ROUNDUP, HSBC

HSBC verdient mehr als gedacht - Aktie steigt auf Rekordhoch

25.02.2026 - 11:06:47 | dpa.de

Das Geld reicher Leute lÀsst bei der britischen Bank HSBC GB0005405286 weiter die Gewinne sprudeln.

Im vergangenen Jahr stieg der Vorsteuergewinn ohne WĂ€hrungs- und Sondereffekte um sieben Prozent auf 36,6 Milliarden US-Dollar (31 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Dienstag in Hongkong und London mitteilte. Eine Abschreibung in China ließ den Nettogewinn zwar sinken. Doch Bankchef Georges Elhedery setzte sein Renditeziel fĂŒr die nĂ€chsten Jahre nach oben. Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen.

An der Londoner Börse kletterte der Kurs der Aktie im frĂŒhen Handel um bis zu sechs Prozent auf das Rekordhoch von 1.370 Pence. Das Niveau konnte die Aktie auch am Vormittag fast halten. Damit lag das Papier an der Spitze des Stoxx 50 und des Branchenindex Stoxx 600 Banks. In den vergangenen zwölf Monaten verteuerte sich das Papier um gut die HĂ€lfte. Der Börsenwert der Bank kletterte damit auf mehr als 230 Milliarden Pfund oder umgerechnet fast 270 Milliarden Euro - sie ist damit mit Abstand die wertvollste Bank in Europa.

Die Vermögensverwaltung fĂŒr wohlhabende Menschen lĂ€uft bei der britischen Bank, die ihr Geld ĂŒberwiegend in Asien verdient, weiterhin glĂ€nzend. So wuchsen die ErtrĂ€ge der Bank im vergangenen Jahr um etwas mehr als zwei Prozent auf 68,3 Milliarden Dollar, wozu ein höherer ZinsĂŒberschuss ebenso beitrug wie höhere Provisionen und GebĂŒhren. Andererseits legte das Institut auch mehr Geld fĂŒr drohende KreditausfĂ€lle zurĂŒck. Zusammen mit milliardenschweren Sonderkosten zehrte dies die ZuwĂ€chse wieder auf.

Unter dem Strich entfiel auf die HSBC-AktionĂ€re mit 21,1 Milliarden Dollar rund acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr. Analysten hatten jedoch mit einem noch stĂ€rkeren RĂŒckgang gerechnet. Der RĂŒckgang lag an milliardenschweren Sonderbelastungen durch Abschreibungen und Kosten fĂŒr den Umbau der Bank und Rechtsstreitigkeiten.

So schlug eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an der chinesischen Bank of Communications mit 2,1 Milliarden Dollar negativ zu Buche. Hinzu kam unter anderem eine Belastung von 1,5 Milliarden Dollar im Zuge der Trennung von KreditbestÀnden in Frankreich.

In den Jahren 2026 bis 2028 will HSBC-Chef Elhedery die Rendite auf das materielle Eigenkapital der Bank vor Sondereffekten auf mindestens 17 Prozent nach oben treiben. Im vergangenen Jahr hatte die Quote bei 13,3 Prozent gelegen. Dazu sollen die ErtrĂ€ge des Instituts von Jahr zu Jahr steigen. Von 2027 auf 2028 sollen sie um fĂŒnf Prozent zulegen.

Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stieß mehrere GeschĂ€ftsbereiche ab oder machte sie dicht.

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