Autokrise belastet Chipkonzern Elmos - Aktie sackt ab
06.05.2025 - 11:38:23Im ersten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um gut 7 Prozent auf knapp 127 Millionen Euro zurĂŒck, wie die Gesellschaft am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Der operative Gewinn und der Ăberschuss brachen sogar um fast ein Viertel ein. An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an.
Die Elmos-Aktie bĂŒĂte am Vormittag zuletzt mehr als vier Prozent auf 59,10 Euro ein und gehörte zu den gröĂten Verlierern im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386. Seit Jahresbeginn hat sie damit rund zwölf Prozent an Wert verloren.
Analysten hatten fĂŒr das erste Quartal zwar mit RĂŒckgĂ€ngen bei Umsatz und Gewinn gerechnet. Doch die GeschĂ€ftszahlen brachen noch stĂ€rker ein als von den Experten erwartet.
Laut Vorstandschef Arne Schneider lagen Umsatz und Ergebnis allerdings in dem vom Management erwarteten Rahmen. "Trotz der weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten wir einen soliden Jahresstart verzeichnen", sagte er mit Blick auf die Zahlen.
Die RĂŒckgĂ€nge erklĂ€rte er mit einer gedĂ€mpften Marktentwicklung. Die Kunden des Unternehmens hĂ€tten weniger bestellt. Abseits vom Boom-Thema KI kĂ€mpfte die Branche mit einer schwĂ€cheren Entwicklung. So bauten Kunden derzeit zunĂ€chst weiter LagerbestĂ€nde ab, anstatt neu zu bestellen. Elmos Semiconductor beliefert vor allem die Autobranche. Seit dem Verkauf seiner Waferfertigung in Dortmund konzentriert sich das Unternehmen stĂ€rker auf Entwicklung und Tests.
Im ersten Quartal verdiente Elmos vor Zinsen und Steuern (Ebit) 25,6 Millionen Euro und damit gut 24 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die entsprechende Marge sank von 24,7 auf 20,2 Prozent. Der Ăberschuss sackte um rund ein Viertel auf 18,5 Millionen Euro ab.
An seinen GeschĂ€ftsprognosen fĂŒr 2025 hĂ€lt Elmos fest. Dabei erwartet das Unternehmen fĂŒr den weiteren Jahresverlauf ein allmĂ€hliches Ende der Bestandsbereinigungen und sukzessiv höhere Auftragsvolumina. Jedoch sei die VisibilitĂ€t "weiterhin begrenzt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind unverĂ€ndert herausfordernd".
Der Umsatz soll daher in diesem Jahr wie geplant etwa 580 Millionen Euro erreichen. Das wĂ€re etwa so viel wie im Rekordjahr 2024. Bei seiner Prognose fĂŒr 2025 lĂ€sst sich der Vorstand allerdings eine Spanne von jeweils 30 Millionen nach unten und oben offen. Vom Erlös sollen 20 bis 26 Prozent als operativer Gewinn (Ebit) ĂŒbrig bleiben. Im vergangenen Jahr hatte diese Marge bei 25,1 Prozent gelegen.

