Zitterpartie um Sparpaket fĂŒr Kliniken im Bundesrat
21.11.2025 - 12:17:49ParteiĂŒbergreifend lehnten mehrere Gesundheitsministerinnen und -minister eine darin vorgesehene Ausgabenbremse bei den Kliniken ab, die den GroĂteil der Einsparungen von insgesamt zwei Milliarden Euro einbringen soll.
Der baden-wĂŒrttembergische Ressortchef Manfred Lucha (GrĂŒne) monierte, dass dies einseitig zulasten der KrankenhĂ€user gehe. Hessens Ministerin Diana Stolz (CDU) warnte vor einer dauerhaften finanziellen SchwĂ€chung des Krankenhauswesens auch ĂŒber das kommende Jahr hinaus.
Abstimmung zurĂŒckgestellt
Die Abstimmung darĂŒber, ob der Bundesrat das vom Bundestag beschlossene Gesetz in den Vermittlungsausschuss schickt oder dennoch billigt, wurde auf das Ende der Sitzung verschoben. Hintergrund ist, dass die Bundesregierung mit Blick auf die EinwĂ€nde der LĂ€nder eine ErklĂ€rung erarbeiten will, die noch wĂ€hrend der Sitzung in der LĂ€nderkammer zu Protokoll gegeben werden soll.
Der Parlamentarische StaatssekretĂ€r im Bundesgesundheitsministerium, Georg Kippels (CDU), appellierte an die LĂ€nder, auf den Vermittlungsausschuss zu verzichten. Sonst könne dringend benötigte Zeit verloren gehen. Die Krankenkassen brĂ€uchten jetzt ein klares Signal, dass sie sich beim Festsetzen ihrer ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr 2026 auf die geplanten MaĂnahmen verlassen können.
Die LĂ€nder-Kritik richtet sich gegen Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bei den Kliniken, mit denen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) den Druck zu erneuten Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge zum 1. Januar 2026 auflösen will. Dazu soll der Anstieg der Klinik-VergĂŒtungen 2026 auf die tatsĂ€chlichen Kostensteigerungen begrenzt werden. Die gesetzlichen Kassen warnen aber vor dennoch absehbaren Erhöhungen der ZusatzbeitrĂ€ge im nĂ€chsten Jahr.

