Regeln, GeldwÀsche

Regeln gegen GeldwÀsche: EU-Parlament nickt Bargeldobergrenze ab

24.04.2024 - 19:15:41

Das EU-Parlament hat den Weg fĂŒr schĂ€rfere Regeln gegen GeldwĂ€sche und Terrorismusfinanzierung frei gemacht.

Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Straßburg unter anderem fĂŒr eine Bargeldobergrenze von 10 000 Euro in der EU. Die nationalen Regierungen können den Angaben zufolge allerdings auch eine niedrigere Höchstgrenze festlegen.

In Deutschland gibt es bislang keine Grenze fĂŒr das Zahlen mit Scheinen und MĂŒnzen. Wer BetrĂ€ge ĂŒber 10 000 Euro bar bezahlen will, muss sich aber ausweisen und nachweisen, woher das Geld stammt. Der HĂ€ndler ist verpflichtet, diese Angaben zu erfassen und aufzubewahren.

Die geplanten neuen Gesetze geben außerdem den Finanzermittlungsstellen - in Deutschland beim Zoll angesiedelt - mehr Befugnisse, um FĂ€lle von GeldwĂ€sche und Terrorismusfinanzierung zu analysieren und aufzudecken sowie verdĂ€chtige Transaktionen auszusetzen.

Neben Banken und Casinos mĂŒssen kĂŒnftig auch HĂ€ndler von LuxusgĂŒtern sowie Anbieter von Krypto-Vermögenswerten ab bestimmten Summen ihre Kunden ĂŒberprĂŒfen und verdĂ€chtige AktivitĂ€ten melden. Unter gewissen Bedingungen sollen auch Profifußballvereine und -agenten verpflichtet werden, Transaktionen zu ĂŒberwachen.

Zur Überwachung der Regeln ist in Frankfurt eine neue Behörde geplant, die "Anti-Money Laundering Authority" (AMLA). Sie soll unter anderem die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstĂŒtzen.

Die Vorhaben mĂŒssen von den EU-Staaten noch bestĂ€tigt werden. Das gilt aber als Formsache.

@ dpa.de