoch ausgelaufen.

